SECHZIGMÜNCHEN.
 

Knapp am Sieg vorbeigeschrammt: Löwen spielen 1:1 gegen Saarbrücken.

Erik Tallig brachte die Löwen in der 74. Minute in Führung. Der Treffer reichte aber nicht zum Sieg. 

Es schien alles nach Plan zu laufen. Erik Tallig brachte die Löwen in der 74. Minute gegen den 1. FC Saarbrücken in Führung. Die Saarländer wirkten danach kraft- und einfallslos. Trotzdem gelang Sebastian Jacob in der 2. Minute der Nachspielzeit der glückliche Ausgleich zum 1:1-Endstand. Damit bleibt der FCS in der Tabelle einen Punkt vor den Sechzgern.

Personal: Trainer Michael Köllner musste gegen Saarbrücken auf Marco Hiller (Corona-Quarantäne), Daniel Wein (Aufbautraining), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Tim Linsbichler (Knieverletzung), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Marius Willsch (Trainingsrückstand), Marco Mannhardt (Fußverletzung) und Phillipp Steinhart (Magen-/Darm-Infektion) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schaffte Milos Cocic. In der Startelf gab es im Vergleich zum letzten Ligaspiel in Mannheim (0:3) drei Veränderungen: Semi Belkahia rückte für Stephan Salger ins Team, Quirin Moll für Steinhart und Stefan Lex für Kevin Goden.

STIMMEN Köllner & die Schiedsrichter-Entscheidungen: „Es bringt nichts, groß loszupoltern!“

Spielverlauf: Vom Anpfiff weg waren viele Emotionen im Spiel. Die Löwen versuchten von Beginn an, Saarbrücken unter Druck zu setzen. Nach einem Foul fünf Meter vor der Strafraumgrenze an Stefan Lex gab es Freistoß, Richy Neudecker scheiterte aus zentraler Position aber an der FCS-Mauer (5.). Wenig später rutschte eine Hereingabe von li Fabian Greilinger von der linken Seite durch, Marcel Bär war überrascht, stocherte die Kugel im Liegen am Fünfmeterraum Richtung Tor, brachte aber keinen Druck dahinter, so dass Daniel Batz das Spielgerät aufnehmen konnte (7.). Nach Ballgewinn schalteten die Löwen, angetrieben von Greilinger, schnell um. Der Linksverteidiger bediente den rechts gestarteten Marcel Bär, der drang in den Strafraum ein, schoss aber aus extrem spitzem Winkel am langen Eck vorbei (13.). Vehement Elfmeter forderten die Löwen in der 18. Minute, als Lukas Boeder den Ball im Strafraum mit dem Arm berührte, doch Schiedsrichter Sven Jablonski ließ weiterspielen. Was für eine Chance wenig später! Neudecker hatte links Bär angespielt, der legte mit viel Übersicht auf Erik Tallig zurück, der kam halbrechts aus 14 Metern vollkommen frei zum Schuss, setzte die Kugel aber links am Pfosten vorbei (21.). Im Gegenzug hatte auch Saarbrücken seine erste Möglichkeit. Manuel Zeitz kam an der Strafraumkante zum Abschluss, setzte die Kugel aber links neben das 1860-Tor (22.). Ein Rückpass von Semi Belkahia in der 24. Minute wurde auf dem nassen Rasen immer schneller, Tom Kretzschmar kam nicht an die Kugel, die aber knapp neben dem rechten Pfosten im Tor-Aus landete. Auf der Gegenseite brachte Boeder gerade noch die Fußspitze bei einer Hereingabe von rechts durch Yannick Deichmann dazwischen, sonst wäre Bär völlig frei im Torraum zum Abschluss gekommen (27.). Eine Minute später rettete Boeder per Kopf nach Linksflanke von Neudecker vor Bär, wobei beide mit den Köpfen zusammenstießen und behandelt werden mussten (28.). Eine Flanke von Tallig von der rechten Grundlinie mit links nahm Lex per Dropkick, traf aber den Ball bei seinem Schuss aus 13 Metern nicht voll, so dass Batz ihn fangen konnte (31.). In der 33. Minute kam Lex im Strafraum gegen Boeder zu Fall, erneut blieb die Pfeife von Jablonski stumm. Ein geblockter Schuss von Biankadi landete bei Lex, der zog aus zehn Metern ab, Batz wehrte die Kugel ab, die sich beinahe noch ins Tor gedreht hätte, aber im Aus landete (34.). Nach dem anschließenden Eckball durch Tallig kam Leandro Morgalla zum Kopfball, setzte die Kugel aber übers Gäste-Tor (35.). Einen 17-Meter-Schuss von Zeitz in zentraler Position lenkte Quirin Moll gerade noch zur Ecke ab (37.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff gewann Tobias Jänicke halblinks ein Laufduell mit Belkahia, sein Schuss streifte jedoch nur das linke Toreck (45.). So blieb es in einer unterhaltsamen 1. Halbzeit torlos.

Kurz nach Wiederbeginn traf Kretzschmar bei einer Faustabwehr Deichmann am Kopf (47.). Es dauerte einige Zeit, bis der Rechtsverteidiger wieder zurückkehren konnte. In der 52. Minute hatten die Löwen Sebastian Jacob an der Mittellinie übersehen. Saarbrücken konterte, der Stürmer lief frei auf Kretzschmar zu, umspielte ihn, aber Greilinger war zurückgeeilt, nahm ihm vorm leeren Tor den Ball vom Fuß, bereinigte die Situation. Nach knapp einer Stunde wurde das Schneegestöber stärker, die Löwen verloren aber nicht den Durchblick. Ein Schuss von Tallig aus 18 Metern blockte in der 63. Minute unfreiwillig Belkahia im gegnerischen Strafraum. Ein Distanzschuss von Quirin Moll ging leicht abgefälscht am linken Eck vorbei (67.). In der 74. Minute setzte sich Bär auf dem linken Flügel im Laufduell gegen Boeder durch, er passte zurück an die Strafraumgrenze auf Tallig, der zog von der Mitte nach links, ließ zwei Gegenspieler stehen und traf aus 16 Metern mit links zum 1:0 ins kurze Eck (74.). Deichmann hatte an der rechten Grundlinie vollkommen freie Bahn, seine scharfe Hereingabe aus kurzer Distanz verpasste jedoch Bär im Fünfmeterraum (80.). Saarbrücken versuchte es immer wieder mit hohen Bällen, doch die Löwen-Defensive verteidigte zunächst alles weg. In der Nachspielzeit ging Keeper Batz bei einer Ecke mit nach vorne. Diese konnten die Löwen zunächst klären, Pius Krätschmer brachte aber erneut den Ball von der Grundlinie vors Tor, Dominik Becker kam zum Kopfball, brachte aber keinen Druck hinter die Kugel, die bei Minos Gouras landete. Der stieß Greilinger um, köpfte sie erneut vor den Kasten, wo Jacob zur Stelle war und zum 1:1 eindrückte (90.+2). Mit der Punkteteilung bleiben die Sechzger weiter hinter Saarbrücken.

STENOGRAMM, 32. Spieltag, 02.04.2022, 14.03 Uhr

1860 München – 1. FC Saarbrücken 1:1 (0:0)

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 39 Morgalla, 11 Greilinger – 5 Moll – 8 Tallig, 19 Biankadi, 31 Neudecker, 7 Lex – 15 Bär.
Ersatz: 12 Szekely (Tor) – 3 Lang, 6 Salger, 14 Dressel, 16 Goden, 21 Ngonou Djayo, 24 Wicht, 32 Gresler, 34 Freitag.

FCS: 1 Batz (Tor) – 22 Ernst, 17 Becker, 29 Boeder, 4 Krätschmer – 26 Gnaase, 8 Zeitz – 10 Scheu, 25 Jänicke, 20 Günther-Schmidt –24 Jacob.
Ersatz: 30 Hupe (Tor) – 5 Zellner, 16 Thoelke, 19 Steinkötter, 21 Groiß, 23 Müller, 28 Gouras, 32 Köhl, 33 Kerber.

Wechsel: Goden für Lex (82.), Lang für Biankadi (87.), Dressel für Neudecker (90.+4) – Gouras für Scheu (17.), Kerber für Gnaase (65.), Müller für Jänicke (81.), Steinkötter für Boeder (81.)

Tore: 1:0 Tallig (74.), 1:1 Jacob (90.+2).
Gelbe Karten: Moll, Greilinger – Ernst, Zeitz.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Assistenten: Thomas Gorniak (Bremen), Yannick Rath (Bremen).

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