SECHZIGMÜNCHEN.
 

Traumtor von Starke als Dosenöffner: Löwen gewinnen 2:0 gegen Mannheim.

Manfred Starke erzielte mit einem Traumschuss in der 12. Minute den ersten Saisontreffer für die Löwen. 

Die Löwen sind gegen den SV Waldhof Mannheim mit einem 2:0-Erfolg in die Saison gestartet. Manfred Starke hatte die Sechzger durch einen Traumschuss in der 12. Minute in Führung gebracht. Der zur Pause eingewechselte Fynn Lakenmacher traf in der 55. Minute zum Endstand. In der Schlussphase kam noch der 19-jährige Tim Kloss zu seinem Drittliga-Debüt.

Personal: Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci musste im ersten Saisonspiel gegen Waldhof Mannheim verletzungsbedingt auf Tim Rieder (Reha nach Knie-OP), Michael Glück (Kahnbeinbruch) und Phillipp Steinhart (Achillessehnenverletzung) verzichten, Marlon Frey fehlte wegen einer Rotsperre aus der Vorsaison. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter Julius Schmid und Devin Sür.

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Spielverlauf: Die Löwen mussten in ihren Auswärtstrikots antreten, weil die Heimjerseys laut Schiedsrichter zu viel Ähnlichkeit mit dem Auswärtsdress der Mannheimer aufwiesen. Noch ähnlicher waren die weißen Ausweichtrikots der Kurpfälzer. Tipp an den DFB: Vielleicht sollte man das im Vorfeld abklären! Erstmals wurden die Löwen in der 6. Minute gefährlich. Eine Flanke von rechts durch Morris Schröter verpassten Valmir Sulejmani und Julian Guttau in der Mitte. Wenig später war es erneut Schröter, der von rechts geflankt hatte, diesmal kam Guttau aus neun Metern zum Kopfball, setzte die Kugel aber deutlich links neben das Tor (6.). Was für ein Treffer in der 12. Minute! Nach einem Ballgewinn von Manfred Starke in der gegnerischen Hälfte nahm der Löwe aus 24 Metern Maß. Sein Schuss senkte sich hinter Waldhof-Keeper Jan-Christoph Bartels nach unten, schlug an die Unterkante der Latte, landete anschließend auf dem Rücken des Torhüters und fand von dort den Weg ins Tor der Kurpfälzer zum 1:0. Ansonsten passierte im ersten Spielviertel wenig in den Strafräumen. Nach einer halben Stunde konterten die Gäste über rechts. Die flache Hereingabe von Jalen Hawkins konnte Jesper Verlaat gerade noch vor dem hinter ihm lauernden Samuel Abifade zur Ecke klären (31.). Ansonsten waren die Waldhöfer fast nur nach Standards gefährlich. Eine Freistoßflanke von Bentley Baxter Bahn hatte Marco Hiller weggefaustet, Abifade nahm den halbhohen Ball aus 13 Metern direkt, aus der Luft schoss aber deutlich über die Latte (34.). Ein Katstrophenfehlpass von Verlaat als letzter Mann führte zum Konter in Überzahl, doch die Gäste brauchten viel zu lange, so dass der Abschluss des eigensinnigen Abifade im Strafraum von Verlaat noch zur Ecke geblockt werden konnte (43.). Diese brachte Bahn von links nach innen, Abifade kam an die Kugel, köpfte aber am langen Eck vorbei (43.). Damit nahmen die Löwen die knappe Führung durch das Traumtor von Starke mit in die Kabine.

STIMMEN ZUM SPIEL >>

Nach Wiederanpfiff waren die Gäste bei Starkregen sichtlich um den Ausgleich bemüht. Ein 20-Meter-Schuss von Per Lockl aus zentraler Position war aber zu unplatziert, so dass Hiller den Ball zur Seite wegfausten konnte (49.). Was für ein Konter in der 55. Minute. Ausgangspunkt war Starke in der eigenen Hälfte. Er schickte Albion Vrenzi auf die Reise, der spielte in die Gasse auf Guttau. Im Strafraum legte der Außenstürmer vor Torhüter Bartels quer auf den eingewechselten Fynn Lakenmacher, der halbrechts aus acht Metern die Kugel zum 2:0 ins kurze Eck einschob (55.). Die Kurpfälzer zeigten sich geschockt. Nach einem missglückten Rückpass Richtung eigenes Tor rettete Bartels gerade noch vor der Grundlinie, grätschte die Kugel ins Seitenaus. Der Keeper verletzte sich bei dieser Aktion am Oberschenkel, musste behandelt werden (59.). Die Löwen standen mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken kompakt ließen Waldhof kommen und hatten ihre Chancen. Eine Ecke des eingewechselten Eroll Zejnullahu köpfte Verlaat aufs lange Eck. Abgefälschte landete der Ball neben dem rechten Pfosten im Tor-Aus (71.). Auf Zuspiel von Zejnullahu kam Schröter halbrechts im Strafraum bedrängt aus acht Metern zum Abschluss, sein Schuss ging aber deutlich übers Tor (73.). Eine Hereingabe von rechts durch Schröter grätschte Lakenmacher am kurzen Eck knapp am rechten Pfosten vorbei (78.). Kurz danach kam Schröter selbst zum Abschluss. Vorn rechts zog er in die Mitte, schloss mit links aufs 14 Metern ab, doch Bartels fischte die Kugel aus dem langen Eck (79.). Ein Freistoß etwa vier Meter vorm rechten Strafraumeck setzte Berkan Taz in der 83. Minute über das rechte Kreuzeck des 1860-Tores. Ansonsten spielten die Löwen die Partie souverän zu Ende. In der Nachspielzeit gab es noch vier Ecken für die Gäste, aber nur der Schuss von Lockl von der Strafraumkante, den Hiller über den Querbalken wischte, war wirklich gefährlich (90.+3). So feierten die Sechzger einen perfekten Saisonstart vor eigenem Publikum.

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TRAINERSTIMMEN

Für Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci lief es optimal. „Wir hatten das Glück, mit 1:0 in Führung zu gehen durch einen fantastischen Schuss von Starke“, lobte er seinen Mittelfeldspieler. „Ich hatte das den Jungs mitgegeben, dass sie aus der Distanz schießen sollen.“ In der Phase danach sei Waldhof sehr präsent gewesen. „Sie haben uns immer wieder in Bedrängnis gebracht.“ Der 60-Jährige nahm deshalb in der Pause taktische Umstellungen vor. „In der 2. Halbzeit haben wir das besser gespielt, die Schnittstellenpässen nicht mehr zugelassen.“ Das 2:0 in die Drangphase der Gäste hinein hätte dann endgültig die Weichen auf Sieg gestellt. Wieder war Manfred Starke der Ausgangspunkt. „Er ist ein großes Risiko gegangen, hat das Klasse gemacht“, lobte er, ebenso Vrenezi, Guttau und Lakenmacher, der den Konter letztlich vollendete. „Anschließend haben wir alles wegverteidigt. Ich bin froh, dass wir zu Null gespielt haben.“ Eine „geschlossene Mannschaftsleistung“ habe dafür den Ausschlag gegeben. „Ich bin sehr glücklich über den Sieg, gerade nach dem Pessimismus im Vorfeld.“

Waldhofs Coach Rüdiger Rehm musste einräumen, dass „heute vieles gegen uns gelaufen ist. Das Traumtor zum 1:0 hat den Löwen in die Karten gespielt.“ Danach habe seine Mannschaft eine Reaktion gezeigt, „aber die letzte Konsequenz hat bei uns gefehlt.“ Ansonsten war er mit der 1. Halbzeit zufrieden. „Wir kommen dann gut aus der Pause, haben dann aber in einer Pressingsituation, in der sich Starke gut herausgelöst hat, das 0:2 kassiert. Danach gab es Räume für die Löwen, wo noch der dritte Treffer hätte fallen können“, musste er eingestehen.

STENOGRAMM, 1. Spieltag, 05.08.2023, 14.03 Uhr

1860 München – SV Waldhof Mannheim 2:0 (1:0)

1860: 1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Kurt, 4 Verlaat, 21 Kwadwo, 11 Greilinger – 31 Tarnat – 17 Schröter, 8 Starke, 10 Vrenezi, 7 Guttau – 22 Sulejmani.
Ersatz: 15 Richter (Tor) – 3 Lang, 5 Zejnullahu, 13 Bonga, 18 Kloss, 19 Lakenmacher, 27 Ouro-Tagba, 29 Ludewig, 30 Cocic.

SVW: 1 Bartels (Tor) – 18 Jans, 5 Seegert, 15 Karbstein, 28 Carls – 8 Wagner, 20 Lockl – 11 Hawkins, 7 Bahn, 17 Abifade – 10 Sohm.
Ersatz: 30 Hawryluk (Tor) – 3 Riedel, 4 Sechelmann, 9 Gouras, 21 Rieckmann, 22 Mabella, 23 Gattermayer, 25 Bolay, 33 Taz.

Wechsel: Lakenmacher für Sulejmani (46.), Zejnullahu für Guttau (58.), Lang für Kwadwo (75.), Kloss für Tarnat (90.), Bonga für Schröter (90.) – Mabella für Hawkins (58.), Gattermayer für Karbstein (68.), Gouras für Carls (78.), Taz für Abifade (78.), Bolay für Wagner (89.).

Tore: 1:0 Starke (12.), 2:0 Lakenmacher (55.).
Gelbe Karten: Vrenezi, Tarnat, Lakenmacher – Karbstein, Wagner.
Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Luca Jürgensen (Hamburg), Felix Prigan (Deizisau); Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

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Spielbericht Spieltag 01

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