SECHZIGMÜNCHEN.
 

1:2-Niederlage: Schiedsrichter verhilft Duisburg zum Sieg.

Michael Liendl traf mit einem Sonntagsschuss in der 64. Minute zur Löwen-Führung. 

Die Löwen wurden bei der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg vom Schiedsrichtergespann um Thorben Siewer verpfiffen. Nach der 1:0-Führung durch Michael Liendl (64.) gab der Unparteiische für die Zebras einen Treffer, bei dem der Kopfball von Thomas Bröker nicht die Linie in vollem Umfang überschritten hatte (74.). In der 80. Minute schickte er Milos Degenek mit einer zweifelhaften Gelb-Roten Karte vom Feld. In Überzahl erzielte Victo Obinna den Siegtreffer für den MSV (85.).

Personal: Löwen-Cheftrainer Benno Möhlmann musste im Spiel in Duisburg auf Maximilian Wittek (Kapselverletzung im linken Knie), Guillermo Vallori (Trainingsrückstand), Dominik Stahl (Achillessehnenreizung), Rodnei (Trainingsrückstand), Krisztian Simon (Kreuzbandriss), Goran Sukalo (Aufbautraining), Stephan Hain (muskuläre Probleme), Gary Kagelmacher (5. Gelbe Karte), Richard Neudecker (Schambeinentzündung) und Vladimir Kovac (Aufbautraining) verzichten. Nico Karger und Michael Netolitzky wurden für die Regionalliga-Mannschaft abgestellt. Vier Änderungen gab es in der Startelf im Vergleich zum letzten Spiel gegen Fürth: Den gesperrten Kagelmacher ersetzte Milos Degenek als Rechtsverteidiger, auf der linken Defensivseite kam Jannik Bandowski für Sertan Yegenoglu zum Einsatz und Valdet Rama erhielt auf der offensiven Außenbahn den Vorzug vor Levent Aycicek. Dann fiel beim Warmmachen auch noch Christopher Schindler mit Schwindelanfällen aus. Für ihn rückte Daniel Adlung ins Team, Kai Bülow übernahm die Position von Schindler.

Spielverlauf: Erstmals kamen die Löwen nach etwas mehr als acht Minuten gefährlich vors Duisburger Tor. Nach einem Zuspiel von Jannik Bandowski setzte Valdet Rama zum Sololauf an, zog von links in die Mitte, sein Flachschuss aus 17 Metern kam aber zu zentral, so dass Michael Ratajczak damit keine Probleme hatte (9.). Einen Freistoß aus dem Halbfeld schlug in der 14. Minute Michael Liendl an den Torraum, Kai Bülow versuchte die Kugel zu erreichen, Ratajczak kam spät aus seinem Tor, erwischte mit der Faust den Löwen-Verteidiger am Kopf, der benommen liegen blieb und behandelt werden musste. Zum Glück für die Löwen-Defensive konnte Bülow weiterspielen. Daylon Claasen legte nach einem Dribbling im Strafraum zurück auf Romuald Lacazett, dessen 18-Meter-Schuss blockte Kevin Wolze, der Franzose kam erneut an den Ball, schoss ihn aber aus dem Stand links am Pfosten vorbei (21.). Eine Minute später brachte Victor Obinna einen Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich vors Tor, doch Adlung konnte gegen Kingsley Onuegbu und Enis Hajri per Kopf klären (22.). Auf der anderen Seite kam Bülow nach einer Liendl-Ecke aus sechs Metern am zweiten Pfosten zum Kopfball, hatte aber zu viel Rücklage und konnte die Kugel nicht mehr aufs Tor drücken (27.). Eine Flanke von Milos Degenek aus dem rechten Halbfeld hätte Thomas Meißner beinahe vor Sascha Mölders ins eigene Tor geklärt. Nur knapp ging der Ball am rechten Pfosten vorbei (28.). In der 36. Minute konterte der MSV über Obinna. An seiner scharfen Hereingabe von der rechten Grundlinie segelten sowohl Jan Mauersberger als auch Onuegbu vorbei. Bei einem Konter der Zebras kurz vor der Pause rettete Adlung als letzter Mann gerade noch gegen den schnellen Obinna, der frei durchgewesen wäre (42.). Die Löwen waren in der 1. Halbzeit das bessere von zwei nervösen Teams, konnten aber die sich bietenden Räume aufgrund von vielen Fehlpässen nicht nutzen.

STIMMEN Stefan Ortega: »Wie will er das gesehen haben?«

Gleich die erste gefährliche Szene im zweiten Durchgang hatte es in sich. Rama dribbelte über links in den Strafraum, ließ Steffen Bohl stehen, zog die Grundlinie entlang, Ratajczak warf sich ihm entgegen, machte das kurze Eck zu und begrub den Ball unter sich (54.). Ein Fernschuss in der 60. Minute aus 20 Metern rutschte Adlung über den Spann. Mit einem Traumtor brachte Liendl die Löwen in Führung. In zentraler Position bekam er den Ball von Degenek, fackelte nicht lange, zog aus 28 Metern mit links ab und traf zum 1:0 ins rechte Kreuzeck (64.). Rama versuchte sich in der 69. Minute von der gleichen Position, sein Schuss kam aber zu zentral auf Ratajczak. Der Albaner verletzte sich dabei, wurde kurz danach für Levent Aycicek ausgewechselt. Wenig später senkte sich eine Flanke von Wolze aus dem linken Halbfeld gefährlich aufs Löwen-Tor, Stefan Ortega musste sich strecken, wischte die Kugel aus dem oberen linken Eck (72.). Aus dem Nichts der Ausgleich, der zudem kein reguläres Tor war. Der kurz zuvor eingewechselte Thomas Bröker köpfte eine Rechtsflanke von Bohl an den Innenpfosten, der Ball sprang die Linie entlang, Ortega boxte ihn weg, doch Linienrichter Fabian Maibaum, der 30 Meter entfernt stand, hob die Fahne. Sehr zum Leidwesen der Löwen folgte Schiedsrichter Thorben Siewer seinem Assistenten: 1:1 (74.). In der 80. Minute schickte der Unparteiische Degenek mit Gelb-Rot vom Feld. Auch diese Entscheidung war völlig überzogen, weil James Holland auf den Löwen-Verteidiger auflief. Damit waren die Löwen in den letzten zehn Minuten nur noch zu Zehnt. Fünf Minuten später wurden die Sechzger zum dritten Mal bestraft. Feltscher hatte von rechts geflankt, der Ball kam zu Obinna, der aus acht Metern frei zum Abschluss kam, abgefälscht von Claasen das 2:1 erzielte (85.). In der 88. Minute konterten die Zebras. Nico Klotz legte von der rechten Strafraumseite zurück auf Onuegbu, der kam aus neun Metern frei zum Schuss, hämmerte die Kugel an die Unterkante der Latte. Diesmal gab der Schiedsrichter aber keinen Treffer. In der 3. Minute der Nachspielzeit wehrte Ratajczak einen Freistoß von Liendl mit den Fäusten nach vorne ab, Adlung kam an die Kugel, schoss sie aber aus elf Metern übers rechte Kreuzeck. Damit war die Niederlage besiegelt.

STENOGRAMM: 30. Spieltag, 15.04.2016, 18.30 Uhr

MSV Duisburg - 1860 München 2:1 (0:0)

MSV: 1 Ratajczak – 28 Bohl, 25 Meißner, 3 Hajri, 27 Poggenberg – 23 Holland, 38 Özbek – 36 Chanturia, 17 Wolze – 10 Onuegbu 15 Obinna. 
Ersatz: 30 Lenz (Tor) – 4 Bomheuer, 8 Bröker, 13 Janjic, 14 Albutat, 19 Klotz, 21 Feltscher.

1860: 24 Ortega – 30 Degenek, 4 Bülow, 2 Mauersberger, 17 Bandowski – 11 Adlung, 38 Lacazette – 7 Claasen, 10 Liendl, 20 Rama – 13 Mölders.
Ersatz: 1 Eicher (Tor) – 9 Mugosa, 19 Okotie, 23 Beister, 33 Aycicek 37 Yegenoglu. 

Wechsel: Klotz für Chanturia für Wolze (70.), Bröker  für Poggenberg  (73.), Feltscher für Bohl (78.) – Aycicek für Rama (71.), Okotie für Mölders (77.), Beister für Bandowski (87.).

Tore: 0:1 Liendl (64.), 1:1 Bröker (74.), 2:1 Obinna (85.).
Gelbe Karten: Ratajczak – Bülow, Mauersberger.
Gelb-Rote Karte: Degenek (80., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 22.482 in der Schauinsland-Reisen-Arena.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen); Assistenten: Jan Seidel (Oberkrämer), Fabian Maibaum (Hagen); Vierter Offizieller: Christof Günsch (Marburg).

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