SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner nach der Niederlage: „Wir waren technisch zu schlecht!“

Löwen-Trainer Michael Köllner war mit der fußballerischen Leistung seiner Mannschaft gegen Türkgücü überhaupt nicht zufrieden. 

Während die einen ihren ersten Sieg seit Mitte Oktober bejubelten, schlichen die anderen mit hängenden Köpfen vom Rasen. Löwen-Coach Michael Köllner bemängelte die fehlende Ballkontrolle und technische Unzulänglichkeiten, während Türkgücüs Trainer Andreas Heraf von einem verdienten Sieg sprach.

1860-Cheftrainer Michael Köllner sprach von einer „schmerzhaften Niederlage. Wir sind richtig enttäuscht. Wir haben es heute nicht geschafft, im eigenen Ballbesitz Kontrolle ins Spiel reinzubringen.“ In der 2. Halbzeit hätte sein Team das Spiel im Griff gehabt, ohne jedoch viele Torchancen herauszuspielen. „Dazu waren wir heute technisch zu schlecht“, bemängelte der 52-Jährige.

Türkgücü hätte gut die Räume zugestellt. „Wir hatten zu viele Ungenauigkeiten in unserem Spiel, um ins Rollen zu kommen, viele technische Fehler. Dann wird’s halt schwer, wenn du nachlaufen musst, dir den Ball holen musst und wiederaufbauen musst. Von daher war es technisch ein ganz schlechtes Spiel von uns.“

Dazu hätte auch der Elfmeter gepasst, der für Köllner nach Ansicht der Fernsehbilder keiner war. „So wie der Ball die Richtung ändert, war Niki Lang mit der Fußspitze dran und hat den Ball nach außen bugsiert.“ Für den Oberpfälzer war es ein Rückschlag, die Niederlage würde der Mannschaft „mental zusetzen, weil wir die drei Punkte unbedingt holen wollten. Das ist richtig beschissen!“

Vorerst brauche man sich mit dem Thema Aufstieg nicht zu beschäftigen. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir unser Spiel wieder auf den Platz bekommen. Das hat man schon in Meppen und in der 2. Halbzeit gegen Braunschweig gesehen, dass uns fußballerisch noch etwas abgeht. Vor allem, wenn die Drucksituation hinzu kommt, merkt man schon, dass die Spieler fahrig werden.“ Eine Spitzen-Mannschaft müsste kontrolliert spielen, die Bälle in den eigenen Reihen halten. „Das ist uns heute nicht gelungen. Wir hatten die eine oder andere Möglichkeit nach vorne, haben dann am Sechzehner die Bälle wieder hergeschenkt.“ Jetzt gehe es in erster Linie darum, „dass wir am Montag gegen Halle wieder besser Fußball spielen!“

SPIELBERICHT Löwen unterliegen Türkgücü im Stadtduell mit 1:2.

Türkgücüs Trainer Andreas Heraf feierte den ersten Sieg unter seiner Regie. „Solche Tage gibt es im Fußball. Es ist einer geworden. Wir haben nicht das große Glück gebraucht, um diesen Sieg einzufahren. Er war nicht unverdient. Leider haben wir es zum Schluss noch etwas spannend gemacht.“ Seine Mannschaft hätte speziell in der 1. Halbzeit „taktisch überragend“ gespielt und in der zweiten Hälfte alles in die Waagschale geworfen. Heraf fand nicht, dass sein Team besonders kompakt und defensiv gespielt hätte. „Wer mich kennt, weiß eigentlich, dass ich sehr tief stehen und keine Torchancen zulassen möchte. Aber die Situation im Verein gibt nichts anderes her. Die Jungs wollen Fußball spielen, wollen sich präsentieren. So musste ich auch meine eigene Philosophie etwas ändern. Im Moment fahren wir ganz gut damit“, so der Österreicher. Die Motivation sei im Stadtduell noch etwas höher gewesen. „Letztlich geht es aber darum, sich Woche für Woche zu präsentieren., weil keiner weiß, wie es im Sommer weitergeht. Von daher macht es keinen großen Unterschied, gegen wen wir spielen.“

Löwen-Kapitän Stefan Lex war enttäuscht, übte Selbstkritik. „Wir hätten deutlich besser spielen können, als wir es gemacht haben. Über weite Strecken haben wir nicht so gespielt wie eine Mannschaft, die zuvor sechs Spiele ungeschlagen war.“ Teilweise hätte man in der Offensive zu mutlos agiert. „Defensiv haben wir nicht viel zugelassen, bekommen dann aber ein dummes Tor, bei dem drei oder vier Mann außen rumstehen, durch einen Fallrückzieher, den er so sicher auch nicht mehr trifft.“ Auch das 0:2 sei ärgerlich gewesen. „Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war. In meinen Augen spielt er erst den Ball weg. Aber es hilft nichts: Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben.“ Der 32-Jährige bemängelte vor allem, dass man überhaupt nicht in die tiefen Läufe gekommen sei. „Genau das, was uns die letzten Wochen stark gemacht hat. Wir sind nicht hinter die Abwehr gekommen, hatten nur die eine oder andere Schusschance aus der zweiten Reihe. Aber in der Box vorne drin waren wir zu harmlos.“ Lex bewertete die Niederlage als Rückschlag, „weil wir uns mehr vorgenommen hatten, vor allem vor unseren Fans. Wir wollten das Spiel machen. Das haben wir leider nicht geschafft!“

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