SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen besiegen Zwickau nach 0:1-Rückstand mit 3:1.

Ein benommener Niklas Lang nach dem Kung-Fu-Tritt von Lars Lokotsch in der 47. Minute, für den der Zwickauer glatt Rot sah. 

Die Löwen feierten nach vier sieglosen Spielen wieder einen Erfolg. Mit 3:1 behielten sie gegen den FSV Zwickau die Oberhand. Die Schwäne gingen durch den Treffer von Dominic Baumann in der 35. Minute mit 1:0 in Führung. Nach der Roten Karte gegen Lars Lokotsch (47.) drehten die Sechzger die Partie, kamen durch Merveille Biankadi (68.), Marcel Bär (72.) und Kevin Goden (90.+1) zu den Toren.

Personal: Trainer Michael Köllner musste bei den Schwänen auf Daniel Wein (Fußverletzung), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Nathan Wicht (Aufbautraining), Marius Willsch (Aufbautraining) und Semi Belkahia (Gelbsperre) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Lorenz Knöferl, Marco Mannhardt, Johann Ngonou Djayo und Milos Cocic. In der Startelf gab es im Vergleich zum Heimspiel gegen Halle (0:2) zwei Veränderungen in der Startelf: Für den gesperrten Belkahia rückte Niklas Lang ins Team, für Merveille Biankadi begann Quirin Moll.

STIMMEN Köllner: „Die Mannschaft hat sich heute vom Druck befreit!“

Spielverlauf: Die Löwen hatten nach 70 Sekunden die erste Chance. Einen Eckball von links flankte Richy Neudecker vors Tor, den Aufsetzer konnte Zwickaus Verteidiger Nils Butzen nicht kontrollieren, setzte ihn knapp neben den linken Pfosten des eigenen Tores (2.). Auf der anderen Seite musste Marco Hiller in der 4. Minute erstmals eingreifen. Luca Horn hatte von der linken Grundlinie in den Rücken der 1860-Abwehr geflankt, Mike Könnecke kam aus 15 Metern halblinks zum Abschluss, sein Schuss war aber zu harmlos, um den Löwen-Keeper vor Probleme zu stellen. Nach intensivem Armeinsatz von Davy Frick gegen Stefan Lex ging der Stürmer im Strafraum der Schwäne zu Boden, Schiedsrichter Patrick Hanslbauer reichte das aber nicht für einen Strafstoß (7.). Einem 22-Meter-Schuss von Neudecker nach Ballgewinn von Fabian Greilinger an der linken Außenlinie fehlte in der 10. Minute die Power, um Johannes Brinkies aus zentraler Position im FSV-Tor zu überwinden. Zwei Minuten später störte Stephan Salger nach einem langen Ball Dominic Baumann entscheidend, der ins Straucheln geriet, so dass Niklas Lang die Situation an der Strafraumkante gerade noch bereinigen konnte (12.). Nach einem Eckball von rechts durch Yannik Möker kam Frick am zweiten Pfosten zum Kopfball, aber Hiller wischte die Kugel mit einem Reflex über die Querlatte (16.). Ein 13-Meter-Linksschuss von Neudecker aus halbrechter Position wurde in der 25. Minute geblockt. Zehn Minuten später erzielte Baumann die Führung für die Gastgeber. Horn hatte von links geflankt. Marco Schikora verlängerte im Fallen die Kugel per Kopf am vorderen Fünfmetereck nach hinten zu Baumann, der aus der Drehung aus sechs Metern das 1:0 erzielte (35.). Kurz vor der Pause gab’s die Riesenchance für Salger, auf 1:1 auszugleichen. Nach Neudecker-Ecke von links kam der Innenverteidiger am Elfmeterpunkt an den Ball, nahm ihn per Dropkick, aber der Schuss rutschte ihm komplett über den Spann (45.). So blieb es beim Rückstand zur Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff ging Lars Lokotsch in Kung-Fu-Manier mit hohem Bein im Halbfeld in Niklas Lang rein, Schiedsrichter Hanslbauer zückte sofort die Rote Karte (47.). Für ihn kam Leandro Morgalla in die Partie. Kurz nachdem das Spiel wieder fortgesetzt wurde, vergab Marcel Bär die hundertprozentige Chance zum 1:1. Dennis Dressel hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt, passte zu Bär, der aus der Drehung zum Abschluss kam, aber aus acht Metern die Kugel übers Zwickauer Tor setzte (51.). Die Gastgeber zogen sich mit einem Mann weniger zurück, machten die Räume eng und überließen den Löwen die Initiative. Die taten sich schwer gegen die massive Defensive. Bis zur 68. Minute. Der eingewechselte Erik Tallig bediente auf der linken Seite Neudecker. Dieser sah in der Mitte Merveille Biankadi, der freistehend aus zwölf Metern das Zuspiel zum 1:1 ins rechte Eck setzte. Vier Minuten später sogar die Führung. Nach schnellem Umschaltspiel passte Dennis Dressel in die Tiefe auf Bär, der halbrechts frei Richtung Brinkies lief, aus 14 Metern aufs lange Eck zielte und vom linken Innenpfosten ins Zwickauer Tor zum 2:1 traf (72.). Drei Minuten später prüfte Dressel mit einem Aufsetzer aus 24 Metern Brinkies, der den Schuss gerade noch um den rechten Pfosten lenken konnte (75.). Zweimal musste der FSV-Keeper in der 78. Minute klären, erst gegen Yannick Deichmann, der halbrechts aus 15 Metern abgezogen hatte, dann gegen Bär, der an der Fünfmeterkante zum Abschluss gekommen war. Gerade noch im Strafraum wurde Bär von Butzen gestoppt (82.). Im Anschluss an die Ecke kam Tallig aus 22 Metern zum Schuss, aber Brinkies lenkte den Ball über die Querlatte (82.). Eine Neudecker-Ecke verlängerte Bär per Kopf, der Ball lag kurz frei, Biankadi kam mit der Fußspitze im Fünfmeterraum dran, brachte die Kugel aber nicht am FSV-Keeper vorbei (83.). Der dritte Treffer wollte einfach nicht gelingen, obwohl reichlich Möglichkeiten für die Löwen vorhanden waren. In der 86. Minute schickte Neudecker Bär auf die Reise, der wollte im Strafraum per Hacke zurück auf Biankadi am Elfmeterpunkt legen, doch ein Zwickauer brachte das Bein dazwischen. In der 1. Minute der fünfminütigen Nachspielzeit gelang Kevin Goden mit seinem ersten Ballkontakt die Entscheidung. Tallig hatte auf der linken Seite Biankadi bedient, der passte durch die Beine von Frick in die Mitte auf Goden, der vollkommen freistehend aus acht Metern den Ball zum 3:1 unter die Latte wuchtete (90.+1). Damit konnten die Sechzger die Negativserie von vier Partien ohne Sieg beenden.

STENOGRAMM, 28. Spieltag, 26.02.2022, 14 Uhr

FSV Zwickau – 1860 München 1:3 (1:0)

FSV: 1 Brinkies (Tor) – 16 Butzen, 14 Reinthaler, 19 Frick, 21 Schikora – 18 Gomez, 27 Möker, 13 Könnecke, 20 Horn – 9 Lokotsch, 28 Baumann.
Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 3 Syhre, 7 Voigt, 11 Willms, 15 König, 17 Susac, 22 Coskun, 23 Hauptmann, 31 Göbel.

1860: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 20 Deichmann, 5 Moll, 14 Dressel, 11 Greilinger – 31 Neudecker – 15 Bär, 7 Lex.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig, 16 Goden, 19 Biankadi, 22 Linsbichler, 28 Mannhardt, 32 Gresler, 34 Freitag, 39 Morgalla.

Wechsel: Göbel für Gomez (46.), König für Baumann (66.), Willms für Horn (77.), Voigt für Könnecke (89.) – Morgalla für Lang (50.), Biankadi für Moll (64.), Tallig für Greilinger (64.), Goden für Lex (90.).

Tore: 1:0 Baumann (35.), 1:1 Biankadi (68.), 1:2 Bär (72.), 1:3 Goden (90.+1).
Gelbe Karten: – Neudecker, Lex.
Rote Karte: Lokotsch (47.).
Zuschauer: 3.838 in der GGZ Arena.
Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Fürth); Assistenten: Timo Lämmle (Kernen), Christoffer Reimund (Zwingenberg).

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