SECHZIGMÜNCHEN.
 

Löwen zittern sich in doppelter Überzahl zum 2:1-Sieg in Freiburg.

Richy Neudecker erzielte per Freistoß die Führung und bereitete den zweiten Treffer von Yannick Deichmann vor. 

Die Löwen landeten beim SC Freiburg einen immens wichtigen 2:1-Sieg, mussten aber bis zum Ende zittern. Dabei beendeten sie die Partie mit zwei Mann mehr auf dem Platz. Bereits in der 14. Minute sah SandroBraun-Schumacher wegen einer Notbremse Rot. Richy Neudecker brachte die Sechzger mit dem anschließenden Freistoß in Führung (16.), Yannick Deichmann erhöhte auf 2:0 (32.). Eine Unachtsamkeit der 1860-Hintermannschaft nutzte Emilio Kehrer zum Anschlusstreffer (38.). Nach Gelb-Rot gegen Sascha Risch (57.) agierten die Löwen sehr nervös, brachten den Sieg aber über die Zeit.

Personal: Trainer Michael Köllner musste im Breisgau auf György Szekely (Muskel-Sehnenverletzung), Daniel Wein (Trainingsrückstand), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), Tim Linsbichler (Trainingsrückstand), Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Marius Willsch (Trainingsrückstand), Marco Mannhardt (Fußverletzung) und Leandro Morgalla (Muskelverletzung) verzichten. Johann Ngonou Djayo spielte in der U21 beim 1:0-Erfolg in Gundelfingen. In der Startelf gab es im Vergleich zum Heimspiel gegen Saarbrücken (1:1) zwei Veränderungen: Marco Hiller kehrte nach seiner Corona-Isolation wieder zwischen die Pfosten zurück, Stephan Salger ersetzte den ohnehin verletzten Morgalla.

STIMMEN Köllner: „Irgendwie war in der 2. Halbzeit der Wurm drinnen!“

Spielverlauf: Den ersten Torabschluss hatten die Löwen nach 90 Sekunden. Yannick Deichmann hatte den Ball auf der rechten Seite nach vorne getrieben, passte zu Erik Tallig am rechten Strafraumeck. Der drehte sich um die eigene Achse, schloss mit links ab, doch Noah Atubolu war auf dem Posten, begrub die Kugel unter sich (2.). In der 5. Minute besaß Marcel Bär die Riesenchance zur Führung. Nach Ballgeschenk der Freiburger legte Stefan Lex auf seinen Sturmkollegen am Sechzehnmeterraum ab, der kam 13 Meter vor dem Tor in zentraler Position zum Abschluss, wollte den Ball ins rechte obere Eck schlenzen, doch dem Schuss fehlte der Druck, so dass Atubolu parieren konnte. Nach einem Doppelpass zwischen Julius Mikael Tauriainen und Vincent Vermeij drang der Niederländer in den 1860-Strafraum ein, doch Semi Belkahia klärte im letzten Moment die Situation (13.). Im Gegenzug brachte Sandro Braun-Schumacher als letzter Mann nach einem weiten Ball von Tallig kurz vor dem Strafraum Bär zu Fall. Schiedsrichter Nicolas Winter zögerte keinen Moment, zeigte dem SCF-Abwehrchef wegen „Notbremse“ die Rote Karte (14.). Den anschließenden 17-Meter-Freistoß nutzte Richy Neudecker zur Führung. Unter der Mauer hindurch schoss er den Ball ins kurze rechte Eck zum 1:0 (16.). Im Anschluss an einen Freistoß setzte sich Vermeij gegen Fabian Greilinger im Strafraum nicht ganz astrein durch, doch der Unparteiische ließ weiterspielen. Mit vereinten Kräften verhinderte die Defensive den Abschluss, letztlich war es Neudecker, der mit einer Grätsche endgültig die Gefahr bereinigte (20.). Auf der anderen Seite bediente Tallig den ihn hinterlaufenden Deichmann, dessen scharfe Hereingabe an den Fünfmeterraum klärte Kiliann Sildillia vor dem einschussbereiten Neudecker zur Ecke (22.). Atubolo, der überragende Freiburger, rettete in der 25. Minute gegen Neudecker, der einen Freistoß vom rechten Strafraumeck hoch auf das kurze Eck schoss, mit einer Klasseparade. Im Gegenzug kam Vermeij nach schnellem Umschaltspiel an der Strafraumkante zum Abschluss, verzog aber, so dass Marco Hiller nicht eingreifen musst (26.). In der 29. Minute legte Stefan Lex die Kugel in der 29. Minute von links in die Mitte, der heransprintende Quirin Moll nahm sie aufs 19 Metern direkt, leicht abgefälschte ging sie am linken Pfosten vorbei. Was für ein Treffer zum 2:0! Neudecker hatte vom linken Flügel die SCF-Abwehr überflankt, Deichmann nahm die Hereingabe am rechten Fünfmetereck direkt aus der Luft, versenkte die Kugel mit dem Innenrist im langen Eck (32.). In der 38. Minute der überraschende Anschlusstreffer der Breisgauer. Enzo Leopold flankte den Ball aus dem Halbfeld in die Schnittstelle der Löwen-Abwehr, Marco Hiller kam nicht konsequent aus seinem Kasten, Emilio Kehrer sprintete in den Pass, drückte ihn aus fünf Meter am verdutzten Keeper vorbei über die Linie. Kurz vor der Pause hätte Bär den alten Abstand wieder herstellen können. Merveille Biankadi war in den SCF-Strafraum eingedrungen, legte zurück auf Bär, der aber aus zwölf Metern das fast leere Tor nicht traf (45.). Kurz danach war Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff musste Hiller den Ausgleich zweimal gegen Kehrer verhindern (49.). Tauriainen hatte im Strafraum auf den Stürmer abgelegt, dessen Schuss aus neun Metern parierte er und auch den Nachschuss aus kurzer Distanz von Kehrer lenkte er mit der rechten Hand zur Seite ab. Die dezimierten Gastgeber setzten die Löwen in der Anfangsphase der 2. Halbzeit gewaltig unter Druck. In der 56. Minute gewann Vermeij das Laufduell gegen Belkahia, aber Stephan Salger kam hinzu, rettete kurz vor der Strafraumgrenze. Eine Minute später sah Sascha Risch Gelb-Rot nach zweimaligem hartem Einsteigen gegen Neudecker innerhalb von 87 Sekunden (57.)! Damit bestritten die Sechzer mehr als eine halbe Stunde in zweifacher Überzahl. Nur den Pfosten traf Lex in der 63. Minute. Nach einem Pass in die Tiefe von Neudecker kam er am rechten Toreck zum Schuss, vom zurückgesprinteten Sildillia sprang der Ball an den Innenpfosten und wieder heraus. Im Anschluss köpfte Bär den Ball übers Tor. Talligs Schuss aus spitzem Winkel wurde sichere Beute von Atubolu (71.). Auch bei einem 20-Meter-Schuss von Neudecker hielt der Schlussmann (81.). Aber auch die Freiburger waren gefährlich. Der eingewechselte Raphael Assibey-Mensah konnte kurz danach erst im Strafraum gestoppt werden (82.). Löwen-Trainer Michael Köllner sah kurz vor Schluss noch eine Gelbe Karte. Die Freiburger hatten nach einem Foul an Deichmann, der ausgewechselt wurde, Schauspielerei des Löwen reklamiert. Das brachte ihn in Rage. Es war die vierte für den Coach, der damit für die Partie gegen Osnabrück gesperrt ist. In der 6. Minute der Nachspielzeit hätte Fabian Greilinger den Deckel daruf machen können, wurde aber im letzten Moment im Strafraum gestoppt. Kurz danach war Schluss.

STENOGRAMM, 33. Spieltag, 10.04.2022, 13 Uhr

SC Freiburg II – 1860 München 1:2 (1:2)

SCF II: 1 Atubolu (Tor) – 33 Sildillia, 6 Braun-Schumacher, 20 Schmidt – 2 Treu, 28 Risch – 15 Kehl, , 8 Leopold, 12 Tauriainen – 9 Vermeij, 23 Kehrer.
Ersatz: 25 Hunn (Tor) – 3 Engel, 11 Assibey-Mensah, 14 Flum, 17 Ezekwem, 19 Burkart, 29 Bazdrigiannis, 34 Makengo.

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 11 Greilinger – 5 Moll – 8 Tallig, 19 Biankadi, 31 Neudecker, 7 Lex – 15 Bär.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 14 Dressel, 16 Goden, 24 Wicht, 30 Cocic, 32 Gresler, 34 Freitag, 36 Steinhart.

Wechsel: Ezekwem für Kehl (60.), Burkart für Leopold (67.), Assibey-Mensah für Vermeij (67.), Engel für Kehrer (82.), Makengo für Taurianen (82.) – Dressel für Biankadi (46.), Steinhart für Tallig (74.), Wicht für Lex (74.), Lang für Neudecker (84.), Goden für Deichmann (88.).

Tore: 0:1 Neudecker (16.), 0:2 Deichmann (32.), 1:2 Kehrer (38.).
Gelbe Karten: Sildillia, Stamm – Neudecker, Köllner, Belkahia.
Rote Karte: Braun-Schumacher (14., Notbremse).
Gelb-Rote Karte: Risch (57.).
Zuschauer: 3.850 im Dreisamstadion.
Schiedsrichter: Nicolas Winter (Hagenbach); Assistenten: Roman Potemkin (Friesen), Timo Klein (Kaiserslautern).

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