SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen beenden Auswärtsfluch und gewinnen 3:2 gegen Havelse.

Marcel Bär traf im zweiten Spiel in Folge per Kopf ins gegnerische Tor (Foto: Vosshage). 

Der Auswärtsfluch ist nach 217 Tagen beendet. Die Löwen gewannen gegen den TSV Havelse in Hannover mit 3:2. Bereits in der 8. Minute fiel die Führung durch ein Eigentor von Tobias Fölster. Marcel Bär erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (32.). Den Anschlusstreffer von Yannik Jaeschke zu Beginn der 2. Halbzeit (51.) konterte Merveille Biankadi (55.). Kurz vor Schluss traf Jaeschke mit seinem zweiten Treffer zum Endstand (85.).

Personal: Trainer Michael Köllner musste im Auswärtsspiel gegen Havelse auf Niklas Lang (Knieverletzung), Erik Tallig (Individualtraining nach Covid-Infekt), Daniel Wein (Fußverletzung), Nathan Wicht (krank) und Marco Mannhardt (muskuläre Probleme) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Lorenz Knöferl und Maxim Gresler. Eine Veränderungen gab es in der Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen Duisburg: Für Wein rückte Richard Neudecker in die Startelf. Erstmals im Kader stand Alexander Freitag.

STIMMEN Köllner: „Wir haben es unnötig spannend gemacht!“

Spielverlauf: Erstmals gefährlich vors Tor der Niedersachsen kamen die Löwen in der 3. Minute. Richy Neudecker hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, seine Hereingabe fing Torhüter Norman Quindt im Luftkampf mit Sascha Mölders mit etwas Mühe ab. Die Sechzger machten Druck, fanden aber zunächst keine Lücke in der aufopferungsvoll verteidigende Havelser Defensive. Anders in der 8. Minute. Phillipp Steinhart hatte an der linken Grundlinie auf Neudecker zurückgelegt, der flankte scharf in die Mitte, wo Tobias Fölster gegen Mölders klären wollte, dabei jedoch die Kugel über seinen Keeper hinweg ins eigene Tor zur 1:0-Führung der Löwen grätschte. Eine Flanke von Stefan Lex auf Mölders setzte gefährlich auf, Fynn Arkenberg konnte aber vor dem 1860-Torjäger gerade noch per Kopf zur Ecke klären (10.). Die erste Torannäherung der Gastgeber gab’s in der 11. Minute. Fyn-Luca Lakenmachers Schuss aus 19 Meter aus zentraler Position ging leicht abgefälscht links am Tor von Marco Hiller vorbei (11.). Vier Minuten später hätte Merveille Biankadi auf 2:0 erhöhen können. Nach Schnittstellenpass von Dennis Dressel lief er halblinks alleine auf den Torwart zu, schob die Kugel aber mit dem Außenrist am rechten Pfosten vorbei (15.). Nach einer Hereingabe von rechts durch Leon Damer hechtete Hiller in den Ball, faustete ihn weg, aber genau auf Niklas Teichgräber. Der zog sofort aus 20 Metern ab, doch der Löwen-Keeper stand wieder, fing den Schuss sicher ab (28.). Erst mussten die Löwen eine brenzlige Situation überstehen, nachdem Linus Meyer im Zweikampf mit Semi Belkahia im Strafraum zu Fall gekommen war. Doch Schiedsrichter Patrick Schwengers ließ weiterspielen (31.). Im direkten Gegenzug fiel das 2:0. Lex hatte von links geflankt, Marcel Bär kam am zweiten Pfosten unbedrängt zum Kopfball, traf ins rechte Eck (32.). Beinahe hinten nach das 3:0. Ein Zuspiel von Yannick Deichmann nahm Mölders am ersten Pfosten direkt aus acht Metern, Quindt wehrte ab, der Nachschuss des Löwen-Routiniers landete an der Latte, ehe Bär den Abpraller über das Havelser-Gehäuse setzte (34.). Die beste Chance der 1. Halbzeit hatten die Gastgeber im Anschluss an eine Ecke. Fölster kam aus zehn Metern zum Schuss, doch Dressel brachte den Fuß dazwischen, wehrte zur Ecke ab (40.). Kurz vor der Pause prüfte Noah Plume Hiller mit einem Schuss aufs kurze Eck, doch der Löwen-Schlussmann tauchte ab, bekam die Kugel zu fassen. Somit blieb es bei der 2:0-Führung für die Sechzger nach dem ersten Durchgang.

Direkt nach Wiederanpfiff lief Lex halbrechts alleine auf Quindt zu, scheiterte aber an dem Keeper (46.). Nach einem kurz ausgeführten Freistoß kam Kianz Froese halbrechts aus zwölf Metern zum Abschluss, Hiller wehrte den Schuss zur Ecke ab (50.). Im Anschluss an von rechts durch Damen an den zweiten Pfosten geschlagenen Eckball köpfte Plume die Kugel an den rechten Pfosten. Der zur Pause eingewechselte Yannik Jaeschke schaltete am schnellsten, schob aus kurzer Distanz zum 1:2 ein (51.). Auf der anderen Seite tankte sich Neudecker auf der rechten Strafraumseite gegen drei Havelser Spieler durch, sein Schuss parierte jedoch Quindt (52.). Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte Biankadi den alten Abstand wieder her. Quindt konnte ein Schuss von Bär zunächst abwehren, Neudecker köpfte anschließend den Ball auf Mölders, der mit dem Rücken zum Tor für Biankadi auflegte, der aus zwölf Metern die Kugel mit viel Übersicht ins rechte obere Eck zum 3:1 hob (55.). Beinahe hätte Lakenmacher zwei Minuten später erneut verkürzt. Nach Zuspiel von Froese kam er an der Strafraumgrenze zum Abschluss, zielte aber Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (57.). Einen 20-Meter-Schuss von Bär konnte Quindt nur abprallen lassen, bekam aber gegen den heranstürmenden Lex im Nachfassen die Kugel gerade noch unter Kontrolle (67.). In der 72. Minute kam Froese aus zwölf Metern frei zum Schuss, traf die Kugel aber nicht voll, Belkahia fälschte noch leicht ab, so dass Hiller parieren konnte. Das Tabellenschlusslicht gab sich noch nicht auf, drängte auf den Anschlusstreffer. Dadurch hatten die Löwen Platz. Eine flache Hereingabe von Bär erreichte Mölders am zweiten Pfosten, doch der grätschte die Kugel am langen Eck vorbei (75.). Wenige Sekunden nach seiner Einwechslung kam Fabian Greilinger nach einer Umschaltsituation aus 17 Metern zum Schuss, doch Fölster brachte das Bein dazwischen, lenkte den Ball rechts am Tor vorbei (82.). In der 85. Minute verkürzte Havelse. Damer hatte einen Freistoß tief auf Froese gespielt, der erreichte die Kugel gerade noch vor der rechten Grundlinie, seine Hereingabe verwertete Jaeschke zum 2:3 (85.). So war nochmals Zittern angesagt. Doch mit Glück und Geschick brachten die Löwen den Vorsprung über die Zeit, feierten nach 217 Tagen endlich wieder einen Auswärtsdreier.

STENOGRAMM, 17. Spieltag, 30.11.2021, 14 Uhr

TSV Havelse – 1860 München 2:3 (0:2)

TSV: 1 Quindt (Tor) – 39 Riedel, 19 Arkenberg, 20 Fölster, 26 Tasky, 13 Teichgräber – 14 Damer, 24 Plume, 15 Froese, 23 Meyer – 18 Lakenmacher.
Ersatz: 12 Stirl, 35 Dlugaiczyk (Tor) – 3 Schleef, 6 Piwernetz, 7 Meien, 10 Cicek, 11 Jaeschke, 17 Qela, 28 Rufidis.

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart – 14 Dressel – 7 Lex, 31 Neudecker, 15 Bär, 19 Biankadi – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 5 Moll, 11 Greilinger, 16 Goden, 22 Linsbichler, 23 Staude, 25 Willsch, 30 Cocic, 34 Freitag.

Wechsel: Jaeschke für Tasky (46.), Piwernetz für Teichgräber (64.), Cicek für Meyer (75.) – Staude für Lex (69.), Willsch für Neudecker (69.), Greilinger für Bär (81.), Moll für Biankadi (81.), Linsbichler für Mölders (89.).

Tore: 0:1 Fölster (8., Eigentor). 0:2 Bär (32.), 1:2 Jaeschke (51.), 1:3 Biankadi (55.), 2:3 Jaeschke (85.).
Gelbe Karten: Damer, Quindt – Belkahia, Steinhart.
Zuschauer: 1.343 in der HDI Arena Hannover.
Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Travemünde); Assistenten: Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen an der Ilm), Tobias Wittmann (Wendelskirchen).

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