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Vor Würzburg: Gorenzel & Köllner loben Charakter des Teams.

Sieht trotz 16 ungeschlagenen Spielen noch Luft nach oben: Löwen-Trainer Michael Köllner. 

Einen „Wumms“ fordert Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel vor dem Heimspiel am Samstag, 6. Juni 2020, Anpfiff 14 Uhr, gegen den FC Würzburger Kickers. Ähnlich wie Finanzminister Olaf Scholz hält er ein Maßnahmen-Paket für die Löwen für nötig, um die Einnahmenverluste durch die Corina-Krise aufzufangen. Sportlich sieht er die Mannschaft auf dem richtigen Weg.

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Der 48-jährige Löwen-Geschäftsführer hat zuletzt intensiv das Bemühen der Bundesregierung verfolgt, die Wirtschaft nach dem Lockdown wieder anzukurbeln. „Da gibt es viele parallelen, inhaltlich und im wirtschaftlichen Bereich. Auch Sechzig braucht mittelfristig ein Maßnahmen-Paket, einen Wumms.“ Das sei aber Aufgabe des kaufmännischen Bereichs. „Ich muss den Fokus auf den Sport lenken, obwohl viele Spieler nicht wissen, wie es vertraglich weitergeht.“

Aber genau da liegt das Problem. So lange der Etat für die kommende Saison nicht feststeht und freigegeben ist, stocken die Verhandlungen mit den Spielern. Efkan Bekiroglu ist bereits abgesprungen. „Ich gehe ehrlich und authentisch mit der Mannschaft um, spreche mit den Spielern und telefoniere viel mit Beratern“, schildert Gorenzel seine Vorgehensweise. „Ich habe klar kommuniziert, wo und wie wir stehen.“ Dass dieser Weg der richtige ist, sieht der Österreicher in der Leistung des Teams begründet. „Ich ziehe meinen Hut davor, wie charakterstark die Mannschaft auftritt, alles andere ausblendet. “

Ähnlich empfindet es Cheftrainer Michael Köllner. Trotz der widrigen Umstände beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern – komplizierte Anreise unter der Woche, einen Tag weniger Pause als der Gegner – habe sein Team eine „hohe Schlagzahl“ an den Tag gelegt, habe „fußballerisch“ das Spiel angenommen, ein „Feuerwerk“ abgebrannt. „Leider haben wir es verpasst, in Führung zu gehen. Mit dem Unentschieden haben wir unser Minimalziel erreicht.“

Die Würzburger Kickers bezeichnet Köllner als „deutlich schwereren Gegner als Kaiserslautern. Sie sind Tabellennachbarn und verfügen über ein offensivstarkes Team.“ Zum Glück habe seine Mannschaft die Reise in die Pfalz personell gut überstanden. Trotzdem kündigt der 50-Jährige für das dritte Spiel innerhalb von sechs Tagen Veränderungen an. „Taktisch sind wir ohnehin variabel.“

Aaron Berzel wird gegen die Unterfranken noch keine Alternative sein. „Es reicht noch nicht“, sagt der Trainer. „Er ist schmerzfrei und auf einem guten Weg, aber noch nicht für ein robustes Drittligaspiel bereit. Wir würden ihm keinen Gefallen tun“, bremst Köllner den Heidelberger aus, der wie die anderen nicht im Kader stehenden Spieler direkt nach der Partie gegen Würzburg eine Trainingseinheit an der Grünwalder Straße 114 absolvieren wird. Mit Semi Belkahia ist auch der letzte verletzte Spieler unter der Woche ins Mannschaftstraining eingestiegen.

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In den beiden Partien nach dem Re-Start mussten die Löwen jeweils einem Rückstand hinterherlaufen. Köllner wurde deshalb gefragt, was passieren muss, damit sein Team mal wieder in Führung geht. Mit seinem Oberpfälzer Humor antwortete er trocken: „Am besten das erste Tor schießen!“ Der Trainer fordert eine bessere „Konterabsicherung“, führt das teilweise aber auch auf „fehlenden Spielrhythmus in den verschiedenen Mannschaftsteilen“ durch die Pause zurück.

Gegen Duisburg konnten die Löwen das Spiel nach 0:2 komplett drehen, gegen Kaiserslautern reichte es nur zu einem 1:1. „Es war klar, dass es hinten raus schwierig wird. Aber wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert.“ Das sei auch ein probates Mittel für die kommenden Englischen Wochen. „Je mehr Kontrolle du hast, umso weniger musst du laufen“, lautet seine Maxime.

Natürlich gibt es trotz der Serie von 16 Spielen noch genug Luft nach oben. Dazu zählen neben der Absicherung bei Kontern auch die Offensivstandards. „Wir sind mit unserem Latein nicht am Ende, versuchen in allen Bereichen das Optimum zu erreichen“, so Köllner, der darauf erpicht ist, dass sich jeder einzelne Spieler weiterentwickelt – nicht nur die ersten 18.

Deshalb ist dem Fußball-Lehrer auch nicht bange, dass mit Sascha Mölders, Efkan Bekiroglu und Tim Rieder gleich drei Stammspielern eine Gelbsperre droht. „Da bekomme ich keine Panik. Ich hab‘ ja auch schon zwei Gelbe Karten.“ Schließlich verfüge er über einen starken Kader, in dem jede Position doppelt besetzt ist. „Quirin Moll war in Kaiserslautern voll auf der Höhe, als er reingekommen ist“, führt Köllner den Mittelfeldspieler als Beispiel an.

Ob die Ungeschlagen-Serie bei seinem Team Druck erzeuge, wurde Köllner gefragt. „Druck gibt uns Würzburg“, so seine prompte Antwort.„Durch die Serie haben wir Selbstvertrauen und ein gewisses Selbstverständnis. Auf der anderen Seite ist sie auch Ansporn für den Gegner. Für uns spielt die Serie eine untergeordnete Rolle. Wir wollen einfach ein starkes Spiel liefern.“

Die Mainfranken, da ist sich Köllner sicher, werden mit der „drittbesten Offensive“ sein Team auf die Probe stellen. Einige Spieler des Kontrahenten haben bereits unter dem Löwen-Trainer gespielt. Der freut sich auf ein Wiedersehen, stellt aber klar: „Ab 14 Uhr am Samstag gibt es für 90 Minute keine Freunde auf dem Platz. Würzburg hat eine klasse Mannschaft mit riesigen Einzelspielern. Es ist ein hochkarätiger Gegner, der um den Aufstieg spielt.“ Letztlich um „Wille und Einstellung“, die für Erfolg entscheidend sind.

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 17 Wein, 23 Rieder, 13 Erdmann – 28 Paul, 20 Bekiroglu, 14 Dressel, 36 Steinhart – 10 Gebhart – 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 39 Bonmann, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 2 Weeger, 3 Lang, 4 Weber, 5 Moll, 8 Seferings, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 18 Karger, 19 Niemann, 21 Owusu, 24 Ziereis, 25 Willsch, 27 Belkahia, 33 Klassen, 34 Böhnlein.
Nicht dabei: 22 Berzel (Trainingsrückstand nach Bänderriss im Sprunggelenk), 27 Belkahia (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss).

FWK: 33Verstappen (Tor) – 34 Ronstadt, 14 Hansen, 27 Schuppan, 5 Kwadwo – 7 Kaufmann, 8 Gnaase, 12 Sontheimer, 38 Herrmann – 9 Baumann, 16 Pfeiffer.
Ersatz: 1 Bätge (Tor) – 3 Hoffmann, 6 Zulciak, 11 Sané, 13 Frisorger, 17 David, 18 Breunig, 19 Ibrahim 22 Hägele, 23 Kraus, 25 Meisel, 30 Rhein, 31 Widemann.
Nicht dabei: 10 Vrenezi (5. Gelbe Karte), 21 Hemmerich (Innenbandzerrung), 40 Müller (Knieverletzung).

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen); Assistenten: Gaetano Falcicchio (Konstanz), Lars Erbst (Gerlingen).

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