SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Lübeck wird uns das Leben schwer machen!“

Zu früh gefreut: Löwen-Trainer Michael Köllner und sein Team müssen auch im Heimspiel gegen Lübeck auf Fans verzichten. 

Die Löwen müssen auch im zweiten Heimspiel gegen den VfB Lübeck am Samstag, 10. Oktober 2020, Anpfiff 14 Uhr, ohne ihre Fans auskommen. Aufgrund der Pandemie-Lage in München wurde am Freitag die Genehmigung, 1.500 Zuschauern ins Grünwalder Stadion zu lassen, kurzfristig zurückgezogen. Lediglich MAGENTA SPORT zeigt die Partie live. Als Zusammenfassung ist das Spiel in Blickpunkt Sport ab 17.15 Uhr und in der ARD Sportschau ab 18 Uhr zu sehen.

Keine Zuschauer gegen Lübeck und Saarbrücken zugelassen.

Löwen-Cheftrainer Michael Köllner gab in der Pressekonferenz seiner Freude Ausdruck, endlich wieder vor Zuschauern spielen zu können, hatte aber schon eine Vorahnung: „Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass eins sicher ist, dass eben nichts sicher ist!“ Kurz danach kam die behördliche Absage.

Mit dem bisherigen Start in die Punkterunde ist der 50-jährige Coach zufrieden. Nicht nur, weil es der beste Saisonstart der Sechzger seit 14 Jahren war, sondern weil Köllner die bisherigen Partien mit den gleichen Gegner aus der Vorsaison verglich. Damals gab es in Meppen und Zwickau sowie zu Hause gegen Magdeburg jeweils Unentschieden. „Jetzt haben wir sieben Punkte bei identischen Voraussetzungen“, sieht er eine positive Entwicklung bei seinem Team, das sich die Woche über akribisch auf Lübeck vorbereitet habe.

Dabei verletzte sich Niklas Lang bei einem Zweikampf am Sprunggelenk, fällt mehrere Wochen aus. Es sei für den 18-Jährigen bitter, der sich nah an die Startelf ran gearbeitet hätte. „Er stand Gewähr bei Fuß. Aber sowas kommt vor. Fußball ist Kontaktsport. Jeder versucht sich im Training anzubieten“, so Köllner. Die Behandlung des Youngsters erfolge konservativ. „Wir werden alles dafür tun, das Niki gestärkt zurück kommt.“

Neben Lang wird auch Tim Linsbichler definitiv nicht im Lübeck-Kader zu finden sein. „Er befindet sich noch im Aufbau“, sagt Köllner über den Stürmer, der zuletzt bei Hoffenheim II unter Vertrag stand und über ein halbes Jahr kein Spiel mehr absolvierte. Er reagiere noch auf Belastung, weshalb eine sorgfältige Steuerung nötig sei. Gerade für einen Stürmer sei Fitness enorm wichtig. „Er muss das Pressing gut einleiten und den Gegner hart anlaufen. Das fehlt bei Tim noch.“ Bei Richard Neudecker sei das ähnlich gelagert gewesen. Der kontinuierliche Aufbau habe sich bei ihm gelohnt, war er doch an beiden Löwen-Treffern in Zwickau mit dem vorletzten Pass beteiligt. „Richy ist schon länger dabei. Aber er war auch froh, als ich ihn in Zwickau runtergeholt habe.“ Für das laufintensive Sechzger-Spiel, so Köllner, „braucht jeder hundertprozentige Fitness.“

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Der Löwen-Trainer rechnet mit einem „Aufsteiger, der uns das Leben sehr schwer macht“. Punktetechnisch hätten die Hanseaten keinen guten Start hingelegt, zuletzt aber gegen den MSV Duisburg zu Hause 1:1 gespielt. „Sie werden mit aller Macht den ersten Dreier bei uns anstreben. Es wird ein hartes Stück Arbeit.“

Das Team des österreichischen Trainers Rolf Landerl spielt hinten eine Dreier- bzw. Fünferkette und vorne mit zwei Spitzen. „Wir müssen versuchen, über unser Kurzpassspiel vors gegnerische Tor zu kommen, hart pressen und ein gutes Umschaltspiel zeigen“, erklärt Köllner die Marschroute.

Lübeck vollzog trotz des Aufstiegs einen großen Umbruch. „Zuletzt haben sie nochmals zwei gute Spieler verpflichtet.“ Der eine ist Außenbahnspieler Pascal Steinwender, der vom SC Paderborn ausgeliehen wurde, der andere Mittelfeldspieler Ersin Zehir. Der gebürtige Lübecker kam ebenfalls auf Leihbasis vom FC St. Pauli. Beide sind in München spielberechtigt.

In Anbetracht der Nachverpflichtungen sagt Köllner: „Es wird sicher keine leichte Übung. Wir müssen top performen, um die drei Punkte zu holen. Aber ich bin guter Dinge, weil die Mannschaft eine gute Trainingswoche hatte. Das ist für uns essentiell.“

Auch wenn Köllner mit der bisherigen Entwicklung zufrieden ist, sieht er einiges Verbesserungspotential. „Gegen Meppen haben wir offensiv ein gutes Spiel gemacht. Im Heimspiel gegen Magdeburg haben wir die Durchschlagskraft vermissen lassen, standen aber sehr kompakt.“ Die kompletteste Leistung boten die Löwen in Zwickau, weshalb sich der Coach tierisch ärgerte, dass alles auf den nicht gegebenen Elfmeter für die Gastgeber reduziert wurde. „Dem standen zwei Riesenmöglichkeiten von uns gegenüber. Wir waren keinesfalls in Dauerbeschuss.“ Außerdem würde in der Spielanalyse nicht die Qualität des Gegners berücksichtigt werden. „Ich glaube, dass Zwickau im ersten Drittel der Tabelle stehen wird.“

Sein Team habe „kontinuierlich in allen Bereichen“ bisher zugelegt. Als Trainer freut sich Köllner besonders über die gezeigte Leistung von Marius Willsch und Phillipp Steinhart in Zwickau. „Das war Extraklasse. Die beiden hat nicht jeder auf dem Schirm. Sie haben einen bärenstarken Job gemacht.“ Köllner stellte klar, dass er als Coach nicht nur für die Entwicklung junger Spieler zuständig sei, „sondern auch dafür, dass die Älteren noch Grenzen durchbrechen können.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 31 Neudecker, 8 Tallig, 14 Dressel, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 11 Greilinger, 13 Erdmann, 19 Pusic, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 22 Linsbichler, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 3 Lang (Sprunggelenksverletzung).

VfB: 32 Raeder (Tor) – 16 Malone, 17 Grupe, 27 Rieble – 39 Riedel, 8 Mende, 13 Thiel – 10 Deichmann, 31 Boland – 34 Hobsch, 9 Röser.
Ersatz: 23 Luyambula (Tor) – 2 Weissmann, 4 Chana, 11 Hebisch, 18 Deters, 20 Okungbowa, 21 Kircher, 22 Steinwender, 31 Zehir, 33 Benyamina, 35 Wolf.
Nicht dabei: 3 Hertner (Bänderriss), 5 Feka (Trainingsrückstand), 6 Ramaj (Schlüsselbeinbruch), 7 Rüdiger (Muskelbündelriss), 14 Lippert (Nierenstein-OP), 19 Shalom (Meniskusriss).

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assitenten: Tom Bauer (Mainz), Andreas Hummel (Betzigau).

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