SECHZIGMÜNCHEN.
 

U19 zu fahrig: 1:3-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC.

In dieser Szene in der 51. Minute traf Noah Klose zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den Karlsruher SC. 

Die Löwen-U19 unterlag dem Karlsruher SC im Heimspiel mit 1:3. Der Knackpunkt war die Verletzung von Sean Dulic, der unter der Woche noch mit den Profis trainiert hatte. Nach seiner Auswechslung fehlte die defensive Struktur (36.). Rafael Pinto Pedrosa nutzte dies kurz vor der Pause zur Führung für die Gäste (43.). Nach dem Ausgleich von Noah Klose (51.) sorgten Ali Eren Ersungur per Foulelfmeter (68.) und Louey Ben Farhat für den Endstand (77.).

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste. Houssam Arbai kam halblinks aus 13 Metern zum Abschluss, Miran Qela wehrte den Schuss zur Ecke ab (2.). Fünf Minuten später landete ein Schuss von Luis Dettling halbrechts von der Strafraumkante am Außennetz des kurzen Ecks (7.). Im Gegenzug wurden die Junglöwen erstmals gefährlich. Marc Zimmermann hatte von rechts scharf und flach nach innen gepasst, der eingelaufene Raphael Ott kam am Fünfmeterraum zu Fall, die Sechzger monierten Elfmeter, aber für Schiedsrichter Lukas Schwendner war das zu wenig, um Strafstoß zu pfeifen (8.). Ein Drehschuss von Dettling nach Kombination mit Rafael Pinto Pedrosa auf der anderen Seite landete aus elf Metern am linken Außennetz (17.). Nach einem Foul an Lukas Reich gab es in der 25. Minute Freistoß vorm rechten Strafraumeck (25.). Xaver Kiefersauer führte aus, aber Sean Dulic am zweiten Pfosten kam nicht an die Hereingabe (26.). Vier Minuten später die nächste gute Standardsituation. Diesmal war Cristian Leone an der linken Strafraumseite gefoult worden. Erneut führte Kiefersauer aus, Dulic war am kurzen Eck mit dem Kopf zur Stelle, brachte die Kugel aber nicht aufs KSC-Tor (30.). Aus dem Spiel heraus kamen die Junglöwen gegen eine gutstehende und konzentriert verteidigende Abwehr der Nordbadener nicht zu Chancen. Dazu verletzte sich Dulic bei einer Abwehraktion am Kopf. Der Kapitän musste ausgetauscht werden und wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Mike Gevorgyan. Dulics Position in der Innenverteidigung übernahm Clemens Lippmann (36.). Das sollte sich fünf Minuten später auswirken. Pinto Pedrosa konnte nach einem schnellen Umschalten ungehindert, leicht nach rechts versetzt, durchs Zentrum marschieren kam aus zwölf Metern zum Abschluss, traf zum 1:0 für den KSC ins linke untere Eck (43.). So ging es für die Junglöwen mit einem Rückstand in die Kabine.

Aber die Sechzger starteten nach einigen Umstellungen besser in die 2. Halbzeit und konnten in der 51. Minute den Ausgleich erzielen. Leone hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, passte in den Fünfmeterraum auf Noah Klose, der die Kugel zum 1:1 über die Linie stocherte. Nun schien alles wieder offen. Zwei Minuten später zog Reich von der rechten Seite nach innen, schloss dann an der Strafraumkante mit links ab, zielte aber deutlich über die Querlatte (53.). Doch dann passierte wieder in der Vorwärtsbewegung ein Fehler. Karlsruhe konterte, die Junglöwen hatten Ali Erin Ersungur halblinks im Strafraum vergessen. So lief er frei auf Torhüter Qela zu, der ihn etwas zu ungestüm attackiert und ihn am Fuß traf. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde mit dem Elfmeterpfiff. Der Gefoulte lief selbst an, Qela ahnte zwar die Ecke, kam aber an den platziert geschossenen Strafstoß nicht heran: 1:2 (61.). Die endgültige Entscheidung fiel in der 77. Minute. Nach einem Fehlpass der Junglöwen in der gegnerischen Hälfte konterte der KSC. Am Ende zimmerte Louey Ben Farhat von der Sechzehnmetergrenze die Kugel unhaltbar für Quela ins linke obere Eck zum 3:1 für die Gäste (77.). Die Sechzger versuchten in der Schlussphase zwar alles, fanden jedoch kein Mittel, die gut organisierte Abwehr der Badener zu knacken. Somit kassierten die U19-Junglöwen die dritte Saisonniederlage, während die Karlsruher den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen feierten.

„Heute hat es nicht gereicht, Karlsruhe war einfach den Ticken besser“, analysierte U19-Junglöwen-Coach Jonas Schittenhelm. „Wir waren viel zu fahrig.“ Dazu hätte die Verletzung von Sean Dulic dem Gegner in die Karten gespielt. „Wenn du den Innenverteidiger verlierst, geht immer Struktur verloren. Aber insgesamt haben wir zu wenig Chancen selbst herausgespielt.“ Der KSC hätte mehr Möglichkeiten gehabt, auch wenn es wenig klare Chancen gewesen wären. „Wir haben zu viele Bälle weggeschmissen. In den Umschaltmomenten war Karlsruhe dann da“, kommentierte der 37-Jährige die Gegentreffer. „Wir müssen den Mund abputzen. Nächste Woche gegen Frankfurt geht’s weiter. Dann müssen wir wieder eine bessere Struktur auf den Platz bringen. Daran werden wir in der Trainingswoche sehr fokussiert arbeiten!“

STENOGRAMM, 14. Spieltag, 09.12.2023, 11 Uhr

TSV 1860 München – Karlsruher SC 1:3 (0:1)

1860: Qela (Tor) – Reich, Dulic (36., Gevorgyan), Dumitru, Leone – Zimmermann (46., Fuchs), Kiefersauer, Garza – Lippmann, N. Klose (80., Roithmayr), Ott (80., Dursun).

Tore: 0:1 Pinto Pedrosa (43.), 1:1 N. Klose (51.), 1:2 Ersungur (68., Foulelfmeter), 1:3 Ben Farhat (77.).
Gelbe Karten: Dumitru, Gevorgyan – Lutolli, Luis Afonso.
Zuschauer: 130 Trainingsgelände Grünwalder Straße 114.
Schiedsrichter: Lukas Schwendner (Ensdorf); Assistenten: Korbinian Eßberger (Wallkofen), Thomas Federhofer (Willenhofen-Herrnried).

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Spielbericht Spieltag 14

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