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Köllner vor Verl: „Es wird eine Herkulesaufgabe, die drei Punkte zu holen!“

Entspannt und fokussiert nach der Osterpause (v. li.): Trainer Michael Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. 

Die Löwen empfangen am Samstag, 10. April 2021, mit dem SC Verl das offensivstärkste Team der 3. Liga. Anpfiff ist um 14 Uhr im Grünwalder Stadion. MAGENTA SPORT überträgt die Partie live. Dazu gibt‘s ab 13.45 Uhr unter www.tsv1860.de/loewenradio/ das Löwen-Radio.

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Zunächst gratulierten Trainer Michael Köllner und Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel in der Spieltagspressekonferenz dem Aufsichtsratsvorsitzenden Saki Stimoniaris zum 50. Geburtstag. „Ich hab‘ das schon hinter mir“, scherzte der Coach, der seiner Mannschaft bis Mittwoch freigegeben hatte. „Das hatte ich vor dem Uerdingen-Spiel ausgelobt: Wenn wir dort gewinnen, gibt’s einen zusätzlichen Tag frei!“

Dass dann ausgerechnet am Mittwoch zum Trainingsauftakt der Winter zurückkehrte, forderte etwas Improvisationskunst. Zwar hatten die Mitarbeiter der Geschäftsstelle den Einser-Platz vom Schnee geräumt, doch nach der Videositzung war alles wie zuvor. „Wir haben selbst Hand angelegt“, erzählt Köllner, der mit den Spielern eifrig schaufelte.

Bis auf die langzeitverletzten Quirin Moll und Tim Linsbichler hatte er da noch alle Mann an Bord. Dann traf es Keanu Staude. „Er hat sich mit Semi Belkahia angelegt und den Kürzeren gezogen“, witzelte Köllner. Dabei zog sich der Stürmer eine leichte Prellung am Knie zu. Ob er gegen Verl dabei ist, ließ der Trainer offen. Gerade gegen den starken Aufsteiger wäre ein Ausfall Staudes „mit seiner individuellen Qualität schon ein Wermutstropfen“.

Der Respekt vor den Ostwestfalen ist groß. Mit 55 erzielten Toren gelang ihnen sogar, einen Treffer mehr als die Löwen zu schießen. „Sie sind der beste Aufsteiger, obwohl sie einen geringeren Etat als zum Beispiel Saarbrücken oder Türkgücü haben“, fasst Köllner seine Anerkennung in Worte. „Es wird eine Herkulesaufgabe, die drei Punkte zu holen!“

Das Team von Trainer Guerino Capretti sei schwer zu bespielen. „Sie haben ein gut funktionierendes 4-3-3, machen extrem viel Druck und bleiben – egal ob zu Hause oder auswärts – ihrem Stil treu“, so Köllner, der eine klare Handschrift des Trainers erkennt. „Verl weicht nicht von seinem Plan ab. Sie fokussieren sich auf ihre eigene Stärke.“ Die liege besonders im Eins-gegen-Eins in der Offensive. „Da haben sie eine gute Qualität. Besonders bei Flanken sind sie gefährlich, weil die Spieler auf der ballentfernten Seite gut einrücken.“

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Die offensive Ausrichtung birgt für die Löwen auch eine Chance. „Wir müssen Verl defensiv in Verlegenheit bringen“, so Köllner. Das sei eine Frage der Balance. Zunächst müsse die „erste Linie mit fünf Mann“ überspielt werden. Dazu bedarf es „einen Tick mehr Risiko“ im Spielaufbau. „Wir müssen die entsprechenden Lösungen finden, dann werden wir unsere Chancen bekommen. Wir sind stark genug, um jede Mannschaft zu besiegen.“

Wichtig sei gewesen, dass seine Jungs nach den kräftezehrenden Toto-Pokal-Spielen und dem Auswärtsspiel in Lotte gegen Uerdingen über Ostern durchschnaufen konnte. „Alle sind wieder voller Tatendrang.“ Dazu kehrt Stephan Salger nach Gelbsperre zurück, erhöht weiter die personelle Auswahl seines Trainers. „Es ist eine Riesenqualität, wenn du Spieler wie Daniel Wein oder Dennis Erdmann von der Bank bringen kannst!“ Der Konkurrenzkampf sei auf vielen Positionen entbrannt, was sich leistungsfördernd auswirke. Zudem hätten Spieler wie Phillipp Steinhart oder Sascha Mölders zuletzt einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt. „Das tut im Endeffekt der ganzen Mannschaft gut.“

Durch den 3:1-Erfolg gegen den KFC Uerdingen sind die Löwen in der Auswärtstabelle auf Platz eins geklettert. Im Heimtableau rangieren sie nur auf Rang fünf. „Jede Rangliste, die du anführst, zeugt von Qualität“, findet Köllner. „Wir spielen zu Hause nicht schlechter, aber die Gegner betreiben mehr Torsicherung. Wichtig ist, dass wir im eigenen Stadion Konstanz reinbringen, einen gut strukturierten Ballbesitzfußball spielen. Vielleicht“, so mutmaßt der 51-Jährige „fehlt uns vorne der letzte Punch in der Box!“

Neue Attraktion am Löwen-Trainingsgelände.

So ganz hat Köllner die Plätze eins bis drei nicht abgeschrieben, wenngleich er weiß, dass die Chancen bei sechs, sieben und acht Punkten Rückstand nicht allzu hoch sind. „Die letzten Wochen ist einiges für uns gelaufen, was davor gegen uns gelaufen ist“, weiß Köllner. „Natürlich können sich die Dinge noch drehen, wenn die Mannschaften vorne nachlassen. Aber erst müssen wir auf uns schauen. Wir haben ein brutal schweres Heimspiel vor uns, das wir erst mal gewinnen müssen.“ Mit einem Sieg könne man zudem Verl im Kampf um Platz vier auf Distanz halten.

Ein Vorteil im Saisonendspurt sieht Köllner in der mannschaftlichen Geschlossenheit. „Die Jungs haben einen guten Fokus. Das ist ein Pfund für den Rest der Saison.“ Auch kommt ihm entgegen, dass die personellen Planungen für die kommende Spielzeit schon sehr weit gediehen sind. Hier habe Günther Gorenzel ganze Arbeit geleistet. „Alle Spieler wissen Bescheid, wissen genau, wie wir weiterplanen“, sagt der Sport-Geschäftsführer. „Dadurch können wir jetzt den Fokus ganz aufs Sportliche legen.“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 25 Willsch, 6 Salger, 27 Belkahia, 36 Steinhart – 14 Dressel – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 12 Szekely, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 17 Wein, 18 Knöferl, 20 Agbowo, 21 Ngounou Djayo, 26 Durrans, 28 Mannhardt, 30 Cocic, 32 Gresler, 33 Klassen.
Nicht dabei: 5 Moll (Knieverletzung), 22 Linsbichler (Aufbautraining), 23 Staude (Knieprellung).

SCV: 32 Brüseke (Tor) – 24 Lannert, 23 Stöckner, 4 Mikic, 21 Ritzka – 7 Kurt – 11 Sander, 8 Schwermann – 18 Yildirim, 26 Eilers, 9 Rabihic.
Ersatz: 22 Brinkmann (Tor) – 5 Langesberg, 10 Haeder, 13 Janjic, 14 Choroba, 15 Lach, 16 Schmik, 19 Jürgensen, 27 Corboz, 28 Siemann, 31 Korb, 33 Köhler.
Nicht dabei: 6 Pernot (Kreuzbandriss), 17 Hecker (Schulter-OP), 20 Lang (Fersen-OP), 25 Taz (Rückenprobleme), 30 Schikowski (muskuläre Probleme), 34 Putaro (Knieprobleme).

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim); Assistenten: Tom Bauer (Mainz), Pascal Wien (Berlin).

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