SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen verabschieden sich mit 0:2 gegen Bielefeld aus der Saison.

Zweikampf der Generationen: Löwen Michael Glück (re.) gegen Arminia-Torjäger Fabian Klos (li.) in seinem Letzten Karrierespiel. 

Das Ergebnis war an diesem „Tag der Abschiede“ nur zweitranging. Beide Teams hatten zuvor die Klasse für ein weiteres Jahr gesichert. Im letzten Saisonspiel unterlagen die Löwen Arminia Bielefeld mit 0:2. Bereits in der 7. Minute hatte Monju Momuluh die Gäste in Führung gebracht. Ex-Löwe Merveille Biankadi traf kurz nach seiner Einwechslung zum Endstand (60.).

Personal: Trainer Argirios Giannikis musste im letzten Saisonspiel gegen Arminia Bielefeld verletzungsbedingt auf Valmir Sulejmani (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torwart Julius Schmid, Kaan Kurt, Eroll Zejnullahu, Manfred Starke, Albion Vrenezi, Abdenego Nankishi, Devin Sür, Milos Cocic, Niklas Tarnat und Serhat Güler.

Die BayWa-Stimmen zum Spiel >>

Spielverlauf: Die Löwen verabschiedeten 13 Spieler vor dem Anpfiff. Auch Fabian Klos von Arminia Bielefeld erhielt von den Sechzgern zum Karriereende das Trikot für die Saison 2024/2025 überreicht, mit dem das Team um Kapitän Jesper Verlaat erstmals auflief. Die Kulisse war stimmgewaltig. Auch die 1.500 Gästefans aus Ostwestfalen trugen dazu bei. Bielefeld übernahm sofort die Initiative und belohnte sich bereits in der 7. Minute mit der Führung. Ex-Löwe Christopher Lannert hatte von der rechten Grundlinie flach nach innen gepasst, der eingelaufene Monju Momuluh kam an der Fünfmeterkante frei zum Abschluss, traf vom Innenpfosten zum 1:0 ins 1860-Tor. Ein Distanzschuss von Julian Guttau ging in der 11. Minute knapp am DSC-Tor vorbei. Auf der anderen Seite versuchte es Leandro Putaro halbrechts aus 21 Metern, David Richter lenkte den Schuss um den linken Pfosten (15.). Was für eine Chance für Guttau in der 27. Minute. Arminia-Keeper Leo Oppermann verlor an der Strafraumgrenze den Ball an Tim Rieder. Der spitzelte ihn zu seinem Mitspieler, der halbrechts aus 13 Metern frei zum Abschluss kam, aber anstatt die Kugel gezielt aufs Tor zu schlenzen, hämmerte Guttau sie über den Querbalken des verwaisten Tores. Glück hatten die Giesinger bei einem Freistoß von Louis Oppie. Aus 20 Metern landete der stramme Schuss des Linksverteidigers am rechten Innenpfosten, sprang von dort wieder ins Feld zurück (34.). Nach Linksflanke von Morris Schröter kam Fynn Lakenmacher am zweiten Pfosten zum Kopfball aus sechs Metern, aber ein Bielefelder wehrte die Kugel im Torraum ab. Wenig später flankte Rieder den Ball in den Strafraum auf Michael Glück, der mit dem Rücken zum Tor an der Fünfmeterkante die Hereingabe rechts neben den Kasten köpfte (40.). Überrascht wurde Oppermann bei einem abgefälschten 20-Meter-Schuss von Leroy Kwadwo, hielt die Kugel aber fest (45.). In der Nachspielzeit verhinderte Richter den zweiten Treffer, als er einen Schlenzer halblinks von Mael Corboz aus zwölf Metern aus dem oberen rechten Eck holte. Den Nachschuss setzte Putaro in die Wolken (45.+1). Direkt danach war Pause.

Pressekonferenz mit den Trainern >>

Auch im zweiten Durchgang kamen die Angriffsbemühungen der Löwen nicht richtig in Schwung, weil sie viel zu umständlich und ungenau agierten. In der 57. Minute kam bei den Sechzgern Phillipp Steinhart in die Partie, der in seinem letzten Spiel nach insgesamt 17 Saisonen die Kapitänsbinde von Jesper Verlaat übernahm. Der kurz zuvor eingewechselte Ex-Löwe Merveille Binakadi erhöhte in der 60. Minute auf 2:0. Fabian Klos wollte den Ball durchstecken, der wurde jedoch geblockt, landete vor den Füßen von Biankadi. Aus 17 Metern zog er im Zentrum direkt ab, traf unhaltbar für Richter ins obere Eck. Als Bielefelds Kapitän Fabian Klos in der 69. Minute bei seinem letzten Spiel ausgewechselt wurde, erhob sich das komplette Grünwalder Stadion, spendete ihm Applaus für eine außergewöhnliche Karriere. Eine Flanke von Fabian Greilinger aus dem linken Halbfeld verpassten am zweiten Pfosten die eingelaufenen Joël Zwarts und Fabian Greilinger (76.). Der nächste, der auf Löwen-Seite eine Großchance vergab, war Schröter. Oppermann hatte gegen Zwarts geklärt, Schröter kam an die Kugel, scheiterte aber mit seinem Schuss halblinks aus sechs Metern an Maximilian Großer, der für seinen geschlagenen Torwart auf der Linie die Chance vereitelte (81.). Die Sechzger versuchten bis zum Schluss alles, um wenigstens den Ehrentreffer zu erzielen. Doch an diesem Tage hätten sie wohl noch Stunden spielen können, ohne das etwas Zählbares dabei herausgesprungen wäre.

TRAINERSTIMMEN

Löwen-Trainer Argirios Giannikis war mit dem Beginn überhaupt nicht zufrieden. „Wir kamen nur zögerlich ins Spiel, haben vorm ersten Gegentor schlecht auf dem Flügel verteidigt.“ Sein Team hätte gebraucht, um Zugriff zu bekommen. „Wir haben keine gute 1. Halbzeit gespielt, wollten dann nach der Pause mehr Risiko gehen und bekommen dann durch einen Sonntagsschuss das 0:2.“ Unterm Strich hätte seiner Mannschaft die Energie gefehlt, „um heute was gegen starke Bielefelder zu holen.“ Der 43-Jährige gab Phillipp Steinhart nochmals die Bühne, um sich nach 17 Spielzeiten für die Löwen zu verabschieden. „Ich habe ihn als Vollprofi kennengelernt, der viel für den Verein geleistet hat.“ Nun gelte es, die Saison aufzuarbeiten und die entsprechenden Schlüsse für die kommende Spielzeit daraus zu ziehen.

Bielefelds Coach Michel Kniat sah sein Team sofort gut im Spiel. „Wir haben früh das erste Tor erzielt. Unterm Strich war es ein verdienter Sieg. Nur in ein, zwei Situationen mussten wir zittern. Zwei Tore gemacht, hinten zu Null gespielt – das ist ein perfekter Saisonabschluss.“ Einmal mehr lobbte Kniat die Atmosphäre im Grünwalder Stadion. „Ich komme gerne hierher. Die Stimmung ist fast so gut wie bei uns“, sagte er mit einem Augenzwinkern.

STENOGRAMM, 38. Spieltag, 18.05.2024, 13.30 Uhr

1860 München – DSC Arminia Bielefeld 0:2 (0:1)

1860: 15 Richter (Tor) – 20 Reich, 4 Verlaat, 35 Glück, 21 Kwadwo – 6 Rieder, 32 Bangerter – 17 Schröter, 7 Guttau, 39 Mouteba – 19 Lakenmacher.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 9 Zwarts, 11 Greilinger, 16 Reinthaler, 18 Kloss, 27 Ouro-Tagba, 29 Ludewig, 36 Steinhart, 37 Frey.

DSC: 22 Oppermann (Tor) – 24 Lannert, 23 Schneider, 19 Großer, 4 Oppie – 16 Corboz – 34 Putaro, 38 Wörl, 8 Schreck, 14 Momuluh – 9 Klos.
Ersatz: 1 Kersken (Tor) – 6 Özkan, 17 Biankadi, 25 Mizuta, 27 Gohlke, 29 Koch, 33 Lippert, 36 Lukas, 39 Wintzheimer.

Wechsel: Ouro-Tagba für Muteba (46.), Greilinger für Kwadwo (57.), Steinhart für Bangerter (57.), Zwarts für Lakenmacher (65.), Ludewig für Reich (82.) – Biankadi für Momuluh (57.), Mizuta für Putaro (57.), Koch für Klos (69.), Lukas für Oppie (76.), Lippert für Wörl (76.).

Tore: 0:1 Momuluh (7.), 0:2 Biankadi (60.).
Gelbe Karten: – Klos.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau); Assistenten: Kadir Yagci (Seitingen-Oberflacht), Kenny Abieba (Nürnberg); Vierter Offizieller: Felix Wagner (Glött).

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Spielbericht Spieltag 38

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