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Köllner vor Waldhof: „Wir müssen resoluter werden!“

Der Blick bei Michael Köllner (li.) und Günther Gorenzel (re.) geht nach vorne, die unnötige Niederlage gegen Viktoria Köln ist abgehakt. 

Zum Jahresabschluss gibt es in der 3. Liga nochmals eine Englische Woche. Für die Löwen beginnt diese am Samstag, 12. Dezember 2020, mit dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim. Anpfiff ist um 14.03 Uhr. Live kann die Partie bei MAGENTA SPORT und im BR Fernsehen sowie im Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio verfolgt werden.

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Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel ging in der Spieltagspressekonferenz zunächst nochmals auf Martin Pusic ein, rechtfertigte seine Vorgehensweise, die letztlich Anfang dieser Woche zur Vertragsauflösung mit dem Österreicher geführt hatte. „Wir sind sehr sensibel mit diesem Thema umgegangen, nachdem sich Martin vertraulich an uns gewandt hatte, weil wir weder Depressionen noch andere private Dinge ausschließen konnten.“ An Gerüchten, so der 48-Jährige, werde er sich nicht beteiligen. „Es ist für ihn eine sehr belastende private Situation. Wir wünschen, dass er diese als Mensch gut meistert.“

Die freiwerdenden Mittel durch die Vertragsauflösung werde man in der Wintertransferperiode nutzen, um eine „Ersatzlösung“ zu finden. Es gebe eine Spielerliste, die es nun abzuarbeiten gilt. In diesem Zusammenhang verwies Gorenzel nochmals darauf, dass ansonsten keine Nachverpflichtungen im Etat vorgesehen sind. „Der Spieleretat ist exakt der gleiche wie letzte Saison. Ich ordne ihn im Mitteldrittel der 3. Liga ein.“

Cheftrainer Michael Köllner schaut ebenfalls nach vorne. „Es ist alles gesagt. Martin war ein Spieler von mir, deshalb fühle ich besonders mit und wünsche ihm, dass sich privat alles zum Positiven fügt.“ Durch das Fehlen des Angreifers hat der Trainer bis zur Winterpause eine Option weniger. Zudem musste er unter der Woche zwei zusätzliche Ausfälle beklagen. Johann Ngounou Dyajo verletzte sich an der Hüfte, Ahanna Agbowo am Sprunggelenk. Für beide dürfte das Spieljahr beendet sein. Dazu fehlen Dennis Dressel und Daniel Wein gegen Mannheim aufgrund ihrer Sperren.

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Überraschend klar positionierte sich der Löwen-Coach bereits einen Tag vor dem Spiel, wer Wein ersetzt. Es wird Dennis Erdmann sein. „Wir werden gegen Waldhof eine ganz junge Bank haben“, so Köllner, jedoch ohne Niklas Lang: „Es reicht noch nicht ganz!“ Zwar sei er wieder voll im Wettkampftraining, „aber er braucht noch Sicherheit in den Abläufen“.

Noch immer ist der 50-jährige Fußball-Lehrer von der 1:2-Niederlage bei Viktoria Köln genervt, „weil wir hätten gewinnen müssen, so wie wir die ersten 30 Minuten gespielt haben“. Nicht nur er, die gesamte Mannschaft sei unzufrieden gewesen. „Wir haben im gegnerischen Strafraum einfach zu viel liegengelassen.“ Die Viktoria ihrerseits habe nur eine Chance vor der Pause gehabt, die gleich zum 1:1 führte. „Dadurch haben wir den Gegner zurück ins Spiel geholt. Im Moment ist unsere Statik nicht ausgewogen, wir sind nach Führungen zu hektisch.“

Genau das wurde unter der Woche thematisiert. Denn zuletzt viel nach Führungen zu schnell der Ausgleich. „Wir dürfen nicht nur verwalten, sondern müssen die Chancen nutzen, um die Führung auszubauen.“ Trotz der Negativserie von fünf Spielen ohne Sieg sieht Köllner keine Zerfallserscheinungen. „Klar waren die letzten Wochen ärgerlich und enttäuschend. Trotzdem ist es wichtig, dass du die Dinge unter der Woche gut erledigst. Arbeit führt zu Entwicklung, Entwicklung zu Leistung und irgendwann dann auch zu den entsprechenden Ergebnissen.“ Deshalb mache es für ihn keinen Sinn, nach hinten zu blicken und jedes Spiel auf dem Seziertisch auseinanderzunehmen. „Wir haben gut trainiert, die Jungs haben Gas gegeben und sind für die Englische Woche gut gerüstet. Gegen Mannheim bedarf es wieder einer Topleistung – nicht nur über 30 Minuten.“

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Den letztjährigen Aufsteiger bezeichnet Köllner als „richtig starke Mannschaft“, der verletzungstechnisch einige Rückschläge zu verkraften habe. Dazu käme noch die Belastung des Nachholspiels am Dienstagabend in Meppen, bei dem sich Innenverteidiger Jesper Verlaat verletzt und Arianit Ferati (Köllner: „Ein wichtiger Spieler für den Übergang ins letzte Drittel“) die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hatte. „Das ist eine bittere Pille für Mannheim.“ Aber sein Team müsse ebenfalls einige Ausfällte kompensieren. „In Köln haben wir leichtfertig die Punkte hergegeben. Diesmal müssen wir bis zum Schluss dranbleiben.“ Egal, in welcher Verfassung und Systematik die Kurpfälzer in München antreten, die Zielsetzung ist klar: „Wir wollen das Spiel zu gewinnen!“

Dabei genüge es nicht, nur einen guten Fußball zu spielen. Köllner mahnt eine „starke Ergebnisorientierung“ an. „Das ist der nächste Schritt, den wir gehen müssen: Vorne die Chancen nutzen, hinten die Fehlerquote minimieren und insgesamt resoluter werden.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 13 Erdmann – 8 Tallig, 31 Neudecker, 11 Greilinger – 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 18 Knöferl, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 3 Lang (Aufbautraining), 14 Dressel (Rot-Sperre), 17 Wein (5. Gelbe Karte), 20 Agbowo (Sprunggelenksverletzung), 21 Ngounou Djayo (Hüftprobleme), 22 Linsbichler (Aufbautraining).

SVW: 23 Bartels (Tor) – 27 Gohlke, 5 Seegert, 22 Just – 17 Costly, 35 Saghiri, 7 Ünlücifci, 19 Donkor – 16 Garcia, 9 Boyamba – 11 Martinovic.
Ersatz: 1 Königsmann (Tor) – 3 Kouadio, 18 Gouaida, 20 Osei Kwadwo, 21 dos Santos, 29 Jurcher, 31 Hofrath.
Nicht dabei: 4 Verlaat (Muskelfaserriss), 6 Schuster (Leistenbruch), 8 Diring (Knorpelschaden), 10 Ferati (5. Gelbe Karte), 13 Christiansen (Einblutung im Oberschenkel), 14 Roczen (Innenbandriss im Knie), 26 Marx (Entzündung der Patellasehne).

Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn); Assistenten: Niklas Dardenne (Nettersheim), Nico Fuchs (Odenthal).

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