SECHZIGMÜNCHEN.
 

Steinhart trifft spät zum 1:0-Erfolg über Dynamo Dresden.

Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, wie hier Stefan Lex und Kevin Ehlers. 

Die Löwen wahren durch den 1:0-Sieg über Dynamo Dresden, das nach elf Partien erstmals wieder verlor, ihre Minimalchance im Aufstiegsrennen. Das „Tor des Tages“ erzielte Phillipp Steinhart in der 86. Minute nach einem hochklassigen, temperamentvollen Spiel.

Personal: Löwen-Cheftrainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Dynamo Dresden verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Knieverletzung) und Tim Linsbichler (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Niklas Lang, Lorenz Knöferl, Ahanna Agbowo, Matthew Durrans, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Gegenüber dem Lübeck-Spiel gab es keine Veränderungen in der Startelf.

STIMMEN Köllner: „Heute hatten wir das nötige Matchglück!“

Spielverlauf: Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Meisterlöwen Peter Grosser und für Ex-Präsident Albrecht von Linde begann die Partie. Die Löwen versuchten von Beginn an, den Tabellenführer unter Druck zu setzen. Doch die erste gefährliche Szene hatten die Sachsen. Nach einem Konter passte Christoph Daferner von der linken Grundlinie die Kugel in den Rückraum auf Pascal Sohm, doch Stephan Salger ging dazwischen, klärte zur Ecke (4.). Ein zu kurz abgewehrter Freistoß von Richy Neudecker nahm Dennis Dressel aus 18 Metern direkt, sein Schuss ging aber deutlich übers SGD-Gehäuse (6.). Nach einem weiten Einwurf tauchte Daferner frei vor Marco Hiller auf, doch der Torhüter war ihm entgegengekommen, wehrte den Schuss an der Strafraumgrenze mit dem Fuß ab (8.). Apropos: Beide spielten einst gemeinsam in der Löwen-A-Jugend. Zwei Minuten später lag der Ball im 1860-Tor. Getroffen hatte Daferner, aber Assistent Lothar Ostheimer hob sofort die Fahne (10.). Abseits, korrekte Entscheidung! Im Anschluss an einen Eckball legte Semi Belkahia am zweiten Pfosten mit dem Kopf auf Sascha Mölders ab. Der 36-Jährige nahm aus neun Metern die Kugel aus der Drehung volley, traf aber nur die Unterkante der Latte (14.). Dresdens Keeper Kevin Broll hatte dabei noch die Finger dazwischen. Ein 26-Meter-Freistoß von Neudecker ging deutlich über den Querbalken (16.). Auf der anderen Seite schlug Paul Will einen Standard aus dem rechten Halbfeld, den Tim Knipping am langen Pfosten erreichte. Sein Kopfball in die Mitte wurde sichere Beute von Hiller (18.). In der 24. Minute grätsche der herangesprintete Mölders an einer scharfen Hereingabe von Stefan Lex am Fünfmeterraum vorbei. Glück hatten die Löwen, als Belkahia in der eigenen Hälfte einen Ball vertändelte, aber Salger und Marius Willsch im Strafraum in höchster Not klären konnten (27.). Das Tempo blieb bis zur Pause unvermindert hoch, um jeden Ball wurde gefightet, aber Torchancen konnte sich keine Mannschaft mehr erspielen. So ging es torlos in die Kabine.

Den ersten Warnschuss im zweiten Durchgang gab Mervielle Binakadi ab. Sein Abschluss aus 20 Metern strich knapp am rechten Pfosten vorbei (48.). Eine Biankadi-Flanke aus dem Halbfeld kam genau zu Neudecker im Zentrum elf Meter vor dem Tor, doch dessen Kopfball war weder Abschluss noch Vorlage (52.). Eine Hereingabe von Philipp Hosiner fing Hiller vor dem hinter ihm lauernden Sohm ab (60.). Schüsse von Biankadi und Dressel an der Strafraumgrenze wurden in der 63. Minute geblockt. Zweimal rettete Tim Knipping eine Minute später im Torraum für seinen Torhüter, erste nach einem Kopfball von Salger, dann nach einem 15-Meter-Schuss von Neudecker (64.). Ein Distanzschuss aus 25 Metern von Heinz Mörschel strich in der 68. Minute nur knapp übers rechte Kreuzeck des Löwen-Tores. Kurz danach kassierte Salger seine 5. Gelbe Karte, wird damit im Auswärtsspiel gegen Uerdingen fehlen (69.). Eine Hereingabe von Jonathan Meier wehrte Salger am Fünfmeterraum vor Hosiner zur Ecke ab (73.). Diese brachte Will von links in die Mitte, Knipping sprang am höchsten, aber Hiller wischte den Kopfball mit einem Reflex über die Querlatte (74.). Knipping blockte in der 80. Minute einen 14-Meter-Schuss von Mölders. Die Löwen spielten weiter nach vorne, während Dresden sich aufs Kontern verlagerte, auch weil die Sachsen mit einer Punkteteilung eher leben konnte als die Sechzger. Und beinahe wäre den Sachsen auch die Führung gelungen. Hosiner hatte Ransford Königsdörffer auf die Reise geschickt, der war über rechts durch und knallte die Kugel freisetehend aus 15 Metern rechts am Tor vorbei vorbei (84.). So belohnten sich die Hausherren zwei Minuten später. Lex nahm über links Steinhart mit, der legte sich die Kugel auf seinen starken linken Fuß und traf aus 15 Metern flach ins rechte Eck zum 1:0 (86.). Dresden warf nun alles nach vorne. Aber die Löwen brachten die knappe Führung über die Zeit.

STENOGRAMM, 29. Spieltag, 22.03.2021, 18.60 Uhr

1860 München – SG Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger 27 Belkahia, 36 Steinhart – 14 Dressel – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 23 Staude – 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 17 Wein, 21 Ngounou Djayo, 33 Klassen.

SGD: 1 Broll (Tor) – 39 Ehlers, 26 Mai, 4 Knipping – 28 Will, 20 Kade – 35 Königsdörffer, 8 Mörschel, 19 Meier – 33 Daferner, 9 Sohm.
Ersatz: 24 Wiegers (Tor) – 3 Kwadwo, 5 Stark, 13 Stefaniak, 14 Hosiner, 34 J. Löwe, 37 Stor.

Wechsel: Wein für Staude (88.), Erdmann für Neudecker (88.), Tallig für Biankadi (90.+3) – Hosiner für Daferner (42.), Stor für Sohm (75.), Stark für Mörschel (87.), Kwadwo für Meier (87.).

Tor: 1:0 Steinhart (86.).
Gelbe Karten: Mölders, Neudecker, Salger– Mörschel.
Zuschauer: 0 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach); Assistenten: Lothar Ostheimer (Beratzhausen), Andreas Hummel (Betzigau).

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