SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen unterliegen nach Führung 1:2 beim FC Ingolstadt.

Julian Guttau hatte die Löwen mit seinem zweiten Saisontreffer in der 23. Minute in Führung gebracht. Am Ende recichte es aber nicht für Punkte. 

Die Löwen unterlagen nach Führung 1:2 beim FC Ingolstadt 04. Nach einer gelungenen Freistoßvariante hatte Julian Guttau die Sechzger in Führung gebracht (23.). Im Anschluss an einen Fehler von Comebacker Tim Rieder glich Jannik Mause zum 1:1 aus (58.). In der 77. Minute erzielte David Kopacz den Siegtreffer für die Schanzer und vermieste den 1860-Fans den Wiesnstart.

Personal: Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci musste im Auswärtsspiel in Ingolstadt weiterhin auf Phillipp Steinhart (Lauftraining nach Achillessehnenverletzung) verzichten. Dazu fielen Fabian Greilinger (Probleme im Hüftbeuger) und Morris Schröter (muskuläre Probleme) aus. Devin Sür und Mansour Ouro-Tagba spielten in der U21. Nicht im 20er-Kader standen zudem der dritte Torhüter Julius Schmid und Kilian Ludewig. Erstmals nach seiner Verletzung saß Tim Rieder wieder auf der Bank.

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Spielverlauf: Die erste Chance hatten die Löwen. Albion Vrenezi war von rechts nach innen gezogen, schloss dann an der Strafraumkante ab, doch sein Schuss wurde entscheidend übers Tor abgefälscht (4.). Eine Minute später kam Manfred Starke aus 17 Metern zum Abschluss, FCI-Keeper Marius Funk lenkte die Kugel um den rechten Pfosten (5.). Im Anschluss an eine Faustabwehr von Marco Hiller nach langem Einwurf von Ryan Malone versuchte es David Kopacz mit einer Direktabnahme aus 22 Metern, zielte aber deutlich neben das 1860-Tor (9.). Glück hatten die Löwen in der 17. Minute. Nach einer Balleroberung von Marcel Costly gegen Kaan Kurt steckte der Ingolstädter den Ball auf Jannik Mause durch, der kam halbrechts im Strafraum aus 15 Metern frei zum Schuss, setzte die Kugel aber über die Querlatte des langen Ecks. Die Führung fiel aber auf der anderen Seite nach einem Freistoß aus 23 Metern. Eroll Zejnullahu lief an, passte aber auf den links gestarteten Julian Guttau, der lief in den Strafraum ein und traf zum 1:0 ins lange Eck (23.). Ein Schuss von Kopacz im Sechzehner wehrte Jesper Verlaat per Fußabwehr zur Seite ab (32.). Auf der anderen Seite kam Niklas Lang nach einer Ecke von rechts durch Albion Vrenezi zum Kopfball, setzte die Kugel aber über die Querlatte (33.). Eine Vrenezi-Flanke von rechts verlängerte Lang mit dem Fuß, doch der eingelaufene Joël Zwarts verpasste die Kugel knapp am Fünfmeterraum (44.). So blieb es bei der 1:0-Führung zur Pause.

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Ingolstadt brachte drei neue Leute zur 2. Halbzeit. Bei den Löwen gab Tim Rieder nach sieben Monaten Verletzungspause im zweiten Durchgang sein Comeback. In der 54. Minute monierten die Löwen Elfmeter, als Malone mit ausgestrecktem Arm eine Hereingabe von Vrenezi verhinderte, doch Schiedsrichter Florian Exner sah das anders. Vier Minuten später der Ausgleich nach einem Blackout in der Löwen-Hintermannschaft. Rieder hatte blind einen Rückpass auf Hiller gespielt, übersah dabei aber FCI-Stürmer Mause. Der tauchte frei vor Hiller auf, zog an der Strafraumgrenze links an ihm vorbei und versenkte aus spitzem Winkel die Kugel zum 1:1 ins leere Tor (58.). Einen 18-Meter-Schuss von Benjamin Kanuric konnte Hiller erst im Nachfassen festhalten (64.). In der 72. Minute beinahe der nächste Gegentreffer nach einem Bock in der 1860-Abwehr. Leroy Kwadwo hatte an der rechten Seitenlinie die Kugel an Kanuric verloren, der passte zu Pascal Testroet, der frei vor Hiller auftauchte, aber anstatt selbst abzuschließen legte er quer auf mause, Verlaat ging dazwischen, entschärfte die brenzlige Situation. Auf der anderen Seite prüfte Zwarts mit einem 20-Meter-Hammer FCI-Keeper Funk (73.). In der 75. Minute hatte Testroet das 2:1 auf dem Fuß. Nach Mause-Zuspiel kam er halbrechts aus neun Metern zum Abschluss, zielte aber genau auf Hiller, der abwehren konnte. Zwei Minuten später lag der Ball dann doch im Löwen-Tor. Nach Ecke von rechts durch Kanuric wurde die Hereingabe am zweiten Pfosten zu kurz abgewehrt, Kopacz kam halblinks aus zehn Metern zum Schuss, abgefälscht rutschte die Kugel ins 1860-Tor (77.). In der 88. Minute verhinderte Hiller gegen Felix Keidel, der halbrechts aus 14 Metern zum Abschluss gekommen war, das 1:3. Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit änderte sich nichts mehr am Ergebnis. Am Ende stand für die Löwen die vierte Niederlage in Folge.

TRAINERSTIMMEN

„Die 1. Halbzeit war gut, wir haben Ingolstadt in Schwierigkeiten gebracht und defensiv nichts zugelassen“, analysierte Löwen-Coach Maurizio Jacobacci. „Leider haben wir das 2:0 vor der Pause nicht geschossen.“ Im zweiten Durchgang hätte es seine Mannschaft nicht verstanden, den Ball laufen zu lassen. „Dann haben wir den grob fahrlässigen Fehler gemacht. Es war überhaupt nicht nötig, den Ball nach hinten zu spielen“, kritisierte er die Aktion von Tim Rieder vor dem 1:1. „Ab da hatten wir keinen Zugriff mehr“, so der 60-Jährige. Für den Umstand, dass sein Team in den letzten vier Partien dreimal nach 1:0-Führung verlor, hat Jacobacci eine Erklärung parat. „Da muss man mehr Persönlichkeit an den Tag legen, den Druck aus dem Spiel nehmen“, monierte er fehlende Cleverness. „Wir haben uns heute selbst bestraft.“

Ingolstadts Coach Michael Köllner hatte keine gute erste Hälfte seiner Mannschaft gesehen. „Trotzdem müssen wir durch Mause in Führung gehen“, sprach er die Großchance seines Torjägers in der 17. Minute an. „Nach dem Rückstand sind die Köpfe nach unten gegangen, aber wir haben nie die Orientierung verloren.“ In der Pause stellte der 53-Jährige um, weil er erkannt hatte, dass sein Team im Mittelfeld unterbesetzt war. „In der 2. Halbzeit hat meine Mannschaft ein furioses Spiel gezeigt, wir waren dominant und hatten eine hohe Qualität an Chancen.“ Köllner lobte den Charakter seines Teams. „Dieser Sieg ist ein wichtiger Impuls für die nächsten Wochen.“

STENOGRAMM, 6. Spieltag, 16.09.2023, 16.30 Uhr

FC Ingolstadt 04 – 1860 München 2:1 (0:1)

FCI: 1 Funk (Tor) – 19 Cvjetinovic, 21 Schröck, 16 Malone – 22 Costly, 20 Deichmann, 6 Guwara – 29 Kopacz, 9 Beleme, 37 Testroet – 7 Mause.
Ersatz: 40 Ponath (Tor) – 2 Decker, 27 Nduka, 8 Kanuric, 43 Keidel, 31 Kügel, 23 Seiffert, 33 Krupa, 49 Udebuluzor.

1860: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 21 Kwadwo, 4 Verlaat – 5 Zejnullahu, 37 Frey – 2 Kurt, 8 Starke, 10 Vrenezi, 7 Guttau – 9 Zwarts.
Ersatz: 15 Richter (Tor) – 6 Rieder, 13 Bonga, 18 Kloss, 19 Lakenmacher, 22 Sulejmani, 30 Cocic, 31 Tarnat, 35 Glück.

Wechsel: Keidel für Guwara (46.), Kanuric für Schröck (46.), Seifert für Beleme (46.), Kügel für Testroet (81.), Nduka für Kanuric (87.) – Rieder für Frey (46.), Lakenmacher für Kurt (80.), Bonga für Starke (89.), Sulejmani für Zwarts (90.+4).

Tore: 0:1 Guttau (23.), 1:1 Mause (58.), 2:1 Kopacz (77.).
Gelbe Karten: Malone, Schröck, Deichmann, Kopacz, Mause – Frey, Guttau, Zejnullahu.
Zuschauer: 13.500 Audi-Sportpark.
Schiedsrichter: Florian Exner (Münster); Assistenten: Mitja Stegemann (Bonn), Luca Schlosser (Montabaur); Vierter Offizieller: Manuel Bergmann (Laupheim).

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Spielbericht Spieltag 06

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