SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen verlieren in Unterzahl 0:1 gegen Unterhaching.

In dieser Szene konnt3e der Hachinger Manuel Stiefler Tim Rieder nur mit einem Foul kurz vorm Strafraum stoppen. 

Die Löwen unterlagen mit 0:1 im S-Bahn-Derby der SpVgg Unterhaching. Dabei war das Team von Trainer Maurizio Jacobacci nach der Führung durch Mathias Fetsch (21.) spielbestimmend. Doch Morris Schröter verschoss einen an ihm verschuldeten Foulelfmeter (62.). Drei Minuten später sah Michael Glück die Gelb-Rote-Karte (65.). Die Löwen zeigten in Unterzahl Moral, hatten noch einige Chancen, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen.

Personal: Trainer Maurizio Jacobacci musste im Heimspiel gegen Unterhaching verletzungsbedingt auf Joël Zwarts (Bauchmuskelverletzung) verzichten. Nicht im Kader standen Niklas Lang, Tarsis Bonga, Valmir Sulejmani, Devin Sür und Mansour Ouro-Tagba.

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Spielverlauf: Es dauerte keine 30 Sekunden, da prüfte Manfred Starke bereits Hachings Torwart René Vollath mit einem strammen Flachschuss aus zwölf Metern (1.). In der 6. Minute sah Leroy Kwadwo die Gelbe Karte, als er Patrick Hobsch nach einem Konter fünf Meter vor dem Strafraum halbrechts zu Fall brachte. Ex-Löwe Basti Maier zirkelte den Freistoß direkt aufs kurze Eck des Löwen-Tores, doch David Richter war mit den Fäusten zur Stelle (7.). Eine Minute später das gleiche Duell. Diesmal kam Maier halblinks im Strafraum aus 14 Metern zum Abschluss, dem Rechtsschuss hoch aufs rechte Eck fehlte jedoch die Power, sodass Richter parieren konnte (8.). Einen Freistoß halbrechts aus 21 Metern brachte Starke mit links als Aufsetzer aufs Spielvereinigungstor, dem Schuss fehlte aber die Härte, um Vollath vor ernsthafte Probleme zu stellen (17.). In der 21. Minute die Führung für die Gäste. Die Löwen konnten den Ball nach einer Kontersituation nicht entscheidend klären, Maier kam halblinks außerhalb des Strafraums an die Kugel, flankte an den zweiten Pfosten, wo Mathias Fetsch das Luftduell gegen den einen Kopf kleineren Fabian Greilinger gewann, zum 1:0 für die Gäste ins lange Eck köpfte. Kurios die Szene in der 28. Minute. Markus Schwabl hatte im eigenen Strafraum den nachsetzenden Fynn Lakenmacher angeschossen, von dem prallte der Ball aufs kurze Eck des Hachinger Tores, doch Vollath war auf dem Posten, entschärfte den Ball. Eine flache Hereingabe von rechts durch Lakenmacher lupfte der am ersten Pfosten eingelaufene Starke aus neun Metern ans Außennetz (36.). Kurz danach prüfte Starke mit einem 20-Meter-Schuss Vollath im Hachinger Tor (37.). Strittig die Szene wenig später: Lakenmacher ging im Sechzehner nach einem Duell mit Manuel Schifferl, der ihn klar am Knie getroffen hatte, zu Boden, doch Schiedsrichter Timo Gansloweit ließ sehr zum Unmut des 1860-Anhangs weiterspielen (41.). Was für eine Chance für die Löwen in der 43. Minute. Starke ging in einen missratenen Aufbaupass von Vollath, stand frei vor dem Keeper, legte aber ab auf Morris Schröter, der von mehreren Hachingern umringt zum Abschluss kam, doch Josef Welzmüller stand goldrichtig, blockte den Schuss vor der Linie. Somit nahmen die Gäste die knappe Führung mit in die Kabine.

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Die Löwen versuchten Unterhaching von Beginn an im zweiten Durchgang unter Druck zu setzen. Nach einem Freistoß halbrechts durch Zejnullahu kam Lakenmacher zum Kopfball, die Kugel trudelte Richtung langes Eck, aber Vollath war vor mehreren nachsetzenden Löwen am Ball (49.). Wenig später dribbelte sich Schröter auf der rechten Strafraumseite durch, kam aus 14 Metern zum Abschluss, doch sein Schuss ging knapp am langen Eck vorbei (50.). Einen Distanzschuss von Aaron Keller macht Kwadwo erst durch seinen Klärungsversuch scharf, fälschte den Ball tückisch ab, der nur knapp über Löwen-Tor ging (57.). Ein Abpraller fiel wenig später Fetsch vor die Füße, der den Ball aber aus 15 Metern hoch rechts über das Tor jagte (58.). Auf der anderen Seite legte Lakenmacher auf Greilinger ab, der ließ seinen Gegenspieler aussteigen, schloss dann von der Strafraumkante mit seinem schwächeren rechten Fuß ab, der Ball ging knapp übers rechte Kreuzeck (60.) In der 61. Minute entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Schröter ging bei einem Duell mit Dennis Waidner zu Boden, Schiedsrichter Gansloweit deutete auf den Punkt. Der Gefoulte lief selbst an, Vollath ahnt die Ecke, fischte den Schuss aus dem linken unteren Eck (62.). Drei Minuten später war die Partie für Michael Glück beendet. Der Verteidiger sah nach einem Foul seine zweite Gelbe Karte des Spiels, damit Gelb-Rot (65.). Aber auch mit einem Mann weniger machten die Hausherren weiter Druck. Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld brachte Zejnullahu gefährlich vors Hachinger Tor, Starke am kurzen Pfosten verlängerte die Kugel auf Kwadwo im Fünfmeterraum, doch Markus Schwabl klärte in höchster Not gegen den Löwen-Verteidiger (73.). An eine Hereingabe von links durch den eingewechselten Julian Guttau brachte der eingelaufene Schröter am zweiten Pfosten zwar noch die Fußspitze, aber nicht mehr den Ball aufs Gäste-Tor (78.). Mit zunehmender Spieldauer schwanden den beherzt anrennenden Sechzger auf dem tiefen Boden die Kräfte. Eine Rechtsflanke von Tim Rieder setzte Starke per Kopf neben den linken Pfosten (87.). Ansonsten hatten die Löwen in der Schlussphase inklusive sechs Minuten Nachspielzeit keine klaren Chancen mehr, unterlagen am Ende unglücklich mit 0:1.

TRAINERSTIMMEN

„Ob verdient oder unverdient – wir hätten schon in der ersten Minute in Führung gehen können“, ärgerte sich Löwen-Trainer Maurizio Jacobacci. „Wir haben heute Vieles gut gemacht, umso enttäuschender ist das Resultat.“ Letztlich hätte sein Team keine Tore geschossen, „auch die Elfmeterchance haben wir verpasst.“ Der 60-Jährige trauerte auch der Möglichkeit kurz vor der Pause nach. „Da hätten wir schon das 1:1 machen müssen. Auch in der 2. Halbzeit hatten wir genügend Chancen, leider haben wir uns durch die Gelb-Rote Karte zusätzlich geschwächt.“ Danach stellte Jacobacci in der Abwehr auf eine Dreierkette um. „In Unterzahl hatten wir noch zehn bis 15 gute Minuten, leider hatten wir bei den Flanken in der Box nicht das nötige Quäntchen Glück. Normal war, dass Unterhaching bei dem großen Risiko, das wir genommen haben, hintenraus seine Chancen bekommt. Für uns ist das ein bitterer Tag, weil es ein unnötige Niederlage war.“

Unterhachings Coach Marc Unterberger analysierte treffend die Partie. „Nach der schnellen Torchance für Sechzig waren wir in den ersten 20 Minuten gut im Spiel, haben aus wenig brutal viel gemacht und gehen mit 1:0 in Führung.“ Gar nicht behagt hatte dem Trainer, was anschließend folgte. „Wir haben danach die Spielkontrolle verloren und gaben Sechzig kurz vor der Pause die Chance zum Ausgleich.“ In der Kabine gab Untersberger die Marschroute aus, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten und auf Konter zu lauern. Das sei nicht gelungen. „Wir hätten unbedingt noch ein zweites Tor gebraucht, wenn die Gelb-Rote Karte gegen Sechzig nicht passiert wäre.“ Seiner Meinung sei weder diese, noch der Elfmeter gegen sein Team gerechtfertigt gewesen. „Am Ende haben wir unsere Konterchancen kläglich ausgespielt, dadurch mussten wir bis zum Schluss zittern.“ Alle bei Unterhaching seien über den Sieg extrem glücklich, „weil wir darauf seit 2007 warten mussten“, erklärte der Coach der Hachinger.

STENOGRAMM, 16. Spieltag, 25.11.2023, 14.03 Uhr

1860 München – SpVgg Unterhaching 0:1 (0:1)

1860: 15 Richter (Tor) – 35 Glück, 4 Verlaat, 21 Kwadwo, 11 Greilinger – 6 Rieder, 8 Starke – 17 Schröter, 5 Zejnullahu, 29 Ludewig – 19 Lakenmacher.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 2 Kurt, 7 Guttau, 10 Vrenezi, 18 Kloss, 30 Cocic, 31 Tarnat, 36 Steinhart, 37 Frey.

UHA: 1 Vollath (Tor) – 23 Schwabl, 5 J. Welzmüller, 37 Schifferl, 39 Waidner – 30 Skarlatidis, 8 Stiefler, 10 Maier, 16 Keller – 34 Hobsch, 11 Fetsch.
Ersatz: 22 Scherger (Tor) – 3 Lamby, 6 Westermeier, 19 M. Welzmüller, 21 Zimmermann, 29 Girtler, 31 Schmid, 44 Hirtlreiter, 49 Ortel.

Wechsel: Guttau für Ludewig (61.), Vrenezi für Greilinger (77.) – Schmid für Keller (61.), M. Welzmüller für Maier (70.), Hirtlreiter für Hobsch (90.+6).

Tor: 0:1 Fetsch (21.).
Gelbe Karten: Kwadwo, Glück – Waidner, Stiefler, M. Welzmüller, Schmid.
Gelb-Rote Karte: Glück (65.).
Bes. Vorkommnis: Vollath hält Foulelfmeter von Schröter (62.).
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Timo Gansloweit (Husen); Assistenten: Tobias Severins (Rheda-Wiedenbrück), Tarik Damar (Frechen); Vierter Offizieller: Arno Blos (Deizisau).

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Spielbericht Spieltag 16

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