SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner fordert in Saarbrücken „leidenschaftliches Zweikampfspiel“.

Sieht sich bei den Löwen als Häuslebauer: Cheftrainer Michael Köllner. 

Für die Löwen geht es am Samstag, 20. Februar 2021, zum 1. FC Saarbrücken. Die Partie wurde kurzfristig vom Ludwigsparkstadion ins nahegelegene Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen verlegt. Anpfiff ist um 14 Uhr. Die Partie ist diesmal nur bei MAGENTA SPORT live zu sehen. Außerdem berichtet das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ ab 13.45 Uhr vom Spiel.

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Löwen-Cheftrainer Michael Köllner hofft, dass die Partie auch tatsächlich im Ludwigspark stattfinden kann. Am Mittwochabend wurde nämlich das Nachholspiel der Saarländer gegen den FSV Zwickau eine Stunde vor Anpfiff abgesagt. Köllner sieht aber in der „Kurzfristigkeit“ ein Indiz dafür, „dass Saarbrücken alles unternimmt, um spielen zu können“. Als alternatives Ausweichstadion stünde die Arena des FSV Frankfurt zur Verfügung, weil sich der Regionalligist aufgrund von Corona-Fällen derzeit in Quarantäne befindet und selbst nicht spielen kann. Ein umswitchen wäre Köllner allemal lieber als eine Spielabsage. „Am liebsten spielen wir aber in Saarbrücken.“

Das würde auch am besten in die Planungen passen. Denn nach dem Abschlusstraining am Freitag geht’s mit dem Bus in die saarländische Landeshauptstadt, wo der Löwen-Tross vor der Partie übernachtet. Frankfurt wäre schon etwas komplizierter. „Wir beschäftigen uns nicht mit Dingen, die nicht in unseren Händen liegen. Wir müssen flexibel sein“, nimmt es Köllner wie es kommt. Überraschend bekam der FCS dann vom DFB eine Genehmigung für das Hermann-Neuberger-Stadion im über etwas mehr als zehn Kilometer entfernten Völklingen.

Ungern denken die Löwen an das Hinspiel zurück, das mit 1:2 im Grünwalder Stadion verloren wurde. Es war die erste Saisonniederlage für die Sechzger. „Mich ärgern alle Niederlagen“, sagt der 51-jährige Köllner. „Wir haben das Spiel gemacht, hatten alles im Griff und trotzdem verloren.“ Auch wenn es in den letzten beiden Spielen keinen Dreier gab, sieht der Oberpfälzer sein Team wesentlich weiter als in der Vorrunde. „Gegen Saarbrücken haben wir die eine oder andere Chance zugelassen, gegen Zwickau waren es gerade zwei und gegen Rostock keine.“ Es sei immer schwierig, gegen kompakt organisierte Mannschaften zu Möglichkeiten zu kommen. „Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind wir zufrieden, müssen aber die nächsten Schritte auf dem Schirm haben.“

Sein Team spiele bei eigenem Ballbesitz und gegen den Ball verlässlich. Im Training sei es immer wieder ein Thema, „wie wir gegen Bollwerke spielen müssen, die nur auf den Lucky Punch lauern“. Es sei „mental schwierig“ gegen Mannschaften, die wenig Raum zulassen. Kurzpassspiel und Spielverlagerungen seien da probate Mittel, um solchen Gegner zu begegnen.

Löwen spielen in Völklingen gegen Saarbrücken.

Saarbrücken sei eher eine „fußballerische Mannschaft, die aggressiv auftritt. In erster Linie müssen wir den Gegner mit leidenschaftlichem Zweikampfspiel in den Griff bekommen.“ Rostock könne da als Blaupause dienen. Der Spielplan gegen die Hanseaten sei weitgehend aufgegangen. „Bei der Gelb-Roten Karte gegen Verhoek war ein Stück weit Frust dabei. Leider haben wir in Überzahl nicht gut weitergespielt. Wir hätten im Strafraum eine bessere Präsenz gebraucht, hätten besser in die letzte Zone reinkommen müssen.“

Dass trotz überlegener Spielweise in den letzten beiden Partien nur ein Punkt herausgesprungen ist, findet Köllner ärgerlich. Gleichzeitig stimmt ihn die Entwicklung positiv. „Wir haben hier kein Fertighaus gekauft. Du kannst keine Möbel reinstellen, wenn Estrich drin ist.“ So müsse man die Dinge Stück für Stück weiterentwickeln. „Noch sind 45 Punkte zu holen. Das sind mehr, als wir auf dem Konto haben“, blickt er nach vorne. „Der entscheidend Parameter ist, dass die Mannschaft alles gibt.“ Das würden auch die Fans honorieren. „Die Jungs hauen alles rein, fordern sich in jedem Training alles ab. Es kommt darauf an, dass wir Woche für Woche an den richtigen Stellschrauben drehen. Gegen Rostock haben wir defensiv keine Fehler gemacht, haben dem Druck standgehalten. Nach vorne müssen wir noch mehr Gas geben, mehr Chancen herausspielen und näher am Tor zum Abschluss kommen.“

Personell hat Köllner mit Keanu Staude eine Alternative mehr. „Er wird mit nach Saarbrücken fahren“, kündigt er an. Wunderdinge sollte man aber von ihm noch nicht erwarten. „Es geht erst einmal darum, dass die Mannschaft ein Gefühl für ihn entwickelt und umgekehrt. Er ist ein guter Junge“, lobt ihn der Trainer und erzählt, dass er zusammen mit Merveille Biankadi diese Woche seinen Einstand gegeben hat – alles natürlich unter den üblichen Corona-Schutzmaßnahmen.

Schon jetzt wirft das Heimspiel gegen Unterhaching am Freitag 26. Februar 2021, seine Schatten voraus. Köllner findet es „eine tolle Aktion“, dass die Löwen anstreben, das S-Bahn-Derby vor virtuell ausverkauftem Grünwalder Stadion zu bestreiten. „Der Verein muss kreativ sein, um den eingeschlagenen Weg weitergehen zu können. Durch den Kauf eines 12. Mann-Ticket kann das jeder Fan unterstützen.“ Ihn freue es, dass schon viele Karten verkauft wurden. „Unser Vizepräsident Hans Sitzberger hat gleich 100 gekauft. Einfach eine klasse Aktion!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

FCS: 1 Batz (Tor) – 17 Perdedaj, 5 Zellner, 16 Barylla, 27 Breitenbach – 33 Kerber – 25 Jänicke, 20 Günther-Schmidt – 7 Shipnoski, 22 Golley – 24 Jacob.
Ersatz: 29 Theißen (Tor) – 6 Bulic, 9 Vunguidica, 11 Mendler, 13 Deville, 18 Bösel, 19 Froese, 23 Müller, 28 Gouras, 30 Schleimer.
Nicht dabei: 3 Sverko (Muskelfaserriss), 8 Zeitz (Rotsperre), 14 Uaferro (5. Gelbe Karte), 21 Thoelke (Wadenbeinbruch).

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 13 Erdmann, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 14 Dressel, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 23 Staude, 26 Durrans, 27 Belkahia, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung).

Schiedsrichter: Dr. Matthias Jöllenbeck (Freiburg); Assistenten: Dr. Justus Zorn (Freiburg), Christoph Rübe (Kassel).

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