SECHZIGMÜNCHEN.
 

Faktencheck Racing Club de Strasbourg.

Die Löwen treffen im Trainingslager auf den Französichen Meister von 1979, Racing Straßburg. 

Die Löwen treffen im zweiten Testspiel während des Trainingslagers in Windischgarsten auf den französischen Ligue-1-Klub Racing Straßburg. Anpfiff in der DANA Arena (Am Sportfeld 1, 4580 Windischgarsten/Österreich) ist am Donnerstag, 4. Juli 2024 um 18 Uhr. Zudem wird das Spiel unter www.loewen-tv.live übertragen.

Der Racing Club de Strasbourg Alsace ist im deutschsprachigen Raum allgemein bekannt als Racing Straßburg oder lokal als „le Racing“. Alsace im Namen steht für das Elsass. Straßburg ist mit ihren rund 300.000 Einwohnern die Hauptstadt des Départements Bas-Rhin.

Die historische Region im Nordosten Frankreichs, die in der Rheinebene liegt und an Deutschland sowie die Schweiz angrenzt, stand jahrhundertelang abwechselnd unter deutscher und französischer Kontrolle. Früher war das Elsässische, auch Elsässerdeutsch genannt, weit verbreitet. Er vereint Elemente des alemannischen, südfränkischen und des in der Pfalz gesprochenen rheinfränkischen Dialekts. Einer, der diese Mundart perfekt beherrscht, ist Arsène Wenger. Der frühere Manager des FC Arsenal, der seine Trainerkarriere im Nachwuchs von Racing gestartet hatte, wurde am 22. Oktober 1949 in Straßburg geboren. Mit seinen Eltern und den beiden älteren Geschwistern lebte er in Duppigheim, einer Gemeinde unweit von Straßburg.

Das Zentrum des malerischen Straßburgs lohnt einen Besuch – nicht nur zum Fußball. Es liegt auf der Insel Grand Île im Fluss Ill und ist umringt von Kanälen. Das Straßburger Münster mit seiner charakteristischen asymmetrischen Form (der Südturm wurde nie gebaut) ist bis heute das Wahrzeichen des Elsasses. Es ist auch vom drei Kilometer entfernten deutschen Rheinufer, von den Vogesen und dem Schwarzwald aus sichtbar. Übrigens: Die Nord-Vogesen bilden zusammen mit dem Pfälzerwald auf deutscher Seite das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas.

Neben Wenger wurden auch Gilbert Gress und Valérien Ismaël in Straßburg geboren, waren dort als Spieler und Trainer aktiv. Ebenso zog es immer wieder deutsche Spieler ins Elsass, so z.B. Reinhard „Stan“ Libuda, Walter Kelsch, Thomas Allofs oder Wolfgang Rolff. Die Ultras von Racing nennen sich UB90 (Ultra Boys 90) und sind eng befreundet mit der Fanszene des Karlsruher SC, regelmäßige Unterstützung bei Heim- und Auswärtsspielen sind an der Tagesordnung. Auch deutschsprachige Anfeuerungsrufe sind bei Racing-Spielen zu hören, besonders „Jetzt geht's los!“ ist ein fester Bestandteil des Gesangsrepertoires. Seit längerer Zeit gibt es auch eine Freundschaft mit den Ultras von Sturm Graz.

Die Heimspiele trägt der Klub seit dem Jahr 1914 im Stade de la Meinau aus, das Platz für 26.109 Zuschauer bietet. Der Verein wurde 1906 als FC Neudorf, benannt nach dem Straßburger Vorort Neudorf, gegründet. Nachdem das Reichsland Elsass-Lothringen 1919 wieder an Frankreich gefallen war, wurde er zunächst in RC Strasbourg-Neudorf, dann 1921 in Racing Club de Strasbourg umbenannt. Der Name wurde dabei in Anlehnung an den damals prestigeträchtigsten Fußballklub Frankreichs, den Pariser Racing Club de France gewählt. In den 1970er Jahren hieß der Verein zeitweise Racing Pierrots Strasbourg Meinau. 1979 feierte man mit der Französischen Meisterschaft den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Dadurch spielte Racing in der Folgesaison im Europapokal der Landesmeister, der heutigen Champions League. Dort scheiterten die Elsässer im Viertelfinale an Ajax Amsterdam.

2010 stieg Racing zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die 3. Liga ab, doch es sollte noch schlimmer kommen. Aufgrund einer Insolvenz ging es 2011 bis in Liga fünf runter. Ähnlich wie bei den Löwen blieb die Zuschauerunterstützung auch dort ungebrochen. Zum „Derby“ gegen den FC Mulhouse – dem ersten seit Januar 1992 – füllten 20.004 Besucher Anfang April 2013 das Stade de la Meinau und stellten damit eine neue Höchstmarke für ein Viertligaspiel in Frankreich auf. Ab 2016 spielte Racing wieder professionell in der Ligue 2. Gleich in der ersten Saison holten sie die Zweitligameisterschaft mit einem 2:1-Sieg am letzten Spieltag gegen den FC Bourg-Péronnas und krönten damit den Durchmarsch ins Oberhaus.

Seitdem sind die Elsässer wieder ein fester Bestandteil der Ligue 1. Seit letztem Jahr ist Patrick Vieira, der Weltmeister von 1998, Trainer der Blau-Weißen. Als Spieler war der 48-Jährige für die europäischen Top-Klubs AC Mailand, FC Arsenal, Juventus Turin, Inter Mailand sowie Manchester City aktiv und absolvierte 107 Länderspiele für die Équipe tricolore. 

Wer die Partie der Sechzger gegen Straßburg vor Ort verfolgen will, kann wie immer über die Homepage des Teamhotels der Löwen – Dilly DAS NATIONALPARK RESORT – Karten für die DANA Arena buchen. Stehplatz-Tickets gibt es für 15 €, Kinder von 7 bis 14 Jahren zahlen 10 € und für Kinder unter 7 Jahren ist der Eintritt frei. Auch VIP-Tickets werden angeboten. Der Preis von 65 € enthält einen Sitzplatz, Jausenbuffet und Getränke (Bewirtung von 17.00 bis 20.15 Uhr). Alle anderen können das Spiel als Stream unter www.loewen-tv.live verfolgen.

Name Racing Club de Strasbourg Alsace
Gründung 01.01.1906
Stadion Stade de la Meinau (26.109 Plätze)
Trainer Patrick Vieira (seit 02.07.2023)
Größte Erfolge Französischer Meister 1979; Französischer Pokalsieger 1951, 1966, 2001; Gewinner des Ligapokals 1997, 2005, 2019
Vereinsfarben blau-weiß
Platzierung Saison 2023/2024 13. Platz in Ligue 1 (34 Spiele, 10 Siege, 9 Unentschieden, 15 Niederlagen), Torverhältnis: 38:50
Bester Torschütze Emanuel Emegha (8 Tore)

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