SECHZIGMÜNCHEN.
 

Hiller pariert, Löwen gewinnen 6:5 nach ElfmeterschieSSen gegen Darmstadt.

Marco Hiller machte einmal mehr seinem Ruf als Elfmeterkiller alle Ehre. 

Die Löwen stehen in der 2. Runde des DFB-Pokals. Nach 90 Minuten und Verlängerung stand es nach Treffern von Phillipp Steinhart (75.) und Luca Pfeiffer (80.) 1:1 gegen den SV Darmstadt 98. Das Elfmeterschießen musste entscheiden. Da Marco Hiller gleich den ersten Strafstoß von Patric Pfeiffer hielt und alle folgenden Schützen verwandelten, siegten die Sechzger am Ende mit 6:5 und dürfen sich über lukrative Einnahmen freuen.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner gegen Darmstadt 98 auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung), Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) und Milos Cocic (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler und Maxim Gresler. Im Vergleich zum letzten Ligaspiel gab es drei Änderungen. Marco Hiller kehrte nach verbüßter Rot-Sperre ins Tor zurück, für Richy Neudecker und Erik Tallig begannen Dennis Dressel und Stefan Lex.

STIMMEN Köllner: „Die Jungs werden die Nacht zum Tage in Giesing machen!“

Spielverlauf: Beide Teams begannen druckvoll. Auch Darmstadt, in der Liga noch torlos, spielte munter mit. In der 5. Minute prüfte Fabian Holland mit einem Distanzschuss Marco Hiller, der damit aber keine Probleme hatte. Wenig später zielte Luca Pfeiffer aus 20 Metern knapp am rechten Pfosten vorbei (6.). Beim Gegenangriff schüttelte Stefan Lex seinen Gegenspieler Thomas Isherwood ab, tauchte frei vor Marcel Schuhen auf, wollte den Keeper halblinks aus 14 Metern mit einem Heber überwinden, doch der hatte das geahnt, wehrte den Schuss ab (6.). Drei Minuten später stand Lex knapp im Abseits, hatte aber ohnehin nur den Innenpfosten getroffen (9.). In der 10. Minute lief Phillip Tietz nach einem langen Ball auf das 1860-Tor zu, kam aber im Strafraum gegen drei Löwen nicht zum Abschluss. Der Ball kam zu Pfeiffer, dessen Schuss wurde geblockt, dann zielte Matthias Bader aus dem Hintergrund links vorbei (10.). Eine Flanke von links verlängerte Bader mit dem Kopf gefährlich Richtung linkes Kreuzeck, aber Hiller war auf dem Posten, lenkte die Kugel mit einem Reflex am Tor vorbei (17.). Nach einer Hereingabe von rechts durch Yannick Deichmann kam Lex am kurzen Pfosten einen Schritt zu spät (20.). Zwei Minuten später knallte Pfeiffer aus 20 Metern die Kugel an die Unterkante der Latte, den aufspringenden Ball köpfte Tietz ins Tor, doch der stand beim Schuss von Pfeiffer im Abseits, folgerichtig zählte der Treffer nicht (22.). Nach einer Ecke von links durch Phillipp Steinhart kam Sascha Mölders nicht zum Kopfball, der abgewehrte Ball landete bei Deichmann, der zog aus 25 Metern flach ab, zielte aber links am Tor vorbei (28.). Eine Flanke von rechts durch Bader segelte über die Löwen-Abwehr hinweg zu Pfeiffer, der halblinks aus elf Metern sofort aufs kurze Eck abzog, doch Hiller ließ sich nicht überraschen, parierte den Schuss (30.). Auch in der 38. Minute fand Lex nicht seinen Mitspieler Mölders, nachdem er sich links durchgesetzt und von der Grundlinie flach in die Mitte geflankt hatte. Ein Freistoß und zwei Ecken der Löwen kurz vor der Pause konnten die Lilien, wenn auch mit Mühe, jeweils klären (43. und 44.). So ging es torlos in die Kabinen.

Die erste Chance des zweiten Durchgangs hatten die Löwen. Merveille Biankadi tanzte auf der linken Seite seinen Gegenspieler Clemens Riedel aus, zog mit rechts ab, traf aber nur das Außennetz des kurzen Ecks (47.). In der 53. Minute köpfte Mölders nach Steinhart-Flanke von links knapp am rechten Pfosten vorbei. Bei einem 23-Meter-Schuss von Marcel Bär hatte Schuhen Mühe, bekam den Ball aber im Nachfassen unter Kontrolle (57.). Ein verdeckter Schrägschuss von Dennis Dressel ging nur knapp am langen Eck vorbei (61.). Doch Darmstadt blieb bei Kontern gefährlich. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld ging es schnell nach vorne, Pfeiffer kam an der Strafraumkante zum Abschluss, aber Hiller lenkte den Schuss mit den Fingerspitzen über die Latte (63.). In der 69. Minute musste sich Schuhen strecken, um einen 25-Meter-Freistoß aus halblinker Position, den Lex mit rechts halbhoch aufs kurze Eck geschossen hatte, zu vereiteln. Nach einem Pass von Quirin Moll in die Tiefe auf Bär kam der Löwen-Stümer gegen den herausstürmenden Lilien-Keeper sechs Meter vor dem Strafraum zum Abschluss, schoss Schuhen aber an (72.). Drei Minuten später das 1:0. Lex hatte sich auf rechts durchgetankt, seine Hereingabe landete bei Steinhart. Beim ersten Versuch schoss er Biankadi an, der zweite aus der Drehung aus zwölf Metern landete zur Führung im rechten Eck (75.). Die Freude über die Führung währte nicht lange. Pfeiffer verschaffte sich von Bader angespielt im Zentrum mit gekonnter Ballmitnahme etwas Platz gegen Dressel und schloss platziert von der Strafraumkante ab. Über den rechten Innenpfosten fand der Ball den Weg zum 1: 1 ins Löwen-Tor (80.). Bis zum Ende der regulären Spielzeit passierte nichts mehr. Also ging es in die Verlängerung.

In der Overtime versuchten die Darmstädter immer wieder mit kleinen Fouls, den Spielfluss der Löwen zu unterbrechen, ohne dass dies von Schiedsrichter Tobias Reichel adäquat geahndet wurde. In der 103. Minute passte Kevin Goden in die Tiefe auf Biankadi, der ließ seinen Gegenspieler aussteigen, fand dann aber mit seiner Hereingabe keinen Abnehmer. Bei einer Flanke von Emir Karic verschätzte sich Stephan Salger, dadurch kam Tietz hinter ihm an die Kugel, aber sein Kopfball war zu schwach, so dass Hiller parieren konnte (105.). Kurz danach wurden nochmals die Seiten getauscht. Nach einem weiten Pass von Salger auf Erik Tallig kam dieser in der 111. Minute bis zur linken Grundlinie, seine flache Hereingabe erreichte Richy Neudecker am ersten Pfosten. Aus kurzer Distanz schob er jedoch die Kugel am kurzen Eck vorbei. Eine Riesenparade von Hiller verhinderte in der 119. Minute den Rückstand. Nach einem Freistoß von Fabian Schnellhardt aus dem linken Halbfeld kam Patrick Pfeiffer aus fünf Metern zum Kopfball, aber der Löwen-Keeper parierte mit einem Reflex. So kam es zum Elfmeterschießen.

Geschossen wurde auf das Tor in der Ostkurve vor den Darmstadt-Fans. Den Anfang machten die Lilien mit Patric Pfeiffer, Hiller hielt. Steinhart traf für die Löwen zum 1:0. Holland war der nächste Schütze bei den Hessen. Er verwandelte sicher. Anschließend traf Tallig zum 2:1. Schnellhardt glich zum 2:2 aus. Dressel, der von den Lilien umworben worden war, traf zum 3:2. Erneut glich Manu für Darmstadt aus. Staude brachte die Sechzger wieder in Führung. Nun musste Tietz treffen. Hiller hatte die Ecke geahnt, kam aber nicht an den Ball. Salger war der letzte Schütze und er verwandelte sicher.

STENOGRAMM, DFB-Pokal 1. Runde, 06.08.2021, 20.45 Uhr

1860 München – SV Darmstadt 98 6:5 n.E. (0:0, 1:1)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll, 14 Dressel – 19 Biankadi, 7 Lex – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig 11 Greilinger, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 28 Mannhardt, 31 Neudecker.

SVD: 1 Schuhen (Tor) – 26 Bader, 38 Riedel, 3 Isherwood, 19 Karic– 20 J. Müller, 32 Holland 43 Celic, 7 Goller – 9 Tietz, 16 L. Pfeiffer.
Ersatz: 12 Behrens (Tor) – 5 P. Pfeiffer, 8 Schnellhardt, 30 Stanilewicz, 33 Manu, 34 L. Müller, 35 Sesay, 39 Arslan, 41 Sonn.

Wechsel: Staude für Lex (78.), Tallig für Mölders (89.), Neudecker für Moll (89.), Goden für Bär (100.) – Schnellhardt für Celic (70.), P. Pfeiffer für Isherwood (91.), Sesay für Pfeiffer (98.), Manu für Goller (106.), Arslan für Bader (112.).

Tore: 1:0 Steinhart (75.), 1:1 L. Pfeiffer (80.).
Elfmeterschießen: 0:0 P. Pfeiffer, 1:0 Steinhart, 1:1 Holland, 2:1 Tallig, 2:2 Schnellhardt, 3:2 Dressel, 3:3 Manu, 4:3 Staude, 4:4 Tietz, 5:4 Salger.
Gelbe Karte: Moll, Lang, Dressel, Steinhart – Celic.
Zuschauer: 4.158 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Christian Bandurski (Oberhausen), Tobias Endriß (Bad Ditzenbach); Vierter Offizieller: Lars Erbst (Gerlingen).

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DFB-Pokal Runde 1

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