SECHZIGMÜNCHEN.
 

U19 gewinnt kurioses Derby gegen den FC Bayern mit 3:2.

Hier bejubeln die Junglöwen den 3:2-Siegtreffer im Derby durch Mike Gevorgyan (2. v. li.). 

Die Löwen-U19 gewann in der A-Junioren-Bundesliga das Derby mit 3:2 und sicherte sich nach dem 0:0 im Hinspiel in diesem Jahr die Stadtmeisterschaft. Raphael Ott hatte die Sechzger in Führung gebracht (30.). Noch vor der Pause drehten die Bayern durch Jonah Kusi-Asare (40.) und ein Eigentor von Lasse Faßmann (43.) die Partie. Zum Matchwinner avancierte Mike Gevorgyan mit einem Doppelpack (52. und 79.).

Erstmals kamen die Junglöwen in der 6. Minute gefährlich vors FCB-Tor. Mike Gevorgyan hatte auf der linken Seite tief auf Cristian Leone gepasst, der legte von der Grundlinie zurück auf Clemens Lippmann am vorderen Fünfmetereck, der aber bei seinem Abschluss den Ball nicht richtig traf. Nach einem Foul an Arin Garza zwei Meter vorm rechten Strafraumeck gab’s Freistoß für die Sechzger, den Gevorgyan aber mit links in die Mauer setzte (12.). Drei Minuten später kam eine Hereingabe von rechts durch Lippmann auf den mitgelaufenen Raphael Ott zu ungenau, so dass die Bayern die brenzlige Situation klären konnten (15.). In der 16. Minute steckte Lukas Reich auf der rechten Seite auf Leone durch, der schob den Ball aus spitzem Winkel an Torwart Anthony Pavlesic vorbei, aber ein Abwehrspieler klärte per Grätsche mit Hilfe des Pfostens die Situation. Das Team von der Säbener Straße fand in dieser Phase offensiv überhaupt nicht statt. In der 30. Minute fiel der hochverdiente Führungstreffer. Garza hatte von rechts etwa fünf Meter vor dem Strafraumeck die Kugel vors Tor gechipt, der eingelaufene Ott kam frei zum Kopfball, versenkte die Hereingabe zum 1:0 im oberen linken Eck (30.). In der Folge wurden die Gäste etwas offensiver, was aber auch mehr Platz zum Kontern für die Junglöwen bedeutete. Im Anschluss auf einen schnell ausgeführten Einwurf fast an der rechten Eckfahne flankte Gevorgyan an den zweiten Pfosten auf Lippmann, der aber knapp am langen Eck vorbeiköpfte (33.). Überraschend fiel der Ausgleich. Nach einer Ecke von rechts durch Kurt Rüger köpfte Jonah Kusi-Asare am zweiten Pfosten aus acht Metern unbedrängt, der Ball ging über Edon Avdija hinweg, prallte von der Unterkante der Latte zum 1:1 ins 1860-Tor (40.). Endgültig wurde drei Minuten später die Partie auf den Kopf gestellt, als Lasse Faßmann unbedrängt einen No-Look-Pass zu seinem Torwart spielte, der aber sich schon zu weit nach vorne orientiert hatte, so dass er nicht an die Rückgabe kam. Diese landete zum 1:2 im Netz (43.). Kurios und ärgerlich, zumal die Bayern aus dem Spiel heraus bis dahin keine einzige Chance hatten.

Beinahe wären die Junglöwen nach Wiederanpfiff kalt erwischt worden. Nach einem Pass von rechts in die Tiefe lief U17-Weltmeister Robert Ramsak über halbrechts frei auf Avdija zu, setzte aber seinen Abschluss ans Außennetz (48.). Das Tor machten dann vier Minuten später die Junglöwen. Auf der rechten Seite gab es Freistoß nach einem Foul an Ott. Finn Fuchs legte sich die Kugel zurecht, spielte kurz Doppelpass mit Xaver Kiefersauer, passte dann zurück Richtung Strafraumgrenze, wo Faßmann dem Ball entgegen kam ihn aber passieren ließ. Dadurch kam Gevorgyan frei an die Kugel. An der Sechzehnerkante nahm er sie direkt mit links, traf genau neben dem linken Pfosten zum 2:2 ins Bayern-Tor (52.). Beinahe wäre Adam Aznou Ben Cheikh vier Minuten später erneut die Führung für die Roten gelungen. Der Rechtsverteidiger eroberte an der Außenlinie den Ball, zog nach innen, schloss dann aus 17 Metern mit links ab, traf aber nur den Außenpfosten des langen Ecks (56.). Wiederum zwei Minuten später kam Ott am linken Torraumeck zum Abschluss, sein Schuss ging aber rechts am Tor vorbei (58.). In dieser Phase war es eine völlig offene Partie. In der 67. Minute setzte Kusi-Asare einen Kopfball nach einer Rechtsflanke aus acht Metern knapp neben das 1860-Tor. Einen Drehschuss, ebenfalls von Kusi-Asare, aus neun Metern aufs rechte unter Eck parierte Avdija (72.). In der 76. Minute lag dann der Ball im Anschluss an eine Ecke im Bayern-Tor, aber der Linienrichter wollte Garza beim Abschluss im Abseits gesehen haben. So wurde der Treffer nicht anerkannt. Drei Minuten später zählte das Tor. Einen Einwurf auf der rechten Seite hatte Lukas Reich auf Kiefersauer geworfen, der passte den Ball zu ihm zurück. Das anschließende Zuspiel in die Tiefe erreichte Leone, der den Ball im Fallen quer durch den Fünfmeterraum passte, wo Gevorgyan am langen Eck per Grätsche das Spielgerät zur 3:2-Führung versenkte (79.). In der Schlussphase hatten die Bayern einige Standards vor dem 1860-Tor, ohne dabei aber richtig gefährlich zu werden. Somit gewannen die Junglöwen nicht nur das Spiel, sondern auch die Stadtmeisterschaft nach dem 0:0 im Hinspiel. In der Tabelle bauten die jungen Sechzger den Vorsprung auf die kleinen Bayern auf fünf Punkte aus.

„Die 1. Halbzeit war richtig gut von uns“, fand Trainer Jonas Schittenhelm. „Wieso wir aber 1:2 zurücklagen, wusste niemand so genau.“ Zu Beginn des zweiten Durchgangs hätte sein Team Glück gehabt, dass die Bayern ihre Führung nicht auf 3:1 stellten. „Aber spätestens nach dem 2:2 waren wir wieder gut im Spiel.“ Über die 90 Minuten gesehen, sah der 37-Jährige einen verdienten Sieg. „Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung. Wir haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet, viele Möglichkeiten kreiert und gut gekämpft.“ Besonders lobte Schittenhelm die Moral. „Es war nicht leicht nach dem Nackenschlag so kurz vor der Pause, das Ruder wieder rumzureißen. Aber die Jungs haben Charakter gezeigt, sich super reingefightet.“ Er hätte vor dem Derby den Löwenfans nicht zu viel versprochen. „Jeder der da war, hat ein geiles Spiel gesehen. Das war einfach mega. Heute dürfen die Jungs feiern, ich gönne es ihnen“, zeigte sich Schittenhelm großzügig und gab für den Montag als Belohnung für den Derbysieg einen freien Tag.

Mike Gevrogyan wurde mit einem Doppelpack zum Matchwinner im Derby.Mike Gevrogyan wurde mit einem Doppelpack zum Matchwinner im Derby.

STENOGRAMM, 19. Spieltag, 03.03.2024, 11 Uhr

TSV 1860 München – FC Bayern München

1860: Avdija (Tor) – Reich, Faßmann, Dulic, Fuchs – Garza (90.+3, Dursun), Kiefersauer, Gevorgyan – Leone, Lippmann (83., Althaus), Ott.

Tore: 1:0 Ott (30.), 1:1 Kusi-Asare (40.), 1:2 Faßmann (43., Eigentor), 2:2 Gevorgyan (52.), 3:2 Gevorgyan (79.).
Gelbe Karten: Leone, Reich – Kusi-Asare.
Zuschauer: 521 auf dem 1860-Trainingsgelände.
Schiedsrichter: Marvin Monninger (Bonlanden); Assistenten: Lukas Wolf (Deizisau), Dzenis Bazdar (Mainhardt).

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Spielbericht Spieltag 19

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