SECHZIGMÜNCHEN.
 

Serie beendet: Löwen unterliegen in Unterzahl Ulm mit 0:1.

In der 24. Minute scheiterte Löwen-Stürmer Abdenego Nankishi alleine vor Ulms Keeper Christian Ortag. 

Die Ungeschlagen-Serie der Löwen ist beendet. Nach acht Spielen musste sich das Team von Trainer Argirios Giannikis dem SSV Ulm 1846 mit 0:1 geschlagen geben. Das Siegtor für die Gäste erzielte Lucas Röser in der 3. Minute der Nachspielzeit. Die Sechzger spielten nach einer Roten Karte gegen Marlon Frey (64.) über eine halbe Stunde in Unterzahl.

Personal: Trainer Argirios Giannikis musste gegen Ulm auf Julian Guttau (Grippe) und Maximilian Reinthaler (Innenbanddehnung) verzichten. Kurzfristig nach dem Aufwärmen musste Kilian Ludewig wegen Unwohlseins passen, für ihn rückte Kaan Kurt in die Startelf. Nicht im 20er-Kader standen Eroll Zejnullahu, Valmir Sulejmani und Niklas Tarnat. Julius Schmid, Devin Sür, Milos Cocic, Moritz Bangerter und Eliot Mouteba spielten zeitgleich in der U21 beim TSV 1865 Dachau.

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Spielverlauf: In der Anfangsphase neutralisierten sich beide Teams gegenseitig. In der 10. Minute wurde es erstmals nach einem Konter der Ulmer brenzlig für die Sechzig-Defensive, aber Kaan Kurt unterband die Aktion mit einem taktischen Foul, sah dafür die Gelbe Karte. Auf der anderen Seite schaltete Morris Schröter nach Balleroberung in der gegnerischen Hälfte schnell um, schloss halbrechts aus 23 Metern ab, setzte aber den Schuss neben den rechten Pfosten (15.). Nach einer Ecke von rechts durch Schröter kam Leroy Kwadwo am ersten Pfosten zum Kopfball, doch Spatzen-Torhüter Christian Ortag wehrte die Kugel ab, die erneut zur Ecke geklärt wurde (17.). Die brachte Schröter abermals von rechts in die Mitte, diesmal köpfte zwar Jesper Verlaat ein, aber Schiedsrichter Tom Bauer gab den Treffer zum Leidwesen der Sechzger nicht. Angeblich hatte Mansour Ouro-Tagba seinen Gegenspieler Tom Gaal unsauber weggeblockt (18.). Ein 22-Meter-Freistoß von Leonardo Scienza aus halblinker Position wehrte ein Löwen-Spieler in der Mauer per Kopf zur Ecke ab (20.). Nach einem Eckball von links für die Ulmer produzierte Johannes Reichert im Strafraum von rechts einen Querschläger, wodurch Philipp Strompf am Elfmeterpunkt vollkommen frei zum Abschluss kam. Doch der Verteidiger war zu überrascht, setzte die Kugel deutlich über den Querbalken (23.). In der 24. Minute lief Abedenego Nankishi von halblinks alleine auf Ortag zu, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins am Ulmer Keeper. Nach einem Sololauf kam Scienza an der Strafraumkante zum Abschluss, zielte aber knapp über die Querlatte (32.). Im Anschluss an eine Kombination auf der linken Seite im 1860-Strafraum war es Dennis Chessa, der im Rückraum aus zwölf Metern abschloss, sein Schuss wurde jedoch zur Ecke abgefälscht (35.). Nankishi dribbelte sich in der 40. Minute an der linken Grundlinie durch den Ulmer Strafraum. Im Fünfmeterraum brachte ein Gästeverteidiger den Fuß dazwischen, schoss Ouro-Tagba an, von dem der Ball abprallte und knapp übers Spatzen-Tor ging. Eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie ging torlos in die Pause.

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Nach Wiederanpfiff hatten die Löwen die Riesenchance zur Führung. Schröter hatte den Ball auf der rechten Angriffsseite erobert, legte in den Strafraum zu Ouro-Tagba. Anstatt halbrechts aus zehn Metern abzuschließen, wollte er nochmals quer auf Fynn Lakenmacher legen, doch Gaal hatte das geahnt und klärte die Situation (52.). Im Anschluss an eine Kopfballverlängerung nach einem Schröter-Freistoß stand Ouro-Tagba an der Fünfmeterkante knapp im Abseits (62.). Eine Minute später hatte Kwadwo am linken Torraumeck abgezogen, Ortag konnte den Ball nicht festhalten, entschärfte aber im Nachfassen (63.). Wenig später sah Marlon Frey vollkommen überraschend die Rote Karte, nachdem er im Niemandsland Chessa von den Beinen geholt hatte (64.). Eine sehr harte Entscheidung! Nun in Löwen-Unterzahl wurden die Ulmer wieder stärker, hatten zwangsläufig mehr Ballbesitz, während sich die Sechzger zurückzogen und auf Konter lauerten. Einen Freistoß von der rechten Strafraumseite durch Schröter konnten die Ulmer per Kopf vor dem am zweiten Pfosten lauernden Manfred Starke klären (81.). Trotz Überzahl fiel den Spatzen wenig ein gegen kompakt stehende Sechzger. Der Siegtreffer fiel dann nach einem Eckball von rechts durch Scienza. Der kurz zuvor eingewechselte Lucas Röser traf per Kopf am ersten Pfosten zum 1:0 (90.+3). In der 7. Minute der Nachspielzeit hatte Kwadwo nach einer Kopfballverlängerung von Joël Zwarts noch den Ausgleich auf dem Fuß. Aus kurzer Distanz setzte er aber den Ball über die Querlatte. Damit endete die Löwen-Serie der ungeschlagenen Spiele in der neunten Partie 2024.

TRAINERSTIMMEN

Der Auftakt in die Partie sei für sein Team nicht gut gewesen, erklärte Löwen-Trainer Argirios Giannakis. Erst musste Kilian Ludewig nach dem Aufwärmen passen, weil er sich übergeben hatte, dann kassierte sein Vertreter Kaan Kurt früh die Gelbe Karte. „Ich musste ihn rotgefährdet auswechseln.“ Ansonsten hatte er seiner Mannschaft in der 1. Halbzeit nur vorzuwerfen, „dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. In der 2. Halbzeit habe ich meine Mannschaft bis zum Platzverweis stärker gesehen. Leider konnten wir den letzten Pass nicht anbringen“, monierte der 43-Jährige. Nicht gut zu sprechen war Giannikis auf Marlon Frey. „Wir waren in Überzahl, da muss er nicht so einsteigen. Er hat keine Chance auf den Ball, wenngleich er im letzten Moment das Bein zurückzieht. Die Rote Karte kann man geben.“ Nicht ganz verstehen konnte der Deutsch-Grieche dagegen das von Schiedsrichter Tom Bauer abgepfiffene Tor von Jesper Verlaat. „Das ist normal, dass man den Gegenspieler vorm Tor wegblockt. Das hat Ulm auch gemacht!“ Selbst in Unterzahl war Giannikis mit seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben alles gut wegverteidigt, nur beim entscheidenden Eckball stellen wir uns nicht clever genug an, weil wir einen Raum freilassen, den wir besetzen müssen.“

Ulms Coach Thomas Wörle war „überglücklich, dass wir den Lucky Punch setzen konnten.“ Er hatte ein sehr intensiv geführtes Spiel gesehen, „das sehr dominant von den beiden Abwehrreihen geführt wurde.“ Die 1. Halbzeit sei ausgeglichen gewesen mit den besseren Chancen für Sechzig. „Das hat sich in der 2. Halbzeit zunächst gedreht, Sechzig war stärker. Nach der Roten Karte hatten wir wieder mehr vom Spiel ohne uns klare Chancen herauszuspielen. Bezeichnend war, dass die Partie dann durch einen Standard entschieden wurde. Wir sind sehr happy, dass wir heute die drei Punkte gegen eine formstarke Mannschaft holen konnten.“

STENOGRAMM, 28. Spieltag, 02.03.2024, 14.03 Uhr

1860 München – SSV Ulm 1846 0:1 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Kurt, 4 Verlaat, 35 Glück, 21 Kwadwo – 6 Rieder, 37 Frey – 17 Schröter, 14 Nankishi – 27 Ouro-Tagba, 19 Lakenmacher.
Ersatz: 15 Richter (Tor) – 8 Starke, 9 Zwarts, 10 Vrenezi, 11 Greilinger, 18 Kloss, 29 Ludewig, 36 Steinhart, 38 Güler.

ULM: 39 Ortag (Tor) – 4 Gaal, 5 Reichert, 32 Strompf – 7 Allgeier, 23 Brandt, 26 Maier, 43 Rösch – 11 Chessa, 33 Higl, 22 Scienza.
Ersatz: 1 Otto (Tor) – 6 Geyer, 8 Ahrend, 9 Röser, 10 Ludwig, 18 Stoll, 21 Jann, 24 Kastanaras, 25 Yarbrough.

Wechsel: Greilinger für Kurt (29.), Starke für Lakenmacher (67.), Zwarts für Ouro-Tagba (82.), Steinhart für Nankishi (82.) – Jann für Chessa (78.), Kastanaras für Higl (78.), Stoll für Rösch (78.), Röser für Allgeier (90.+1), Ahrend für Scienza (90.+5).

Tor: 0:1 Röser (90.+3).
Gelbe Karten: Kurt, Nankishi – Rösch, Strompf, Jann, Maier.
Rote Karte: Frey (64.).
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Dominik Jolk (Köln), Henry Müller (Cottbus); Vierter Offizieller: Felix Wagner (Glött).

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Spielbericht Spieltag 28

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