SECHZIGMÜNCHEN.
 

Die Neuen der 3. Liga: SV Wehen Wiesbaden – Direkt zurück in die 2. Bundesliga.

Der SV Wehen Wiesbaden führt die ewige Drittliga-Tabelle an, geht heuer in seine 14. Saison. 

Wie jedes Jahr gibt’s auch heuer wieder einen kräftigen Wechsel in der 3. Liga. Sieben Teams in der 20er-Liga sind neu. Mit dem SV Wehen Wiesbaden, Hansa Rostock und VfL Osnabrück sind drei Zweitliga-Absteiger fix. Dazu kommen die Regionalliga-Aufsteiger FC Energie Cottbus, Alemannia Aachen, VfB Stuttgart II und Hannover 96 II. Nacheinander stellen wir die Neuen vor, diesmal den SV Wehen Wiesbaden.

Mit dem SV Wehen Wiesbaden kehrt der Spitzenreiter der ewigen Drittliga-Tabelle zurück, auch wenn die Hessen diesen Platz gerne für eine dauerhafte Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga tauschen würden. Diesmal dauerte das Gastspiel in der zweithöchsten Spielklasse nur ein Jahr und wurde erst in der „Nachspielzeit“ besiegelt. In der Relegation unterlag der SVWW nach einem 2:2 im Hinspiel beim SSV Jahn Regensburg im Rückspiel in der Brita-Arena mit 1:2. Damit startet das Team aus der hessischen Landeshauptstadt bereits in seine 14. Drittliga-Saison.

Nach der Vorrunde lag das Team von Trainer Markus Kauczinski in der 2. Bundesliga noch auf Rang elf mit 22 Punkten. Der Coach musste vorzeitig seinen Hut nehmen. Das Aus kam für ihn nach dem viertletzten Spieltag, als man bereits 2:0 zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth geführt hatte, am Ende aber 3:5 unterlag. Erstmals rutschte der SVWW damit auf den Relegationsplatz. Interimsweise übernahm Co-Trainer Nils Döring. Der 44-Jährige holte in den verbliebenen drei Spielen keinen einzigen Punkt, schaffte auch in der anschließenden Relegation gegen Regensburg keinen Sieg. Trotz dieser mehr als durchwachsenen Bilanz wird eine Weiterbeschäftigung von Döring immer wahrscheinlicher.

Vor allem nach der Verpflichtung von Uwe Stöver als neuen Sport-Geschäftsführer. Nach dem überraschenden Abgang von Paul Fernie zum SV Darmstadt 98 Mitte April standen die Hessen ohne Sportchef da. Am 31. Mai 2024 wurde Stöver als neuer Sport-Geschäftsführer präsentiert. Der ehemalige Profi war bereits von November 2007 bis März 2009 in gleicher Funktion beim SVWW tätig. Über die Stationen FSV Frankfurt, Holstein Kiel, 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli zog es den gebürtigen Wuppertaler im Oktober 2019 erneut zu den Kieler Störchen, mit denen der 57-Jährige zuletzt in die Bundesliga aufgestiegen war. Unter Stöver, so mutmaßt der kicker, hat Döring, der den neuen Sport-Geschäftsführer als seinen „Ziehvater“ bezeichnet, gute Chancen aufs Cheftraineramt beim Drittligisten.

Der Abstieg jedenfalls wirft den SV Wehen Wiesbaden nicht komplett zurück, denn viele aus dem Kader besitzen einen Vertrag für die 3. Liga. Darunter auch der 13-Tore-Mann Ivan Prtajin. Sein Verbleib ist aber eher unwahrscheinlich, doch wenigstens wird bei einem Wechsel des Kroaten eine Ablöse im siebenstelligen Euro-Bereich fällig. Auf alle Fälle wird es nicht zu einem Komplettumbruch wie etwa bei Hansa Rostock kommen.

Die Kaderplanungen laufen bereits seit Januar zweigleisig, wie Nico Schäfer, der Vorsitzende der Geschäftsführung, betonte. Zunächst gab der SVWW nach Saisonende sieben Abgänge bekannt. So wurden die auslaufenden Verträge von Keanan Bennetts, Kianz Froese, Robin Heußer, John Iredale und Julius Kade nicht verlängert. Dazu kehrten die Leihspieler Lasse Günther (FC Augsburg) und Hyunju Lee (FC Bayern München) zu ihren Stammvereinen zurück. Als erster Zugang stand Ivan Franjic fest, der mit seinem bisherigen Klub, den Würzburger Kickers, noch die Relegation zur 3. Liga bestritt und dort nicht nur wegen seines Freistoßtreffers im Hinspiel seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte.

Auch für einen möglichen Prtajin-Abgang haben sich die Wiesbadener bereits gewappnet. Von Regionalligisten FC Teutonia 05 Ottensen wurde Ole Wohlers verpflichtet. Der beim Hamburger SV ausgebildete 23-jährige Angreifer kommt mit der Empfehlung von 13 Toren und 13 Assists. Neben Wohlers wurde der Topscorer von Drittliga-Absteiger VfB Lübeck verpflichtet. Der 22-jährige Tarik Gözüsirin zählte mit vier Toren und neuen Vorlagen zu den wenigen Lichtblicken bei den Marzipanstädtern.

Für das Team aus der Großstadt am Fuße des Taunus geht es einmal mehr darum, nach dem dritten Abstieg aus der 2. Bundesliga möglichst auf direktem Wege zurückzukehren. Zumal die Hessen gerne ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum im Jahr 2026 als Zweitligist begehen würden. Nach dem ersten Abstieg aus dem Unterhaus 2009 hatte es elf lange Jahre bis zur erneuten Rückkehr gedauert. Beim letzten Mal waren es drei Spielzeiten. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Schäfer ist optimistisch, dass diesmal direkte Wiederaufstieg gelingen kann: „Ich glaube schon, dass wir wieder aufstehen werden.“ Denn nur allzu gerne würde der SVWW den 1. Platz in der ewigen Drittliga-Tabelle an Mit-Absteiger VfL Osnabrück abtreten, die derzeit auf Rang zwei rangieren.

DATEN & FAKTEN

Name: SV Wehen Wiesbaden
Gründung: 01. Januar 1926
Mitglieder: 657 (Stand: 01.07.2023)
Vereinsfarben Rot-Schwarz-Gold
Größte Erfolge: Aufstieg 2. Bundesliga 2007, 2019, 2023; Hessenpokal-Sieger 1988, 1996, 2000, 2011, 2017, 2019, 2021
Stadion: Brita-Arena (15.295 Plätze)
Homepage:www.svww.de
Social Media: Facebook: @svww.de; x.com: @svww_official; Instagram: @svww_official; YouTube: @studio26svww
Trainer: Nils Döring (29.04.2024)
Letzte Saison: 16. Platz 2. Bundesliga mit 32 Punkten aus 34 Spielen (Torverhältnis: 36:50)
Bester Torschütze: Ivan Prtajin (13 Tore)
Bilanz SVWW gegen Sechzig: 12 Spiele, 2 Siege, 6 Unentschieden, 4 Niederlagen; Torverhältnis: 14:16
Spieler, die für beide Teams aktiv waren: 
u.a. Martin Angha, Emanuel Taffertshofer, Manuel Schäffler, Daniel Wein, Stefan Aigner, Stephané Mvibudulu, Quido Lanzaat, Nik Ledgerwood

KURIOSES
Bis Mitte der 1980er Jahre kickte der Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein e.V. allerhöchstens in der Bezirksliga. Erst mit dem Einstieg des lokalen Unternehmers Heinz Hankammer als Präsident und Hauptsponsor (Brita) begann der Aufstieg. Hankammer, der mit dem Verkauf von Trinkwasserfiltern ein Vermögen gemacht hatte, schaffte 2007 erstmals den Aufstieg in die 2. Bundesliga. 2016 starb der Mäzen, sein Sohn Markus folgte ihm nach, begleitet bis heute das Präsidentenamt.

TRANSFERS (Stand: 10.06.2024)
Zugänge:
 Tarik Gözüsirin (VfB Lübeck), Ivan Franjic (Würzburger Kickers), Ole Wohlers (FC Teutonia 05 Ottensen)
Abgänge: Robin Heußer (Karlsruher SC), Keanan Bennetts, John Iredale, Julius Kade, Kianz Froese (alle vereinslos), Hyun-ju Lee (FC Bayern München II/Leihende), Lasse Günther (FC Augsburg/Leihende)

Die Neuen der 3. Liga: FC Energie Cottbus – Im fünften Anlauf zurück!
Die Neuen der 3. Liga: Alemannia Achen – Zurück nach elf trostlosen Jahren.
Die Neuen der 3. Liga: VfB Stuttgart II – Aufholjagd belohnt.
Die Neuen der 3. Liga: Hannover 96 II – Schon jetzt Geschichte geschrieben.

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