SECHZIGMÜNCHEN.
 

U21 reiSSt das Ruder rum & holt Punkt in Kirchanschöring.

Maxi Rothdauscher hielt sein Tor in Kirchanschöring sauber, auch wenn er in der einen oder anderen Situation Glück hatte. 

Die Siegesserie der Löwen-U21 ist gestoppt. Vor 660 Zuschauer holte das Team von Trainer Frank Schmöller beim SV Kirchanschöring wenigstens einen Punkt und ist damit seit fünf Spielen ungeschlagen.

Erstmals wurden die kleinen Löwen in der 13. Minute gefährlich. Ahanna Agbowo hatte auf der rechten Seite Devin Sür bedient. Der dribbelte vom rechten Strafraumeck nach innen, zog dann mit links aufs kurze Eck ab, Torhüter Egon Weber lenkte den Ball gerade noch um den Pfosten. Nach einer Ecke der Gastgeber konterten die Sechzger, Philip Kuhn drang über halblinks in den Strafraum ein, kam aber nicht zum Abschluss, weil ihm im letzten Moment ein Kirchanschöringer die Kugel vom Fuß spitzelte (18.). Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel, immer wieder begünstigt von Fehlern der U21. In der 24. Minute faustete Maxi Rothdauscher am Ball vorbei, hatte Glück, dass Simon Jauck zu überrascht war, um die Kugel zu verwerten. Zwei Minuten später misslang eine Kopfballrückgabe von Agbowo auf Rothdauscher. Manuel Omelanowski ging dazwischen, legte den Ball zurück auf Jauck, der aus 14 Metern den Ball noch leicht abgefälscht am linken Eck vorbeischob (26.). Im Anschluss an den Eckball kam Julian Galler aus acht Metern zum Schuss, zielte aber genau auf Rothdauscher (27.). Zur Abwechslung konterten die kleinen Löwen über Kuhn, der von links in die Mitte flankte, wo sich Samir Nezir im Luftduell durchsetzte. Sein Kopfballaufsetzer aus sieben Metern parierte Weber mit einem Reflex zur Ecke (36.). Kurz vor der Pause eine ungewöhnliche Szene. Nach einem langen Ball hatte sich Omelanowski gegen Mason Judge und Linus Becwar durchgesetzt, kam aus 17 Metern zum Schuss, der Ball schlug links unten ins 1860-Tor ein. Schiedsrichter Fabian Kilger zeigte zunächst in die Mitte, obwohl sich Löwen-Kapitän Judge sofort beschwerte und den Unparteiischen darauf hinwies, dass der SVK-Stürmer den Ball mit der Hand mitgenommen hatte. Nach einem kurzen Zwiegespräch mit dem vermeintlichen Torschützen nahm Klinger den Treffer zurück. Somit ging es mit 0:0 in die Pause.

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten die Löwen. Milos Cocic hatte sich links im Strafraum durchgesetzt, seine scharfe Hereingabe erreichte Neziri am ersten Pfosten, brachte die Kugel aber nicht aufs Tor (49.). Zwei Minuten später steckte Kuhn für Moritz Rem durch, der drang links in den Strafraum ein, umspielte noch einen Gegenspieler und schloss aus acht Metern ab, doch Dominik Auerhammer rettete für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie (51.). In der 59. Minute bediente Kuhn Neziri am kurzen Eck, traf aber Torwart Weber beim Abschluss aus kurzer Distanz genau auf der Brust. Auf der anderen Seite konnte Rothdauscher einen 17-Meter-Schuss von Auerhammer sicher abfangen (62.). Eine Einzelaktion schloss der kurz zuvor eingewechselte Mansour Ouro-Tagba ab, schoss aber übers kurze Kreuzeck (66.). In der 68. Minute forderte Kirchanschöring einen Elfmeter, nachdem Leon Tutic den Ball im Liegen mit der Hand gespielt hatte, doch Schiedsrichter Kilger ahndete das Foul von Timo Portenkirchen zuvor gegen den Löwen. Einen Freistoß von Omelanowski aus halblinker Position köpfte Elias Huber am rechten Fünfmetereck neben das 1860-Tor (80.). In der Nachspielzeit kam Jonas Kronbichler an der Strafraumkante zum Schuss, doch Rothdauscher konnte vor einem nachsetzenden Angreifer parieren (90.+2). In der 4. Minute der Overtime brannte es nach einem Freistoß von Thorsten Nicklas im Sechzger-Strafraum lichterloh, aber irgendwie wurde der Ball im dritten Anlauf geklärt. Damit blieb es beim torlosen Unentschieden. Die Siegesserie der kleinen Löwen ist damit zwar gerissen, aber seit fünf Spielen ist das Team aus Giesing ungeschlagen.

„In der 1. Halbzeit haben wir nicht intelligent gespielt, waren teilweise vogelwild“, kritisierte U21-Trainer Frank Schmöller. „Mit viel, viel Glück gehen wir mit 0:0 in die Pause.“ Dabei meinte der 57-Jährige nicht nur das zurückgenommene Tor für Kirchanschöring. „Das war eine faire Geste des Spielers, dass er zugegeben hat, den Ball mit der Hand mitgenommen zu haben“, fand der Löwen-Coach. In der Pause gab es eine klare Ansprache von Schmöller und Umstellungen. „Danach haben wir mehr Zugriff bekommen, hatten gute Chancen, aber uns hat heute der letzte Punch gefehlt.“ Nicht zufrieden war der Ex-Profi mit den letzten zehn Minuten seines Teams. „Das war unbegreiflich“, kommentierte er die Möglichkeiten des Gegners.

„Man hat gesehen, dass für uns die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Wenn wir nicht zu 100 Prozent performen, dann tuen wir uns gegen einen solchen Gegner schwer!“ Trotzdem hätte die 2. Halbzeit eine Entwicklung gezeigt. „Wir konnten das Ruder nochmals rumreißen, haben wenigstens einen Punkt geholt. Vor ein paar Wochen hätten wir das Spiel noch verloren. Von daher war alles gut heute.“

STENOGRAMM, 16. Spieltag, 14.10.2023, 15 Uhr

SV Kirchanschöring – TSV 1860 München 0:0

1860: Rothdauscher (Tor) – Agbowo, Judge, Becwar (46., Milican), Rem – Bangerter (46., Tutic), Dordan, Cocic – Sür (64., Ouro-Tagba), Neziri, Kuhn (74., Beutel).

Tore: –.
Gelbe Karten: – Dordan, Rem.
Zuschauer: 660 Sportanlage Kirchanschöring.
Schiedsrichter: Fabian Kilger (Ringelai); Assistenten: Martin Schramm (Holzfreyung), Matthias Putz (Perlesreut).

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Spielbericht Spieltag 16

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