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Köllner vorm DFB-Pokal-Spiel: „Dortmund ist für uns eine totale Herausforderung!“

Löwen-Trainer Michael Köllner hofft gegen Borussia Dortmund auf einen Hexenkessel im Grünwalder Stadion. 

Die Löwen empfangen in der 1. Runde des DFB-Pokals Borussia Dortmund. Anpfiff im Grünwalder Stadion ist am Freitag, 28. Juli 2022 um 20.45 Uhr. Die Partie ist live bei Sky und im ZDF zu sehen.

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Die Spannung steigt. „Die Fans sehnen sich nach einem großen Fußballfest, für den gesamten Verein ist es ein besonderes Spiel zur besten Anstoßzeit, unter Flutlicht und mit einem Top-Gegner. Es geht fast nicht besser“, schwärmt Löwen-Coach Michael Köllner. „Für meinen Oberpfälzer Landsmann Didi Hamann ist Dortmund der kommende Deutsche Meister.“ Sein Team sei eigentlich chancenlos. „Wir treffen auf einen übermächtigen Gegner. Für uns geht es darum, wenig zuzulassen und lange im Spiel zu bleiben, so wie es Friedhelm Funkel in den Medien gesagt hat.“ Der frühere Löwen-Trainer war beim letzten Aufeinandertreffen beider Teams im DFB-Pokal für die Sechzger verantwortlich, schaffte es 2013 gegen Jürgen Klopp und den BVB immerhin in die Verlängerung. 0:2 verloren die Löwen.

Natürlich ist der Drittligist auch diese Mal nur krasser Außenseiter. Das weiß auch Trainer Köllner. „Wenn wir vorher schon wüssten, wer gewinnt, könnte ich meinen Job wechseln. Der Reiz des Fußballs ist eben, dass keiner vorher weiß, wie es ausgeht.“ Fakt sei aber auch, dass viele Dinge zusammenkommen müssten, sollten die Löwen nicht nach 90 Minuten die Segel streichen. „Dazu müssten wir unseren Leistungshorizont erreichen, über uns hinauswachsen. Diesen Faktor können wir beeinflussen, die Leistung von Dortmund nicht.“

Köllner hat sich die Testspiele des Vize-Meisters im Video angeschaut. „Sicher ist bei denen noch viel Luft nach oben.“ Insgeheim hofft er darauf, dass beim BVB der Wettkampfrhythmus fehlt, ebenso wie die Abstimmung durch die Integration neuer Spieler. „Dazu brauchen wir natürlich Glück und Dusel, dass nicht alles beim Gegner gelingt und wir von unserem frenetischen Publikum profitieren.“ Der Löwen-Trainer spricht dabei viel in Konjunktiven und von Szenarien, „die wir uns ausmalen“. In der Liga hätte sein Team in jedem Spiel die Möglichkeit, zu gewinnen, wenn man sein Leistungsmaximum erreiche. „Das ist gegen eine internationale Top-Mannschaft anders.“ Borussia Dortmund sei für die Löwen eine „totale Herausforderung, anders als die Aufgaben gegen Darmstadt, Schalke oder Karlsruhe im letzten Jahr.“

„Dortmund kann alles besser als wir“, so der Oberpfälzer. „Sie belegen national Minimum Platz zwei, wir liegen bei 40 oder 50!“ Auch die Herangehensweise sei für ihn als Trainer schwierig, „weil wir nicht genau wissen, wie der BVB spielt“. Mit Erling Haaland würde der bisherige Zielspieler fehlen. Der als Ersatz verpflichtete Sebastien Haller falle zwar aufgrund einer Hodentumor-Diagnose aus, aber das würde die Aufgabe nicht unbedingt erleichtern. „Es gibt viele junge Spieler, die ihre Chance wittern. Da ist immer noch sehr viel Qualität am Start. Viele Spieler tragen das Nationaltrikot, die Mannschaft ist mit ausländischen Top-Stars gespickt.“

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Bei den Löwen steht noch nicht fest, ob Yannick Deichmann im DFB-Pokal auflaufen kann. „Er hat zwar am Donnerstag mittrainiert, aber es war kein hartes Training.“ Sein Einsatz ist nicht abschließend geklärt. Nathan Wicht wird dagegen „ein bis zwei Wochen ausfallen“, erklärte der Coach. Beim 7:0 im Toto-Pokal gegen den SV Rödelmaier verletzte sich der Schweizer an der Hüftbeugersehne. Eine leichte Bauchmuskelzerrung hat sich in dieser Partie auch Fabian Greilinger zugezogen. Sein Einsatz gegen Dortmund ist fraglich. Dagegen stand Joseph Boyamba am Donnerstag schon wieder auf dem Platz. Der Neuzugang ist aber definitiv kein Thema gegen die Schwarz-Gelben.

Für Köllner ist es kein besonderes Spiel. Wenn, dann allenfalls weil erstmals seine Mutter im Grünwalder Stadion sein wird. Alles andere dagegen sei für ihn Routine. „Ich bin immer nervös, das ist gegen Oldenburg nicht anders als gegen Dortmund“, versucht er die persönliche Bedeutung klein zu halten. „Als Trainer brauchst du Gelassenheit und Positivität. Das strahlt dann auch auf die Mannschaft ab.“ Unabhängig von der ganzen Gemengelage, gehe es auch darum, Werbung in eigener Sache zu betreiben. „Der Fokus liegt am Freitag auf uns. Das Spiel ist zur besten Sendezeit im ZDF zu sehen. Sogar die Frauen-EM macht Pause“, scherzte er. „Wir wollen ein richtig gutes Spiel machen. Die Hoffnung ist, dass sich das Grünwalder Stadion in einen Hexenkessel verwandelt.“

Schon seit Tagen fiebern die Fans dem Spiel entgegen, die Spannung sei förmlich zu spüren. Das bekommt auch der Trainer täglich mit. Egal ob beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Joggen am Isar-Hochufer. „Die Leute rufen mir immer wieder hinterher: Am Freitag gegen Dortmund gilt’s!“

MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN

1860: 1 Hiller (Tor) – 39 Morgalla, 27 Belkahia, 4 Verlaat, 36 Steinhart – 6 Rieder – 8 Tallig, 20 Deichmann, 10 Kobylanski, 7 Lex – 19 Lakenmacher.
Ersatz: 12 Schmid, 40 Kretzschmar (beide Tor) – 3 Lang, 5 Moll, 9 Vrenezi, 11 Greilinger, 13 Freitag, 14 Skenderovic, 15 Bär, 17 Wein, 18 Knöferl, 22 Lannert, 23 Sür, 24 Wicht, 25 Willsch, 30 Cocic, 35 Glück.
Nicht dabei: 33 Boyamba (Adduktorenverletzung).

BVB: 1 Kobel (Tor) – 24 Meunier, 15 Hummels, 4 Schlotterbeck, 13 Guerreiro – 22 Bellingham, 8 Dahoud – 27 Adeyemi, 11 Reus, 10 Hazard, 18 Moukoko.
Ersatz: 33 Meyer (Tor) – 2 Morey, 7 Reyna, 14 Schulz, 16 Akanji, 17 Wolf, 19 Brandt, 21 Malen, 23 Can, 25 Süle, 30 Passlack, 32 Kamara, 36 Rothe, 42 Gürpüz, 43 Bynoe-Gittens, 44 Coulibaly.
Nicht dabei: 6 Özcan, (Trainingsrückstand), 9 Haller (Hodenkrebs).

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim); Assistenten: Christof Günsch (Darmstadt), Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main); Vierter Offizieller: Patrick Hanslbauer (Fürth).

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