SECHZIGMÜNCHEN.
 

Köllner: „Die Mannschaft hat sich heute vom Druck befreit!“

Löwen-Trainer freute sich „ungemein“ für die Mannschaft über den Sieg in Zwickau. 

Sowohl 1860-Cheftrainer Michael Köllner als auch sein Gegenüber, Zwickaus Coach Joe Enochs, waren sich einig, dass die Rote Karte gegen Schwäne-Stürmer Lars Lokotsch kurz nach der Pause den Knackpunkt darstellte. Während Köllner das Spiel seiner Mannschaft in Überzahl lobte, ärgerte sich Enochs über die fehlende Cleverness mit einem Mann weniger.

Löwen-Coach Michael Köllner war erleichtert. „Wenn du zwei Spiele verloren hast, dann musst du einfach siegen“, sprach er über den Druck, der auf ihm und der Mannschaft lastete. „Die Jungs haben sich heute davon befreit.“ Er attestierte seiner Elf eine gute Anfangsphase. „Dann kam Zwickau auf. Aber mit der Roten Karte zu Beginn der 2. Halbzeit haben wir das Spiel dominiert. Am Ende war es eine logische Konsequenz, dass wir das Spiel mit 3:1 hier siegreich beenden konnten.“

Der Platzverweis gegen Lars Lokotsch sei der Knackpunkt gewesen. „Danach hat Zwickau das aggressive Mann-auf-Mann-Spiel nach vorne nicht mehr durchziehen können, ihnen fehlte vorne ein Spieler. Das haben wir dann mit einem guten Aufbauspiel genutzt.“ Der 52-jährige Trainer konnte zumindest Teilentwarnung beim verletzten Niklas Lang geben. „Niki sitzt schon wieder in der Kabine. Ich hoffe, dass es am Ende nicht so schlimm ist. Er hat Schmerzen am Brustbein, bekommt nicht richtig Luft.“

In dem Zusammenhang lobte Köllner den 17-jährigen Leandro Morgalla, den er für den 19-jährigen Lang eingewechselt hatte. „Hut ab, wie er das Spiel in der 2. Halbzeit übernommen hat. Es ist schon gut, wenn man weiß, dass der nächste Junge die Position einnimmt und richtig gut spielt. Das hat mich für Leo gefreut.“

Mit seinen Wechseln bewies Köllner diesmal ein glückliches Händchen. Merveille Biankadi erzielte kurz nach seiner Einwechslung das 1:1. Erik Tallig war Ausgangspunkt des ersten und dritten Treffers und Kevin Goden traf mit seinem ersten Ballkontakt zum Endstand. „Ich wusste bei Biankadi und Tallig nach dem Halle-Spiel, dass sie langsam richtig in Form kommen.“ Durch die Wechsel wollte Köllner nicht nur neue Impulse setzen, sondern die Zwickauer auch zu Umstellungen zwingen. „Das ist gut aufgegangen!“

Letztlich wollte Köllner den Lorbeer nicht für sich in Anspruch nehmen. „Es freut mich ungemein für die Mannschaft. Über uns wurden Dinge erzählt, die so nicht stimmen“, war sein Ärger über die Berichterstattung der letzten Tage in den Medien auch nach dem Sieg nicht verraucht. „Ähnlich hatten wir es schon in Meppen. Da haben wir leider nicht das Spiel zugebracht. Biankadi und Goden werden die Tore heute sicher gut tun.“

SPIELBERICHT Löwen besiegen Zwickau nach 0:1-Rückstand mit 3:1.

Zwickaus Trainer Joe Enochs hatte seine Mannschaft nach einer schwierigen Anfangsphase mit mehreren Eckbällen für die Löwen gut im Spiel gesehen. „Wir gehen dann durch Dominic Baumann verdient in Führung. Es war jetzt nicht überragend von uns.“ Auch der US-Amerikaner sah in der Roten Karte den spielentscheidenden Moment. „Nichtsdestotrotz: Auch mit einem Mann weniger kann man besser verteidigen. Wir haben viel zu viele Chancen zugelassen“, kritisierte er. „Dann bekommt man gegen eine klasse Mannschaft wie Sechzig solche Gegentore.“ Besonders die Situation vorm 1:2 fand Enochs ärgerlich, als Stephan Salger an der eigenen Eckfahne den Konter einleitete. „Wir sind alle nach vorne gelaufen. Da hat uns heute die Cleverness gefehlt. Es ist extrem bitter, weil wir das Spiel im Griff hatten.“ Lars Lokotsch machte er wegen des Platzverweises keinen Vorwurf. „Er will keinen Spieler verletzen“, nahm er ihn sogar in Schutz. „Ich hoffe, dass es dem Spieler gut geht und er nicht lange ausfällt“, entschuldigte er sich bei Niklas Lang.

„Der Sieg tut uns enorm gut, gerade nach zuvor zwei Niederlagen in Folge“, kommentierte Marcel Bär die aufregenden 90 Minuten. „Die Rote Karte hat uns natürlich in die Karten gespielt. Trotzdem muss man das erst mal spielen. Mein Tor tut natürlich richtig gut“, freute sich der 29-Jährige, dass er seine Torflaute mit dem 11. Saisontreffer beenden konnte. „Den Schwersten mach‘ ich, drei lass‘ ich liegen!“, fügte er selbstkritisch an. Er habe die letzten beiden Spieltage „gefühlt“ nicht am Spiel teilgenommen. „Wir sind reingekommen, haben dann nachgelassen. Anschließend war es ein offenes Spiel in der 1. Halbzeit.“ Nach der Pause und in Überzahl sei man eindeutig das spielbestimmende Team gewesen. „Wir haben bewiesen, dass wir eine Mannschaft, eine Einheit sind. Man hat gesehen, dass wir heute unbedingt die drei Punkte holen wollten. Das haben wir geschafft, obwohl es hier immer schwer zu spielen ist“, zeigte sich der Torjäger sichtlich zufrieden. Er sei einfach dankbar. „Mir ist eine Last von den Schultern gefallen, dass ich heute getroffen habe. Jetzt fahren wir glücklich nach Hause.“ Von einer Rückkehr in den Aufstiegskampf wollte Bär aber nichts wissen. „Wir müssen erst mal Konstanz in unser Spiel bringen. Das haben wir zuletzt nicht geschafft. So ehrlich muss man sein. Wir denken jetzt erst mal von Spiel zu Spiel!“

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