SECHZIGMÜNCHEN.
 

Heimserie gerissen: Löwen unterliegen Ingolstadt mit 1:2.

Um jeden Ball wurde hart gekämpft, wie hier Albion Vrenezi (li.) und Marcel Costly (re.). 

Im achten Heimspiel hat es die Löwen ausgerechnet im oberbayerischen Duell gegen den FC Ingolstadt erwischt. Nach sieben Drittliga-Heimsiegen in Folge mussten sie sich den Schanzern mit 1:2 geschlagen geben. Marcel Costly hatte die Gäste bereits in der 15. Minute in Führung gebracht, der eingewechselte Patrick Schmidt erhöhte auf 2:0 (88.). meris Skenderovic gelang lediglich der Anschlusstreffer (90.+3).

Personal: Löwen-Trainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Ingolstadt verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Aufbautraining), Stefan Lex (Oberschenkelprobleme), Marcel Bär (Reha-Training) und Phillipp Steinhart (Aufbautraining) verzichten. Michael Glück fehlte wegen einer Grippe. Devin Sür und Nathan Wicht spielten in der U19, Lorenz Knöferl in der U21. Nicht im 20er Kader standen der dritte Torhüter Julius Schmid und Milos Cocic. Zwei personelle Änderungen gab es in der Startelf gegenüber dem Auswärtsspiel in Dortmund (1:1): Für Lex rückte Martin Kobylanski ins Team, für Joseph Boyamba begann Erik Tallig.

STIMMEN Köllner: „Der Schiedsrichter hat Ingolstadt am Leben gelassen!“

Spielverlauf: Zunächst machten die Schanzer Druck, gingen früh drauf, um die Löwen in Verlegenheit zu bringen. Nur langsam konnten sich die Sechzger davon befreien. Durchschnaufen in der 13. Minute, als die Löwen auf Abseits spielten, Marcel Costly auf der rechten Seite aber angeblich hinter Fabian Greilinger stand. Erst bei der Hereingabe des Ingolstädters auf den vollkommen freistehenden Pascal Testroet hob Linienrichter Marcel Gasteier die Fahne. Zwei Minuten später war es passiert. Nach einer abgewehrten Ecke ließ sich Martin Kobylanski auf der rechten Strafraumseite von Costly austanzen, mit links traf der Schanzer anschließend aus 13 Metern über Marco Hiller hinweg ins linke Kreuzeck zum 1:0 (15.). Beinahe hätte Greilinger in der 19. Minute den Ausgleich erzielt. Nach einer Kobylanski-Ecke kam er aus 20 Metern zum Abschluss, sein Drop-Kick-Schuss strich nur knapp über die Querlatte. Eine Ecke von links durch Erik Tallig erreichte Niklas Lang zwar am Fünfmeterraum mit dem Kopf, konnte den Ball aber nicht mehr aufs Tor drücken (25.). Nach einem bösen Foul von David Kopacz, der schon Gelb gesehen hatte, an Greilinger zeigte sich Schiedsrichter Benjamin Brand überaus großzügig, ließ den Karton stecken, so dass die Schanzer um einen Platzverweis herum kamen (28.). Kurz danach verunglückte Hiller, der wegrutschte, ein Zuspiel, doch Arian Llugiqi war so überrascht, dass er freistehend aus 16 Metern den Ball neben das leere 1860-Tor setzte (29.). Kurz danach nahm Rüdiger Rehm den gelb-rot-gefährdeten Kopacz vom Feld, brachte für ihn Tobias Bech (33.). Pech hatten die Löwen in der 36. Minute, als Jesper Verlaat nach einer Tallig-Ecke zum Kopfball kam, Hans Sarpei aber auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper per Kopf klären konnte. Nach einer Unsicherheit in der FCI-Abwehr behinderten sich Albion Vrenezi und Yannick Deichmann am Elfmeterpunkt beim Abschluss gegenseitig, so dass der Ball ins Tor-Aus ging (45.+2). Kurz danach war Pause.

Die Löwen erhöhten nach Wiederanpfiff den Druck. Eine Flanke von Christopher Lannert lenkte Deichmann über das FCI-Tor (46.). In der 54. Minute traf Moussa Doumbouya, der kurz zuvor Gelb gesehen hatte, im Fünfmeterraum der Löwen Keeper Hiller mit gestrecktem Fuß am Kopf, wieder zog Schiri Brand nicht die Gelb-Rote Karte. Die 1860-Fans quittierten dies mit einem gellenden Pfeifkonzert für den Unparteiischen. Wieder holte FCI-Coach Rehm den Spieler kurz danach vom Feld! Ansonsten mühten sich die Sechzger, agierten aber zu umständlich und ungenau im letzten Drittel. Dazu unterbanden die Gäste immer wieder die Angriffsbemühungen durch taktische Fouls. Nach einer Vrenezi-Ecke von links kam der eingewechselte Meris Skenderovic am Fünfmeterraum zum Kopfball, aber der mit ihm hoch steigende Pascal Testroet lenkte die Kugel übers Tor (75.). Im Anschluss an ein Zuspiel von Tallig kam Fynn Lakenmacher halblinks im Strafraum zum Schuss, zielte aber knapp am langen Eck vorbei (84.). Danach brachte Löwen-Trainer Michael Köllner Innenverteidiger Semi Belkahia, beorderte Abwehrchef Verlaat nach vorne. Wie aus heiterem Himmel traf der eingewechselte Patrick Schmidt zum 2:0. Er hatte halbrechts im Strafraum Hiller mit einem Schuss ins rechte Kreuzeck überrascht (88.). In der 3. Minute der Nachspielzeit verkürzte Skenderovic nach Linksflanke von Tallig per Kopf auf 1:2 (90.+3). Doch es reichte nicht mehr zum Ausgleich. Somit setzte es nach sieben Heimsiegen in Folge für die Löwen wieder eine Niederlage, die damit auch die Tabellenführung verloren.

STENOGRAMM, 11. Spieltag, 08.10.2022, 14.03 Uhr

1860 München – FC Ingolstadt 04 1:2 (0:1)

1860: 1 Hiller (Tor) – 22 Lannert, 3 Lang, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 6 Rieder – 9 Vrenezi, 20 Deichmann, 10 Kobylanski, 8 Tallig – 19 Lakenmacher.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) –13 Freitag, 14 Skenderovic, 17 Wein, 25 Willsch, 27 Belkahia, 33 Boyamba, 38 Wörl, 39 Morgalla.

FCI: 1 Funk (Tor) – 22 Costly, 16 Musliu, 17 Brackelmann, 3 Franke – 14 Sarpei, 6 Preißinger – 29 Kopacz, 25 Llugiqi – 37 Testroet, 27 Doumbouya.
Ersatz: 40 Ponath (Tor) – 5 Antonitsch, 9 Schmidt, 11 Bech, 15 Stevanovic, 20 Hawkins, 23 Linsmayer, 31 Butler, 38 Neuberger.

Wechsel: Boyamba für Kobylanski (46.), Wein für Lang (46.), Skenderovic für Greilinger (73.), Belkahia für Lannert (84.) – Bech für Kopacz (33.), Butler für Doumbouya (60.), Hawkins für Llugiqi (60.), Schmidt für Testroet (81.).

Tore: 0:1 Costly (15.), 0:2 Schmidt (88.), 1:2 Skenderovic (90.+3)
Gelbe Karten: Tallig, Wein, Rieder – Kopacz, Llugiqi, Doumbouya, Preißinger, Bech, Butler.
Zuschauer: 15.000 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Benjamin Brand (Unterspiesheim); Assistenten: Marcel Gasteier (Weisel), Justin Joel Hasmann (Wiebelskirchen).

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